Fußball: Oberliga Westfalen

ASC zittert sich zu "dreckigem" Sieg gegen Herne

Dortmund - Der Höhenflug des ASC 09 nimmt allmählich sensationelle Formen an. Mit dem 2:1 (2:0)-Erfolg über Westfalia Herne untermauerte die Mannschaft von Adrian Alipour ihren zweiten Tabellenplatz in der Oberliga Westfalen. Und doch war aus Sicht der Gastgeber beileibe nicht alles gut an diesem tristen und nasskalten ersten Dezember-Wochenende.

Richtig wehtun könnte ihnen die Rote Karte, die sich der bis dahin starke Kapitän Kevin Brümmer in der 66. Minute für eine Attacke an der Mittellinie einhandelte. Zudem ist Maurice Buckesfeld nach einer ebenso unnötigen fünften Gelben Karte am Sonntag gegen Ahlen ebenfalls zum Zusehen verurteilt.

Hitziges Duell

Es war ein hitziges, von vielen harten Zweikämpfen geprägtes und zunehmend hektisches Duell auf dem Kunstrasen des Emscherstadions, in dem die Grenzen des Erlaubten mehrfach überschritten wurden. Selbst nach Ablauf der fünfminütigen Nachspielzeit kochten die Emotionen angesichts mancher verbaler Entgleisung noch über. Am Ende durften die Aplerbecker zwar jubeln, doch müssen sie sich den Vorwurf gefallen lassen, in dieser brodelnden Atmosphäre keinen kühlen Kopf bewahrt zu haben.

Nach Gelb-Roten Karten für die Herner Damir Kurtovic (49.) und Maurice Kühn (55.) und einer zu diesem Zeitpunkt doppelten Überzahl hatte alles auf einen sicheren Sieg des ASC hingedeutet. Die Mannschaft lag vollauf verdient mit 2:0 vorne, weil die taktische Marschroute bis dahin komplett aufgegangen war. Die Westfalia hatte über weite Strecken zwar optische Vorteile, doch Aplerbeck stand hinten sicher und beeindruckte bei Ballbesitz durch ein überragendes Umschaltspiel. Mit bemerkenswerter Passgenauigkeit, gepaart mit hohem Tempo, rissen sie immer wieder Lücken in die Herner Abwehr und erzielten auf diese Weise auch die beiden Tore durch Ermias Simatos (9.) und Maximilian Podehl (18.).

Den Faden verloren

Warum Aplerbeck nach Brümmers Platzverweis den Faden verlor und nicht die Ruhe bewahrte, entschlüsselte später der Trainer. "Du musst mental immer auf der Höhe sein, frisch bleiben und aktiv das Spiel gestalten, das ist uns nicht mehr gelungen", analysierte Alipour treffend. Speziell nach dem Anschlusstreffer von Nico Thier (68.) mussten die Platzherren etliche bange Minuten überstehen. Der Ausgleich lag in der Luft - doch die Aplerbecker retteten den Vorsprung über die Zeit.

"Es war ein extrem dreckiger Sieg", mochte Alipour gar nichts beschönigen, "aber auch mal ein solches Spiel gewonnen zu haben, ist ganz wichtig für die Entwicklung dieser Mannschaft."

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