Fußball-Westfalenliga

Konstant inskonstant: Dem BSV Schüren droht ein Abstiegsendspiel am letzten Spieltag

Wenn man sich beim BSV Schüren auf etwas verlassen kann, dann darauf, dass der Westfalenligist konstant inskonstant spielt. Welches Gesicht das Team gegen Meinerzhagen zeigt, ist offen.

Arthur Matlik hat erst es neulich wieder mal gesagt. Die einzige Konstante beim BSV Schüren sei die Inkonstanz, meinte der Trainer des Fußball-Westfalenligisten. Allein die Bilanz der vergangenen vier Spiele liest sich wie das ständige Auf und Ab einer Buckelpiste. Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage.

Immer dann, wenn man gerade meint, der BSV könnte sich aus der Abstiegszone verabschieden, folgt der nächste Rückschlag. Zuletzt beim 0:3 in Hassel. Und so muss der Tabellen-13. Schüren (24 Punkte) zwei Spieltage vor Saisonende noch immer um den Klassenerhalt bangen.

Ausgerechnet jetzt steht das Spiel gegen den fast sicheren Aufsteiger RSV Meinerzhagen an (So., 15.15 Uhr, Schürener Str. 47a, 44269 Dortmund). "Unsere Chance ist die, dass niemand etwas von uns erwartet", sagt Sascha Samulewicz, Torhüter beim BSV Schüren und vielleicht die zweite große Konstante in dieser Spielzeit.

"Sascha Samulewicz spielt eine herausragende Saison"

Der 33-Jährige spiele eine "herausragende Saison", hatte Matlik zuletzt nach der Partie in Hassel betont. Dass es nach 90 Minuten 0:3 stand, lag auch an Samulewicz. "Ohne ihn", so Matlik, "hätten wir höher verloren."

Auch Samulewicz hat die Inkonstanz als Ursache für die schlechte Saison ausgemacht. "Es soll keine Ausrede sein, aber wir mussten wegen personeller Probleme so oft umstellen, dass wir einfach keine vernünftige Stabilität reingebacht haben", sagt er. Abläufe konnten nicht automatisiert werden, dazu eine sich immer wieder verändernde Viererkette. "Auch für mich ist es eben einfacher, wenn ich mit meinen Vorderleuten eingespielt bin."

"Fußball wird im Kopf entschieden"

Und dann gibt es da eben noch eine Sache, die Samulewicz ausgemacht hat. "Fußball wird im Kopf entschieden", betont der Keeper. "Wenn wir ein Gegentor bekommen, bricht unsere Welt praktisch direkt zusammen." Bei 78 Gegentoren in 28 Spielen - 20 Mal kassierte der BSV dabei das 0:1 - ist es eigentlich kaum vorstellbar, dass in Schüren überhaupt noch irgendetwas steht, müsste die Welt doch längst in Schutt und Ache liegen.

Dass sie das nicht tut, liegt wohl in erster Linie an der immer noch "vorhandenen Qualität, die wir im Kader haben", so Samulewicz. Gerade offensiv ist das Team mit Eyüp Cosgun, Santiliano Braja oder Mohamed El Moudni gut besetzt. Und daher glaubt der 33-Jähriger auch weiterhin fest an den Klassenerhalt. Am liebsten schon mit einem Überraschungssieg gegen Meinerzhagen.

BSV will Endspiel in Lennestadt vermeiden

"Keiner erwartet, dass wir dort schön spielen. Mir reicht da auch gerne ein dreckiger Sieg." Zumal Samulewicz ohnehin keine allzu große Lust auf ein Endspiel beim direkten Konkurrenten FC Lennestadt (23 Punkte, am Sonntag beim Lüner SV) am letzten Spieltag verspürt. "Ich wäre ganz froh, wenn wir dort mit vier Punkten Vorsprung hinfahren."

Und dann gibt es da ja auch noch den SV Horst-Emscher, der sich heimlich, still und leise zurück ins Rennen um den Liga-Verbleib geschlichen hat. 22 Punkte weist der Tabellen-15. aktuell auf. Mit zwei Siegen in den abschließenden beiden Spielen in Erkenschwick und gegen Wanne-Eickel könnte sich das Team selbst noch direkt retten. Spannung ist also garantiert.

Den Druck ausblenden

Aber noch einmal zurück zur "Kopfsache", die Sascha Samulewicz angesprochen hatte. Angesichts der schwierigen Situation wäre es "vielleicht hilfreich, den Kopf mal auszustellen und sich keinen Druck zu machen", so der Keeper. "Nur geht das leider nicht so einfach. Denn wenn man etwas zu verlieren hat, spielt das immer eine Rolle."

Die Mannschaft hat es sich trotzdem vorgenommen. Man versuche, im Training gute Stimmung reinzukriegen, sagt Samulewicz. "Wir müssen uns einfach selbst vertrauen." Am besten schon am Sonntag gegen den RSV Meinerzhagen. Hält übrigens die Konstanz der Inkonstanz, wäre nach der Niederlage in Hassel jetzt wieder ein Sieg an der Reihe.

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