Fussball-Oberliga

Acht Gründe, warum der FC Brünninghausen den Klassenerhalt schafft

Der FC Brünninghausen befindet sich sportlich in einer prekären Lage. Viele Spieler sind verletzt und die, die fit sind wegen zu vieler Spiele platt. Was macht Hoffnung auf den Klassenerhalt?

Die Situation scheint verfahren. Trainer Maximilian Borchmann kann mit seinem Team kaum trainieren, weil alle drei Tage ein Spiel ansteht. Immer wieder melden sich Brünninghauser Akteure mit Verletzungsproblemen ab. Fünf Spiele in Serie hat das Team nun schon verloren. Es klingt zwar merkwürdig, aber diese Zahl macht Hoffnung. Acht Gründe, warum der FC Brünninghausen die Klasse hält.

1. Die Vergangenheit

Fünf Niederlagen in Folge gab es für den FCB auch schon in der Hinrunde, als noch nicht so viele Spieler verletzt waren. In dieser Phase gelang den Brünninghausern in den Spielen gegen Paderborn, Schalke II, Haltern, Ennepetal und Hamm noch nicht mal ein Tor. Damals hieß das Mantra von Ex-Coach Alen Terzic: Weiterarbeiten und an sich glauben.

Es folgte eine Phase mit sechs Spielen ohne Niederlage - und genau dieser Gegnerblock steht nach dem Donnerstagauftritt gegen Hamm (18.30 Uhr) jetzt erst noch an. Sieben Spiele, von denen der FCB in der Hinrunde keines verloren hat: "Wir haben neulich mal nachgerechnet: In diesen Spielen haben wir in der Hinrunde 13 Punkte geholt", sagt Trainer Maximilian Borchmann.

2. Die Rückkehrer

Die Qualität der Mannschaft wird immer wieder beschworen. Natürlich gibt es momentan massive Probleme in der Defensive, weil einfach keine Innenverteidiger mehr zur Verfügung standen: "Wir können taktisch nicht variieren", sagt Trainer Maximilian Borchmann, "mit einem Innenverteidiger brauchst du keine Dreierkette zu spielen."

Doch mit Angelos Karantasiadis kehrt jetzt ein robuster Zweikämpfer zurück, auch Kerim Acil ist "nur" krank und nicht länger verletzt, zudem steht Sebastian Kruse nach seinem Nasenbruch vor der Rückkehr. Wenn mit Sebastian Lötters, Karantasiadis, Kruse und Acil wieder vier nominelle Defensivspieler zur Verfügung stehen, wird der FCB auch wieder stabiler stehen.

3.Die Qualität in der Offensive

Eine stabilere Defensive nimmt auch den Druck von der immer noch namhaften Offensive. Arif Et, Florian Gondrum, Robin Gallus, Tim Dudda - das sind Spieler, nach denen sich viele Ligakonkurrenten die Finger lecken würden und die vor allem immer für ein Tor gut sind.

Nach vier Spielen komplett ohne Treffer waren Gondrum und Winter-Neuzugang Nino Saka gegen Ennepetal auch wieder zur Stelle. Letzterer wurde zwar mit einer Zerrung im Oberschenkel ausgewechselt, könnte aber schnell zurück sein.

4.Bald wieder mehr Zeit zur Erholung

Die Englischen Wochen haben nach Ostern erstmal ein Ende. "Bis dahin müssen wir durchhalten", hatte Borchmann Anfang April gesagt. Mit dem Spiel in Gievenbeck endet dann ein Monat mit elf Pflichtspielen. Zwischen dem 17. März und dem 22. April war der FCB als Amateurfußball-Team dann durchgehend im Drei-Tagesrhythmus im Einsatz.

Mehr Zeit für Erholung und Training (in der vergangenen Woche war es wegen der vielen Verletzten fast nicht möglich, anständig zu trainieren) bedeutet auch weniger Belastung und weniger muskuläre Verletzungen.

5. Der Spielplan der Konkurrenz

Der Spielplan einiger Konkurrenten spricht durchaus auch für den FCB. Sowohl Gievenbeck als auch Holzwickede und der TuS Erndtebrück haben noch die schweren Duelle mit Schalke und Haltern vor sich. Generell wird die Liga von eigentlich allen Beteiligten als "völlig verrückt" bezeichnet, in der fast jeder jeden schlagen kann.

6. Der ASC 09 hilft mit

So wird auch der Stadtrivale ASC 09 Dortmund alles dafür tun, um die Brünninghauser Abstiegskonkurrenten in den direkten Duellen nicht punkten zu lassen. Am vergangenen Wochenende ist das gut gelungen, der ASC gewann mit 2:1 gegen den Tabellenvorletzten Gütersloh.

Der ASC spielt aber auch noch gegen die abstiegsgefährdeten Mannschaften 1. FC Gievenbeck, Westfalia Herne, Eintracht Rheine und der TuS Erndtebrück. "Wir wollen natürlich, dass Brünninghausen die Klasse hält. Auf die Derbys wollen wir nicht verzichten", sagt der Sportliche Leiter Samir Habibovic.

7.Der Abstiegskampf wird angenommen

Vor der Niederlage in Ahlen schien der eine oder andere Brünninghauser die Realität noch nicht zu 100 Prozent verstanden zu haben. Abstiegskampf? Dafür sind wir viel zu gut, so war es teilweise aus der Mannschaft zu hören. Das Problem: Man sah davon in den entscheidenden Momenten viel zu wenig auf dem Platz.

Jetzt steht der FCB unten drin und die Tabellensituation schreit dem Team mit Nachdruck ins Gesicht, dass die Stunde der Wahrheit geschlagen hat. Das dürfte die Herangehensweise an die letzten acht Spiele verändern.

8. Der Brünninghauser Mut

Der Mut, dem 27-Jährigen Maximilian Borchmann die Verantwortung für die Brünninghauser Oberliga-Mannschaft zu übertragen, wird am Ende belohnt. Natürlich macht ein so junger Trainer auch noch Fehler und ist für eine solch prekäre Situation eigentlich gar nicht vorbereitet.

Doch die Zeiten von Feuerwehrmännern, Lautsprechern und Haudrauf-Coaches sind hoffentlich vorbei, und die Herangehensweise von Borchmann, der sich akribisch auf jeden Gegner vorbereitet und das Team entsprechend einstellt, sollte nicht im Abstieg in die Westfalenliga enden.

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