Fußball-Landesliga

Westfalenliga-Aufstieg? Die letzte Chance für den Hombrucher SV steht vor der Tür

Der Fußball-Landesligist Hombrucher SV öffnet mit guten Leistungen regelmäßig die Tür zum Aufstiegskampf, schlägt sie aber meist selbst wieder zu. Jetzt steht sie nochmal einen Spalt offen.

Nur ein Sieg im Duell gegen den Tabellenzweiten Obersprockhövel (Montag, 15.15 Uhr, Deutsch-Luxemburger Straße) ließe dem Team die Möglichkeit, über den Umweg Platz zwei den Weg noch in die Westfalenliga zu finden. Selbst Platz eins ist theoretisch noch möglich. Aktuell hat Obersprockhövel als Zweiter sechs Zähler mehr auf dem Konto als der Tabellenfünfte Hombruch. Bei einer Niederlage wäre der Rückstand nicht mehr aufzuholen. Frohlinde hat als Tabellenführer noch einen Zähler mehr als Obersprockhövel.

"Wir schauen, was noch geht"

HSV-Coach Alexander Enke, der am Donnerstag selbst zwei Tore beim 2:2 gegen den TuS Wiescherhöfen erzielt hatte, will nichts von einer letzten Chance wissen. "Wir hatten schon so häufig die Chance, ganz oben heranzurücken und haben es nie geschafft. Wir versuchen einfach, unsere beste Leistung abzurufen, und schauen, was noch geht", sagt er. Das klingt etwas desillusioniert. Ist aber nachzuvollziehen.

Zehn Unentschieden hat das Team nach 26 Begegnungen auf dem Konto. Mit der Ausbeute kommt der HSV in der Tabelle einfach nicht richtig voran. Da hilft es auch nicht, dass die Mannschaften mit nur fünf Niederlagen die wenigsten der ganzen Liga hat. Und natürlich ging auch das Hinspiel gegen Obersprockhövel mit 1:1 aus.

Zu viele Bälle unüberlegt nach vorne

"Wir wollen am Montag gewinnen", sagt HSV-Spieler Niklas Orlowski, "das ist das Ziel eines jeden Sportlers." Aber auch er will nicht von Platz zwei und dem möglichen Aufstieg sprechen. "Es ist so, wie es Alexander Enke gesagt hat, wir haben schon zu viel liegen lassen. Wir müssen jetzt zusehen, dass wir uns fußballerisch verbessern", sagt Orlowski.

Er wünscht sich, dass das Team im Aufbau ruhiger auftritt. "Wir schlagen noch zu viele Bälle unüberlegt nach vorne. Da müssen wir den Ball in den eigenen Reihen halten", sagt er.

"Spielerisch lange das beste Team der Liga"

Aber wer macht den jetzt das Rennen um Platz eins und zwei? Aktuell liegt Frohlinde auf Rang eins mit 50 Zählern (26 Spiele). Es folgen Obersprockhövel (49 Punkte, 26 Spiele), SV Sodingen (47 Punkte, 27 Spiele), Firtinaspor Herne (45 Punkte, 27 Spiele) und der Hombrucher SV (43 Punkte, 26 Spiele).

"Für mich war Obersprockhövel lange das spielerisch beste Team der Liga. Ich glaube jetzt aber irgendwie, dass Sodingen das Rennen um Platz eins macht. Die haben in der wichtigen Phase zu ihrer Form gefunden und spielen konstant gut", sagt Enke. Und wo landet der HSV? "Wir lassen uns überraschen." Der Coach wagt keine Prognose. Verständlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Nach kreativem Protest gegen AfD-Veranstaltung in Herten: Stephan Brandner verhöhnt Demonstranten
Nach kreativem Protest gegen AfD-Veranstaltung in Herten: Stephan Brandner verhöhnt Demonstranten
Auf in die fünfte Jahreszeit: Endlich werden die  Recklinghäuser Narren wieder regiert  
Auf in die fünfte Jahreszeit: Endlich werden die  Recklinghäuser Narren wieder regiert  
Karnevals-Geheimnis gelüftet: Das ist das neue Stadtprinzenpaar in Herten
Karnevals-Geheimnis gelüftet: Das ist das neue Stadtprinzenpaar in Herten
Warum die Feuerwehr die Heizung im Einsatzfahrzeug volle Pulle aufdrehte
Warum die Feuerwehr die Heizung im Einsatzfahrzeug volle Pulle aufdrehte
Der Protest geht weiter - warum die Gegner der Straßenbaubeiträge nicht aufgeben
Der Protest geht weiter - warum die Gegner der Straßenbaubeiträge nicht aufgeben

Kommentare