34. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

In Dortmund unbesiegt: So bezwingt man den Lüner SV

DORTMUND - Seit zwei Jahren ist der Lüner SV auf Dortmunder Hallenboden ungeschlagen. Auch bei der 34. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft kassierte der LSV bislang noch keine Niederlage. Um jemanden zu finden, der weiß, wie man ihn bezwingt, muss man die Stadtgrenze verlassen.

Die Antwort auf die Frage, wie man den Lüner SV in der Halle besiegen kann, liegt unweit von Lanstrop auf der rechten Seite der Autobahn 2. Im kleinen Dörfchen Niederaden, hier leben etwa 2500 Menschen, darunter auch viele Anhänger des Turn und Sportverein Jugendbund Niederaden von 1911. Im Finale der Lüner Stadtmeisterschaft spielte der TuS Niederaden den Westfalenligisten streckenweise an die Wand, führte zwischendurch 4:0 und siegte am Ende mit 4:2.

Zwar trotzten Urania Lütgendortmund (2:2) und RW Germania (2:2) in der Vorrunde sowie der BSV Schüren in der Zwischenrunde (3:3) dem LSV jeweils ein Unentschieden ab, das Gefühl eines Sieges kennt seit der ersten Teilnahme im vergangenen Jahr aber kein Dortmunder Klub. Wie also hat der TuS Niederaden, der auf dem Feld in der Kreisliga A Unna/Hamm nur auf Rang 12 liegt, das geschafft?

LSV beliebt wie die Bayern

Wenn man den Niederadener Trainer Sascha Urban danach fragt, kommt er ins Schwärmen. Man merkt, dass der Finalsieg auch knapp vier Wochen danach noch präsent ist: "Wir haben die ganze Nacht gefeiert", sagt Urban. Dazu muss man wissen, dass der Lüner SV bei den anderen Klubs der Dortmunder Nachbarstadt in etwa so beliebt ist, wie der FC Bayern München bei BVB-Fans.

Dem ranghöchsten Verein der Stadt sagen sie eine gewisse Arroganz nach. "Wenn sie mit ihrer individuellen Klasse als Mannschaft auftreten, sind sie schwer zu schlagen", sagt Urban und meint: Im Finale gegen sein Team war das nicht der Fall. Die ganze Halle habe hinter dem Dorfklub gestanden. Ein Gefühl, dass den Lünern auch in Dortmund nicht unbekannt sein dürfte.

"Das ist Halle"

Trotzdem hätten sich die LSV-Spieler im Lüner Finale immer wieder mit Schiedsrichter-Entscheidungen aufgehalten. Sein Team habe dagegen stets die Ruhe bewahrt. "Viel Geduld, 100 Prozent Leidenschaft und dann schnell handeln: Das ist Halle", sagt Urban.

Taktisch habe seine Mannschaft wie eine Vier auf dem Würfel agiert. Die beiden Defensiven hätten sich immer wieder dem eigenen Torhüter angeboten, bis sich die Lücke zu einem der beiden Offensiven ergeben hätte. "Nach dem Pass ist sofort der andere Defensive nachgestoßen", erklärt Urban die Taktik, mit der sie den LSV niedergerungen hätten. Urban betont allerdings auch: "In der Halle ist immer auch Glück dabei. Wir hatten einfach einen sehr guten Tag."

Viele Abschlüsse gesucht

Einen mit sehr viel Bewegung, meint Urban: "Der Schlüssel war, dass wir nie gestanden haben, wir waren ständig in Bewegung, haben uns immer wieder angeboten." Zudem gelang Niederadens Fabian Kowalski, laut Urban "ein Zauberfuß", an jenem Tag alles. Und: "Wir wollten es unbedingt vermeiden, in Konter zu laufen und haben deshalb viele Abschlüsse gesucht."

Viel schießen, geduldig bleiben, beweglich sein und dann blitzschnell zuschlagen: Das Niederadener Rezept für einen Sieg gegen den Lüner SV sollten sich die beiden Dortmunder Bezirksligisten in der Gruppe 3 an die Kabinentür hängen. Der TuS Hannibal und der TuS Eichlinghofen werden am Freitag die Zuschauer in der Körnig-Halle im Rücken haben.

Ab dem Viertelfinale ist alles möglich

Denn ab dem Viertelfinale - das ist allen klar - ist wieder alles möglich für die Mannschaft von Mario Plechaty. Der hatte schon im Vorfeld des Turniers gesagt, dass die Buhrufe der Zuschauer seine Mannschaft im vergangenen Jahr angespornt hätten. Das Ergebnis ist allen Dortmunder Klubs bekannt.

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