Goethe-Gymnasium kämpft um Einzug ins Halbfinale

Dortmunder bei Schul-WM: Ab jetzt geht es um alles

Dortmund/Katar - Vier Spiele, vier Siege - mit dieser Statistik geht das Abenteuer Schul-WM in Katar für die Handballerinen des Dortmunder Goethe-Gymnasiums weiter. Am Montag stehen die Schülerinnen im Viertelfinale gegen Österreich. Für Trainerin Zuzana Porvaznikova ist klar: "Ab jetzt geht es für uns um alles." Doch die Voraussetzungen sind gut. Die Grundlage für den Einzug in die K.o.-Runde hat ihr Team an einem anstrengenden Wochenende gelegt.

Gleich dreimal mussten die Handballerinnen Samstag und Sonntag spielen - doch das ließen sie sich auf dem Spielfeld nicht anmerken. Deutlich gewannen sie am Samstagmorgen gegen die Auswahl Israels und fuhren damit - nach dem Auftaktsieg gegen Rumänien am Donnerstag - die nächsten Punkte ein. "Jeder hat seine Spielanteile bekommen und wir haben als Team sehr gut zusammengespielt", so Porvaznikovas Fazit nach dem 39:10 (14:4).

Noch ist Luft nach oben

Nach einem kurzen Mittagessen im Hotel ging es anschließend wieder zurück in die Halle, wo die Schülerinnen beim 40:26 (18:10) den zweiten Sieg des Tages gegen Bulgarien einfuhren. Richtig zufrieden war Porvaznikova trotzdem nicht. Zu viele leichte Gegentore kassierten die Dortmunderinnen, die immer wieder technische Fehler zeigten. "Im Angriff haben wir uns in der zweiten Halbzeit gesteigert, aber in der Abwehr ist noch Luft nach oben", sagt Porvaznikova.

Genau diese Verbesserung war auch nötig, um sich am Sonntag im letzten Vorrundenspiel gegen die Türkei das Viertelfinal-Ticket zu sichern. Gleich sieben Treffer erzielten Hannah Kriese und Anna Lena Hausherr beim 32:30 (17:11). "Am Ende war es ein Drama, weil wir gefühlt die Hälfte der Zeit in Unterzahl gespielt haben", erklärt Porvaznikova.

Becker drückt die Daumen

Weiter geht es am Montag gegen Österreich (11.30 Uhr/MEZ). Neben den Eltern auf der Tribüne drückt aber auch ein besonderer Fan den Mädchen die Daumen. "Alles Gute zum Viertelfinale bei der Schul-WM in Doha. Toi toi toi", sagt Tennis-Legende Boris Becker in einer Videonachricht an die Dortmunderinnen. Der Vater von Spielerin Mia Schmidtmann hatte ihn zuvor zum Düsseldorfer Flughafen gefahren. Vielleicht hilft die Extra-Motivation, damit das Abenteuer weitergeht.

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