Fußball: Oberliga

Muhammed Acil: Müssen uns alle selbst hinterfragen

Dortmund - Muhammed Acil ist der große Rückhalt bei Oberligist FC Brünninghausen - und das, obwohl der Torwart in den vergangenen sechs Partie 20 Mal den Ball aus dem eigenen Tor holen musste. Schuldzuweisungen innerhalb der Mannschaft gibt es zwar nicht, es droht aber eine Saison im Mittelmaß. Das wollen alle Protagonisten vermeiden.

Muhammed Acil ist ein richtig guter Torwart, das hat er in der vergangenen Woche beim 3:1 gegen Westfalia Herne gerade erst wieder mit einem herausragenden Auftritt bestätigt. Und doch blieb die Nummer eins des Fußball-Oberligisten FC Brünninghausen in dieser Saison erst zweimal ohne Gegentreffer. Das macht deutlich, dass im Defensiv-Verhalten seiner Vorderleute einiges im Argen liegen muss.

Negative Tordifferenz

Nicht weniger als 32 Mal raschelte es bislang im Netz des Tabellenvierten - Tendenz steigend. Denn allein 20 Mal musste Acil in den letzten sechs Partien hinter sich greifen. Die Tordifferenz ist mit -2 mittlerweile sogar negativ. Nur dank ihrer hohen Offensivqualität gelang es den Jungs von Alen Terzic trotzdem, sich durchgängig im oberen Drittel der Liga zu bewegen.

Doch ohne eine Trendwende droht das von der Mannschaft anvisierte Ziel, diese Position in etwa zu halten, in weite Ferne zu rücken. Eine Frühjahrsrunde im Niemandsland? Darauf hat keiner am Hombruchsfeld Bock.

Selbstkritische Töne

Auch der weitestgehend ohne Fehl und Tadel auftretende "Mo" Acil stimmte nach dem 0:6-Debakel am Sonntag gegen Paderborn II selbstkritische Töne an: "Wir alle, und da schließe ich mich ein, müssen uns hinterfragen, ob wir auch an solchen Tagen immer alles gegeben haben. Es ist mein eigener Anspruch, die Mannschaft so lange wie möglich im Spiel zu halten. Aber das klappt natürlich nicht immer."

Gegenseitige Schuldzuweisungen gebe es innerhalb des Teams aber nicht. "Man darf jetzt auch nicht alles schlecht reden", mahnt Acil, "wir haben oft bewiesen, dass unser Spiel so funktioniert." Seine Hoffnung auf Besserung schöpft er aus den Erfahrungen der Vergangenheit: "Ähnliche Situationen hatten wir nach den beiden Spielen in Bielefeld erlebt. Die Reaktion nach dem 0:7 in der Vorsaison und dem 0:4 vor wenigen Wochen war jeweils positiv. Darauf setze ich auch jetzt."

Der Trainer ist Hoffnungsträger

Ein Hoffnungsträger sei auch der Trainer: "Alen Terzic ist für seine knallharte Analyse bekannt. Ich denke, er wird den Fokus in den nächsten Trainingstagen speziell auf das Defensivverhalten richten. Denn er sieht, woran es hakt, und wird mit uns alles akribisch aufarbeiten." Mit welchem Ergebnis, das werden die letzten Punktspiele des Jahres in Haltern und Aplerbeck zeigen.

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