34. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Heute geht?s los: Tag eins des Endrundenwochenendes

Dortmund - Die Stadtmeisterschaft biegt auf die Zielgerade ein. Heute steigt in der Helmut-Körnig-Halle der erste Tag der Endrunde. Wer qualifiziert sich fürs Viertelfinale am Samstag?

GRUPPE 1

Der FC Brünninghausen ist sich nach bislang überragenden Auftritten seiner Rolle als Gruppen-Favorit bewusst. Dennoch rechnet Trainer Alen Terzic mit einer schwierigen Aufgabe: "Schüren verfügt über eine super Mannschaft und ist für mich einer der Titelaspiranten. Und Huckarde wird als Underdog versuchen, eine Überraschung zu schaffen. Insgesamt wird das für uns eine große Herausforderung." Um im Rhythmus zu bleiben, wurden in dieser Woche zwei weitere Trainingseinheiten in der Halle absolviert. Der Kader könnte sich auf ein bis zwei Positionen verändern. So steht der aus dem Urlaub zurückgekehrte Mert Sahin als Alternative für die Defensive bereit.

Kalpakidis will umbauen

Definitiv umbauen wird Schürens Spielertrainer Dimitrios Kalpakidis, "denn es gab einige Dinge, die mir noch nicht so gefallen haben". Zudem fällt mit großer Wahrscheinlichkeit Sotirios Stratakis aus privaten Gründen aus. Dafür kehrt Michael Oscislawski nach auskurierter Mandelentzündung zurück. Ob Kalpakidis, der aufgrund einer Adduktorenzerrung acht Wochen pausieren musste, aufläuft, will er kurzfristig entscheiden: "Ich muss Sinn und Risiken abwägen. Vielleicht bin ich als neunter Mann dabei." Auch wenn sein Team nicht so eingespielt ist wie im Vorjahr, sei das Viertelfinale am Samstag auf jeden Fall das Ziel.

Vor seiner bereits elften (!) Endrunden-Teilnahme (sechsmal als Spieler, zum fünften Mal als Trainer) sieht sich Markus Gerstkamp mit Westfalia Huckarde trotz der hohen Qualität der Kontrahenten nicht chancenlos: "Wir fahren nicht da hin, um nur ein bisschen mitzuspielen, sondern wollen versuchen, an unseren starken ersten Zwischenrundentag anzuknüpfen. Wenn wir einen Traumtag erwischen und beim Gegner läuft es nicht so gut, ist in 20 Minuten vielleicht etwas möglich." Fraglich ist der Einsatz von Levent Gökcek: Er wurde am Dienstag Vater.

GRUPPE 2

Der Titelverteidiger Lüner SV geht in der Gruppe 2 als Favorit ins Rennen. Allerdings sind die starken Bezirksligisten TuS Hannibal und TuS Eichlinghofen durchaus in der Lage dem LSV ein Bein zu stellen. Lünens Sportlicher Leiter Hasan Kayabasi, der den im Urlaub weilenden Trainer Mario Plechaty vertritt, weist die Favoritenrolle aber weit von sich. "Wir haben in der Zwischenrunde mit unserer jungen Truppe positiv überrascht. Unser Kader ist nicht mehr so stark besetzt wie im Vorjahr, wir wollen zunächst den zweiten Tag erreichen", sagt Kayabasi. Der LSV muss auf die gesperrten Alihan Kurgan und Samet Akyüz verzichten. Dafür rückt Murat Büyükdere aus der Zweiten in den Kader. "Ich wünsche mir dass die Zuschauer in der Halle fair bleiben und unsere Mannschaft nicht auspfeifen", ergänzt Kayabasi.

Risse stapelt tief

"Wir spielen gegen zwei überragende Hallenteams und wollen uns so teuer wie möglich verkaufen", stapelt Eichlinghofens Trainer Marc Risse ebenfalls tief. Der TuS vertraut vor allem seiner starken Defensive um Mirnas Husic, Alessandro Desiderio und Torhüter Jan Keuntje. "Wir haben mehr erreicht als erwartet und gehen gut vorbereitet in die Endrunde. Außerdem werden wir von einer großen und vor allem lautstarken Fangemeinde unterstützt", ergänzt Risse.

