Fußball-Westfalenliga

Schürens "Helikopter" El Moudni trifft per Kopf - und wechselt bald zu einem alten Freund

Gelernter Stürmer ist Mohamed El Moudni nicht. Dennoch hat er zuletzt für den BSV Schüren im Kampf um den Klassenerhalt in der Westfalenliga dreimal spektakulär getroffen.

Mit seinem Dreierpack beim 4:2-Heimsieg gegen Iserlohn hat Mohamed El Moudni dem BSV Schüren am Wochenende weiterhin alle Chancen auf den Klassenerhalt aus eigener Kraft bewahrt. Dabei ist El Moudni nicht mal gelernter Stürmer, ist sonst eher auf der defensiven Außenbahn oder im Mittelfeld zuhause. "Seit drei Wochen werde ich allerdings vorne eingesetzt, weil unsere Stürmer entweder verletzt oder gesperrt waren. Und wenn du vorne so gute Leute hast wie wir, dann fällt es nicht so schwer, zu treffen."

"Ich kann ziemlich hoch springen"

Lob kam auch vom Mannschaftskollegen Eyüp Cosgun, der El Moudni liebevoll "Helikopter" nennt: "Die drei Tore von Mo waren überragend. Und dann macht er auch noch einen Treffer mit dem Kopf. Das kommt bei seiner Größer ja nicht ganz so häufig vor." Der Schütze nimmt es mit Humor: "Ich bin vielleicht nicht der Größte, aber ich kann ziemlich hoch springen."

Aber noch viel wichtiger als seine drei Tore sind für El Moudni die drei Punkte für den BSV: "Das war gegen Iserlohn ein sehr enges Spiel. Aber wir haben in allen Reihen eine richtig gute Leistung abgerufen. Das war letztlich der Schlüssel dafür, dass wir die drei Punkte geholt haben."

Auch Peter Seifert, Vorsitzender des BSV, war begeistert: "Sowohl menschlich als auch sportlich ist Mo ein Top-Typ. Ich habe mich riesig für ihn gefreut, dass er mit 35 Jahren noch drei Tore zum Sieg für uns geschossen hat. Der Sieg kann uns am Ende die Klasse halten und Mo hatte dann einen großen Anteil daran."

Kurs Klassenerhalt

Mit dem Sieg gegen Iserlohn sieht El Moudni den Klub auch wieder ganz klar auf Kurs Klassenerhalt. "Die Tendenz der letzten Spiele - ausgenommen die Niederlage gegen Kirchhörde im vorletzten Spiel - spricht klar für uns". Dazu kommt, dass Lennestadt, der unmittelbare Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt bereits ein Spiel mehr (28) gemacht hat, aber einen Punkt weniger (23) auf dem Konto hat als die Schürener.

Lennestadt hat am nächsten Wochenende spielfrei. Für Schüren ist das die Chance, mit einem Sieg bei YEG Hassel am Sonntag auf vier Punkte wegzuziehen. "Einfach wird das nicht in Hassel", sagt El Moudni. "Wichtig ist, dass wir da einen starken Start hinlegen. Für Hassel ist ja mit Blick auf die Tabelle die Saison gelaufen. Und oft ist es so, dass dann auch die Konzentration etwas nachlässt. Wir müssen da unseren vollen Einsatz bringen, damit der Gegner schnell die Lust am Fußballspielen verliert."

El Moudni geht nach Wickede

Ob El Moudni am Sonntag wieder im Sturm spielt und die Chance bekommt, sein Torkonto noch weiter aufzufüllen steht noch nicht fest. "Wie gesagt, einige Spieler kehren zurück ins Team. Aber wenn der Trainer mich wieder aufstellt und ich nochmal stürmen soll, dann tu ich das natürlich gerne."

Mitzuhelfen, dem BSV den Klassenerhalt zu sichern, ist dann aber auch El Moudnis letzte Aufgabe in Schüren. In der neuen Saison wird es das Trikot von Westfalia Wickede tragen. "Trotzdem muss ich sagen, dass Schüren für mich eine echte Herzensangelegenheit ist. Immerhin hab ich dreimal in meiner Zeit als Fußballer für den Verein gespielt."

Nochmal mit Anil Konya pöhlen

Der Wechsel zu Wickede kam vor allem durch die Aussicht zustande, nochmal aktiv mit einem alten Freund zusammenzuspielen. "Wir sind zusammen aufgewachsen, die Familien kennen sich. Und wir waren früher schonmal bei Hombruch und Eving. Und wollen das jetzt nochmal wiederholen. Ausschlaggebend war aber die Chance bei Wickede. Das ist nochmal eine Herausforderung."

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