Fußball-Regionalliga

Der BVB II feiert gegen den Wuppertaler SV den dritten Sieg in Serie

Es ist geschafft. Die Regionalliga-Partie Wuppertaler SV gegen den BVB II geht in die Wertung ein. Das ist den Teams bei zwei Versuchen in der Rückrunde noch nicht gelungen.

Im dritten Versuch ging alles glatt. Es regnete zwar aufs Stadion am Zoo, war aber kein derart intensives Unwetter, weswegen das Aufeinandertreffen zwischen dem Wuppertaler SV und der U23 von Borussia Dortmund beim ersten Mal direkt abgesagt und im zweiten Anlauf zügigst abgebrochen wurde. In 93 effektiv gespielten Minuten duellierten sich beide Mannschaften diesmal - mit besserem Ende für die Borussen, die mit 3:0 (1:0) gewannen und damit den dritten Erfolg in Serie feierten.

Im Vergleich zum beeindruckenden 9:2-Erfolg gegen den SV Straelen hatte Trainer Alen Terzic zwei personelle Anpassungen an seiner Aufstellung vorgenommen: Dominik Wanner fand sich auf der Bank wieder, Profi-Leihgabe Leonardo Balerdi war überhaupt nicht dabei. Dafür feierte Tim Sechelmann sein Startelfdebüt im 32. BVB-Pflichtspiel dieser Saison - und Julian Schwermann kehrte nach abgesessener Gelbsperre zurück.

Wie gegen Straelen, als die Borussia schon nach vier Minuten erstmals vor dem Tor erfolgreich war und später den höchsten Pflichtspielsieg ihrer Geschichte bejubeln durfte, gelang dem Tabellenfünften ein guter Start. 16 Minuten dauerte es, bis der BVB in Führung ging: Taylan Duman assistierte für Joseph Boyamba, der per Flachschuss das 1:0 erzielte. Sein nunmehr 13. Saisontreffer. Danach scheiterte erst Herbert Bockhorn am rechten Pfosten - und auch Luca Kilian verpasste es, aus rund acht Metern zu erhöhen.

Schwermann resümierte später, "dass wir wie auch schon in den zwei Spielen davor viele Torchancen herausspielen konnten - und mal die Null gehalten haben." Wenngleich mit Können und Glück. Denn auch dem WSV eröffneten sich Großchancen: BVB-Torwart Eric Oelschlägel, in diesem Kalenderjahr noch besser als im vergangenen, parierte in der ersten Halbzeit erst dreifach herausragend. Gegen Kevin Hagemann und Meik Kühnel mit der Hand (18., 31.), gegen Semir Saric im Eins-gegen-Eins-Duell per Fußabwehr (38.). In der zweiten Hälfte rettete Schwermann zweifach auf der Linie für seinen schon geschlagenen Keeper (59.) - und Hagemann traf das halbleere Tor nicht (78.).

Besser, effektiver war die Borussia. Mory Konate erhöhte nach Vorlage von Gianluca Rizzo und eigenem feinen Haken (51.). Und Dominik Wanner, kurz zuvor eingewechselt, schloss einen Konter per 20-Meter-Präzisionsschuss ab - das dritte und letzte BVB-Tor (69.). "In den richtigen Spielphasen", lobte Schwermann später, seien die Tore gemacht worden. Daraus entsprang der 15. Saisonsieg.

Ein weiterer Grund zur schwarzgelben Freude war zudem Dario Scuderi: 967 Tage nachdem er sich im Youth-League-Spiel gegen Legia Warschau einen doppelten Kreuzbandriss, Außenbandriss und Meniskusschaden zugezogen und ihm zeitweise die Unterschenkel-Amputation gedroht hatte, stand er wieder in einem Pflichtspielaufgebot. Zwar genehmigte ihm Terzic keine Einsatzzeit, Scuderi lief sich lediglich warm und war danach "ein wenig enttäuscht". Insgesamt aber überwog beim so leidgeprüften Abwehrspieler die Freude. "Total glücklich insgesamt", sei er. Über den Sieg einerseits - und andererseits, freilich, über seine so lang ersehnte Rückkehr.

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