Hagen, Derne und Barop in der 2. Basketball-Regionalliga

Alle wollen den Titel - aber wer will aufsteigen?

Dortmund - Vier Spieltage stehen noch auf dem Programm der zweiten Basketball-Regionalliga. Der TSV Hagen (30 Punkte), der SVD 49 Dortmund (28) und der TVE Barop (26) kämpfen um den Titelgewinn. Spannung ist bis zum letzten Spieltag garantiert, denn dann treffen der SVD und der TSV Hagen aufeinander. Noch spannender als die Titelfrage ist aber: Wer will am Ende überhaupt in die 1. Regionalliga aufsteigen?

Der aktuelle Tabellenführer TSV Hagen will es definitiv nicht. Das bestätigte deren Trainer Martin Miethling der Westfalenpost in Hagen. "Die 2. Regionalliga ist für uns genau die richtige Lücke", sagte er. Deshalb wolle der Klub im Erfolgsfall auf den Aufstieg verzichten.

Barop ganz diplomatisch

Und wie sieht es beim Tabellendritten TVE Barop aus? Da zeigt sich der stellvertretende Abteilungsleiter und Sportwart Christian Podszuk ganz diplomatisch. "Unser Mehrjahresplan sieht es eigentlich nicht vor, dass wir den Durchmarsch von der Oberliga in die 1. Regionalliga realisieren", sagt er. Das klingt erstmal nicht nach großer Euphorie. Podszuk stellt klar, dass der Sprung von der 2. in die 1. Regionalliga riesig wäre. Vor allem finanziell.

Da bleibt nur noch der Tabellenzweite SVD 49 Dortmund übrig. Abteilungsleiter Henrik Sojka schließt den möglichen Aufstieg nicht kategorisch aus. Der Klub befasse sich schon seit längerer Zeit mit dem Szenario 1. Regionalliga, habe schon Sponsorengespräche geführt und mögliche Neuzugänge angesprochen.

Wir schreien Hurra

"Wenn wir einen Großsponsor finden, schreien wir natürlich Hurra und gehen hoch. Aber das ist aktuell nicht der Fall", sagt der Abteilungsleiter. Es müsse sich auch etwas an den Strukturen innerhalb des Klubs ändern. "Es kann ja nicht alles an Gerd Gräf (Ehrenmitglied des Vorstandes; Anm. d. Red.) und mir hängen bleiben." 50.000 Euro müssten bereitstehen, um in der 1. Regionalliga konkurrenzfähig zu sein, 100.000 Euro, um oben mitzuspielen, rechnet Sojka vor. Der letztjährige Titelträger der 1. Regionalliga, die Baskets Schwelm, hatte offen kommuniziert, 200.000 Euro für den Aufstieg in die Hand genommen zu haben.

Sojka wird im Hintergrund weiter an der wirtschaftlichen Realisierung des Aufstiegs arbeiten. Im Vordergrund stehe jetzt erstmal das Sportliche. Der Klub will unbedingt im Endspurt Platz eins sichern, um am Ende nicht abhängig von der Absage Hagens zu sein. Denn bis zum 31. Mai hätte Hagen Zeit, den Startplatz für die 1. Regionalliga anzunehmen oder abzulehnen. Die Saison endet am 24. März.

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