Fußball: Oberliga

ASC und Brünninghausen ziehen positive Hinrunden-Bilanz

Dortmund - Es gibt durchaus Phasen, in denen ASC-Trainer Adrian Alipour seine Jungs deutlich kritisiert. Davon ist er momentan aber meilenweit entfernt. Mit dem 2:1 im Oberliga-Derby über den FC Brünninghausen und der Revanche für das 1:4 im Hinspiel habe sich die Mannschaft "die Krone aufgesetzt". Der bemerkenswerte zweite Platz des ASC hat viele Ursachen. Aber auch beim FCB überwiegen trotz der Derbyniederlage die positiven Aspekte.

Adrian Alipour geht "mit einem richtig guten Gefühl in die Winterpause. "Wir haben einen Sieben-Punkte-Vorsprung auf Teams, die aufsteigen wollen. Klar, die haben noch einige Nachholspiele, aber die müssen sie erstmal gewinnen." Der Begriff Sensation fällt im Sport mittlerweile sehr häufig. Die Auftritte und der aktuelle zweite Tabellenplatz finden aber keinen passenderen Begriff.

Die jungen Spieler präsentieren sich stark

Der Trainer hat dafür einfache Erklärungen, die sich mit den Stichworten "Fleiß, Wissbegierigkeit, Charakter und Zusammenhalt" bündeln lassen. Um es konkreter zu machen: "Die Spieler kommen bei Wind und Wetter zu allen Einheiten. Da gibt es trotz vier Trainingsterminen pro Woche überhaupt keine Ausreden", erklärt der Coach. "Nur mit Fleiß geht es!"

Beachtlich ist natürlich, dass sich gerade die jungen Leute auf der großen Oberliga-Bühne wie gestandene Darsteller präsentieren.

"Die haben alle einen Topcharakter. Selbst wenn sie sehr gut gespielt haben, kommen sie zu mir und Fragen nicht, ob ich "sie gut fand, sondern was sie noch verbessern können." Dritter Punkt ist die neue ASC-Gemeinschaft. Und das treffe nicht nur auf die Spieler innerhalb der Mannschaft zu: "Nach dem Spiel gibt es herzliche Umarmungen mit unseren treuen Zuschauern. All das macht mich sehr zufrieden und stolz."

Rosenkranz fällt länger aus

Das Spiel am Sonntag habe sinnbildlich für die Vorrunde gestanden. "Diese Mannschaft hat mit einer unfassbaren Mentalität auf das 1:1 reagiert." Dass mit Philipp Rosenkranz ein ganz wichtiger Mann wohl länger passen muss, ist der einzige Wermutstropfen. Schon am Sonntag deutete sich laut Alipour an, dass es ein Bänderriss ist. Ein MRT, sobald die Schwellung nachlässt, soll weitere Aufschlüsse bringen. "Das ist schade und tut mir auch leid. Jetzt sollten wir uns aber voller Stolz ein paar Tage Pause gönnen."

Auch den Spielern des FC Brünninghausen stand die Enttäuschung nach der Derby-Niederlage ins Gesicht geschrieben. Doch Trainer Alen Terzic versuchte, die Jungs schnell wieder aufzurichten: "Natürlich hätten wir uns liebend gerne mit einem Punktgewinn in die Winterpause verabschiedet. Aber trotzdem können wir auf ein sehr gutes Jahr 2017 zurückblicken."

Weiter etabliert

Terzic verweist zum einen auf die überragende Frühjahrsrunde, als sich die Blau-Weißen frühzeitig aus der Abstiegszone entfernt hatten. Dieser positive Trend sei nun fortgesetzt worden: "Wir haben uns im zweiten Oberliga-Jahr weiter etabliert, standen durchweg in der oberen Tabellenhälfte. Auch daran ist die Entwicklung erkennbar." Allerdings sieht der Trainer auch über den ein oder anderen Rückschlag nicht hinweg. Daraus ergebe sich die klare Zielsetzung für die Rückrunde: "Wir müssen mehr Konstanz in unsere Leistungen bekommen. Vor allem geht es darum, an der Stabilität im kollektiven Abwehrverhalten zu arbeiten. Wir müssen gemeinsam als Mannschaft besser verteidigen."

In Aplerbeck hatte Alen Terzic aus taktischen Erwägungen heraus mit Maximilian Borchmann einen zusätzlichen Defensivspieler in die Startelf beordert, "um so eine bessere Balance ins eigene Spiel zu bekommen und die Konterstärke des ASC in der Mitte zu kontrollieren". Zwangsläufig musste ein Offensivmann auf die Bank. Es traf Dominik Behrend, der dann aber nach seiner Einwechslung "mit sehr viel Power" ins Spiel gekommen sei. Das war auch der Plan. Terzic: "Wir wollten noch einmal einen neuen Akzent setzen. Das hat Apo nicht nur aufgrund seines Tores sehr gut umgesetzt."

Belohnung für Kruse und Borchmann

Mit Kerim Acil (für Sebastian Kruse) stand neben Borchmann ein weiterer Spieler nach längerer Pause in der Startelf. "Eine Belohnung für seine sehr guten Trainingsleistungen", wie Terzic begründete, "er hat seine Nominierung vollauf gerechtfertigt."

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