Fußball-Regionalliga

Abschiedstore statt Scuderi-Comeback: Sportlicher BVB-II-Abschluss beim 3:1 gegen Aachen

Der BVB II hat sich mit einem Sieg von seinen Fans verabschiedet. Vor 364 Zuschauern gab es drei schöne Tore und mehrere Abschiede. Doch das Comeback von Dario Scuderi gab es nicht.

Es war ein Tag des Abschieds vor 364 Zuschauern in der Roten Erde. Auf der Bank machte Alen Terzic sein letztes Spiel als Trainer der U23 und auch für die Spieler Beyhan Ametov, Dario Scuderi, Tim Sechelmann, Denzeil Boadu, Hüseyin Bulut und Philipp Hanke war es sehr wahrscheinlich der letzte Auftritt im schwarzgelben Trikot.

Scuderi bekommt seine Minuten nicht

Vor allem für Scuderi sollte es eigentlich ein besonderer Tag werden. Nachdem er in der vergangenen Woche in Mönchengladbach schon die Kadernominierung gefeiert hatte, war theoretisch alles vorbereitet für einen echten Pflichtspieleinsatz. Doch Scuderi bekam ihn nicht, blieb 90 Minuten auf der Bank.

Bei Luca Kilian (liebäugelt mit einem Wechsel nach Paderborn), Herbert Bockhorn (hat mehrere Angebote), Kempes Tekiela (zieht es ins Ausland) und Massimo Ornatelli (Vertrag läuft aus) wird sich in der Sommerpause entscheiden, wohin ihr Weg führt.

Das Personal: Es gab am letzten Spieltag keine Startelf-Spielereien von Trainer Alen Terzic, der zunächst den gleichen Spielern das Vertrauen schenkte, die schon den Punkt aus Mönchengladbach entführt hatten.

Die Aufstellung: Reckert - Hanke, Kilian, Rente, Bockhorn (70. Sechelmann) - Schwermann, Duman, Bulut - Boyamba, Rizzo (80. Ametov), Wanner (86. Baxmann)

Die Tore:

1:0 (9.): Joseph Boyamba erzielte mit der Leichtigkeit von 13 bereits erzielten Saisontoren und dem Wissen, dass es der letzte Spieltag ist, die Führung für den BVB II. Nach einem Übersteiger zog er vom linken Strafraumeck ab und traf genau ins rechte untere Eck.

2:0 (26.): Boyamba verteilte das erste Geschenk des Tages an einen Teamkollegen, dribbelte sich über links durch und bediente dann Philipp Hanke, der nur noch einschieben musste.

2:1 (32.): Aachen spielte auch mit. Nach einem Standard auf den zweiten Pfosten, den der BVB zunächst klären konnte, brachte Patrick Salata den Ball zurück in die Mitte auf den anderen zweiten Pfosten. Dort stieg Dimitry Imbongo am höchsten und nickte zum 2:1 ein.

3:1 (53.): Auch Hüseyin Bulut holte sich seinen Abschiedstreffer. Nach präzisem Zuspiel von Marco Rente saugte der Linksfuß den Ball an, drehte sich, zog seinem Gegenspieler davon und schloss mit rechts ins linke untere Eck ab.

Analyse: Zahlenmäßig war es wegen der parallelen Ansetzung zum Bundesliga-Finale ein Auswärtsspiel für den BVB II. Die Aachener hatten die Gegentribüne vereinnahmt, sangen allerdings ihr Standard-Repertoire und damit: "Vorwärts Schwarz-Gelb". Das ließen sich die Borussen in Schwarz und Gelb nicht zweimal sagen, hätten schon nach vier Minuten nach einer scharfen Wanner-Hereingabe durch Boyamba in Führung gehen können, doch der hob sich die Führung lieber für eine Einzelaktion fünf Minuten später auf.

Auch danach blieb der BVB gefährlich, schaffte es immer wieder, die erste Verteidigungslinie der Aachener zu überspielen und mit Taylan Duman oder Hüseyin Bulut auf deren Abwehrkette zuzulaufen. Duman war es auch, der den Aachener Keeper prüfte (19.), ehe Philipp Hanke zum Abschied das 2:0 erzielen durfte (26.). Und so hätte es bei bestem Fußballwetter weitergehen können, wenn die Aachener nicht nach einer Ecke den Anschlusstreffer erzielt hätten (32.). Denn danach verflachte die Partie ein wenig, Torchancen blieben bis zur Pause gänzlich aus.

In der zweiten Hälfte gab es zwar schnell die für das Ergebnis beruhigende Einzelaktion von Hüseyin Bulut (53.) und ein paar vereinzelte Torannäherungen, doch eigentlich warteten alle, die es mit dem BVB halten, nur noch auf die Einwechslung von Dario Scuderi. Doch als zunächst Tim Sechelmann, Beyhan Ametov und dann auch Jano Baxmann eingewechselt wurden, stiefelte Scuderi enttäuscht in die Kabine. Auswirkungen auf die Partie hatte das nicht mehr.

Spieler des Spiels: Joseph Boyamba. Als hätte es noch eines Beweises bedurft, dass er in dieser Saison der torgefährlichste BVB-II-Stürmer war, machte er erst das 1:0 selbst, bereitete Buluts 2:1 vor und setzte seine Teamkollegen danach noch des Öfteren in Szene.

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