Futsal

Sölder Mannschaft in Münster mit Bechern beworfen

Dortmund - Der VfR Sölde holte am Samstag in Münster gegen den neu gegründeten FSP Turbo Minden ein 4:4. Doch das Ergebnis gerät angesichts der Ereignisse dort in den Hintergrund. Minden mobilisierte seine Fans für das Spiel gegen Sölde - und die Zuschauer sorgten letztendlich dafür, dass das Spiel beinahe abgebrochen worden wäre.

Durchbeleidigt ist ein Wort, das es noch nicht in den Duden geschafft hat. Doch es bezeichnet genau das, was die Futsalmannschaft vom VfR Sölde am Samstag in Münster erlebte. "Vater beleidigt, Mutter beleidigt, alles unter der Gürtellinie", sagt Siegfried Müller vom VfR. Das sportliche Ergebnis - ein 4:4 gegen den neu gegründeten FSP Turbo Minden - geriet durch die Ereignisse beim Gemeinschaftsspieltag in Münster in den Hintergrund. Auch Plastikbecher flogen.

Erstes echtes Auswärtsspiel

Für das rein afghanische Sölder Futsalteam war es das erste echte Auswärtsspiel der Saison. Beim Ligastart vor zwei Wochen in Unna war der Weg noch nicht so weit. Die Mindener fuhren die 130 Kilometer nach Münster schon zum zweiten Mal - dieses Mal aber mit Unterstützung. Bei Facebook hatten sie für ihr Auswärtsspiel geworben und einen Bus organisiert: 30 Unterstützer nahmen das Angebot inklusive Getränkeflatrate in Anspruch - und das war das Problem.

"Die stiegen schon alkoholisiert aus dem Bus", sagt Müller. Trotzdem war "die Stimmung eigentlich super", erklärt Mindens Verantwortlicher Deniz Bärsch und schiebt entschuldigend hinterher: "Leider waren auch ein bis zwei Chaoten dabei." Die Zahl der Chaoten variiert je nach dem, wen man fragt.

"Sicherheit geht vor"

Fakt ist, dass nach zehn Minuten Spielzeit die ersten Plastikbecher in Richtung Sölder Bank flogen. Shawn Gläser, Schiedsrichter des SC Husen-Kurl und an diesem Tag in Münster verantwortlich für die Partie, sagt: "Da haben wir das erste Mal unterbrochen. In der zweiten Halbzeit ging es allerdings weiter." Gläser drohte, das Spiel abzubrechen. "Die Sicherheit der Spieler geht vor", sagt er. Die Lage beruhigte sich, um kurz darauf erneut zu eskalieren: "Daraufhin haben wir die Zuschauer der Halle verwiesen", sagt Gläser. So konnte das Spiel beendet werden.

"Eins ist aber klar", sagt Müller, der am 2. Dezember den ersten Sölder Heimspieltag in der Halle Hörde mit Mindener Beteiligung organisiert, "wenn die hier auftauchen, drücke ich denen erstmal die Hallenordnung in die Hand." Alkohol mit in die Halle zu nehmen, wie in Münster, ist nicht erlaubt.

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