Der TuS Hannibal will ein Novum der Vereinsgeschichte erreichen: "Wir nehmen jetzt zum dritten Mal an der Endrunde teil, bisher sind wir jeweils am ersten Tag ausgeschieden. Unser Wunsch ist es am zweiten Tag noch dabei zu sein", so Trainer Hamsa Berro. Er sieht sein Team in beiden Begegnungen nicht chancenlos. Für ihn ist Lünen Favorit der Gruppe. "Mit Eichlinghofen sehe ich uns auf Augenhöhe, auch wenn Patrick Kramer eventuell wegen einer Fußprellung fehlt" ergänzt Berro.

GRUPPE 3

Die Ligenzugehörigkeit spricht in der Gruppe 3 eine klare Sprache, die bisherige Form allerdings eine weniger deutliche. Die beiden Landesligisten Hombrucher SV und VfL Kemminghausen treffen auf den A-Kreisligisten TuS Bövinghausen - der bislang allerdings den souveränsten Hallenauftritt zeigte und noch kein Spiel verlor. "Auf dem Papier sind wir der Außenseiter, allein das Erreichen der Endrunde ist genug Grund zur Freude", zeigt sich TuS-Spielertrainer Sven Thormann jedoch bescheiden. Druck verspüren die Bövinghauser nicht. "Chancenlos sind wir aber auch nicht, wenn wir mit unseren Fans im Rücken zwei gute Spiele abliefern", ergänzt Thormann. Er hofft, mit unverändertem Kader die Angriffslust der Vorrunde mit der Defensivstärke der Zwischenrunde verbinden zu können. "Dann schauen wir, was passiert", sagt der Bövinghauser Trainer.

Änderungen im VfL-Kader

Der VfL Kemminghausen bereit sich auf die "wohl ausgeglichenste Gruppe" vor, wenn es nach Trainer Thomas Faust geht. "Hier kann wirklich jeder rausfliegen, Bövinghausen hat mehr als nur Kreisliga-Niveau", warnt der VfL-Coach. Sein Team müsse in beiden Spielen über volle 20 Minuten konzentriert und engagiert auftreten, auch wenn sich das Personal ein wenig verändert. Hendrik Schürmann und Felix Fälker verabschieden sich in den Urlaub. Wer nachrückt, entscheidet Faust nach den Einheiten in dieser Woche.

Markus Gerwien, Trainer des Hombrucher SV, formuliert klar, was er von seinen Mannen erwartet: "Nach zwei Minuten muss der Puls auf 185 sein, anders geht es in der Endrunde nicht", erklärt er. Auch der HSV-Coach spricht von einer ausgeglichenen Gruppe, in der sich sein Team auf die Stärken besinnen müsse. "Ich war nicht immer komplett zufrieden, nun hoffe ich auf eine Steigerung", sagt Gerwien. Er, aber auch die anderen beiden Trainer wissen: Wer den Freitag übersteht, trifft am Samstag mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Aplerbeck oder Wickede. Leichter wird es in keinem Falle.

GRUPPE 4

David muss gleich zwei Mal gegen Goliath ran. Anders lassen sich die Duelle zwischen dem Kreisligisten Urania Lütgendortmund, dem Oberligisten ASC 09 und dem Westfalenligisten Westfalia Wickede nicht beschreiben. ASC-Trainer Adrian Alipour will davon aber nichts hören: "Den Mannschaften, die in der Endrunde sind, ist es völlig egal in welcher Liga man spielt. Alle haben das Potenzial, den Samstag zu erreichen."

Alipour heiß auf Duell gegen Urania

Wickede-Coach Thomas Gerner, stimmt ihm zu: "Urania gilt es zu respektieren in der Gruppe - wir sind nicht nur auf den ASC fokussiert, sondern müssen uns auf beide Mannschaften gleichermaßen einstellen." Der Underdog aus Lütgendortmund will heute in der Körnig-Halle den Moment genießen und vielleicht für eine Überraschung sorgen. "Da muss schon alles passen an dem Tag. Mal gucken, was möglich ist", sagt Trainer Christian Franke. Insbesondere Alipour ist heiß auf das Duell gegen den A-Ligisten: "Ich freue mich total auf das Spiel gegen Urania, denn ich kenne Christian Franke und habe riesigen Respekt vor der Leistung, die sein Team bislang gezeigt hat." Verzichten muss der ASC in der Endrunde auf den gesperrten Marcel Münzel. Er wird von Silas Lennertz ersetzt, der unter der Woche wieder ins Training eingestiegen ist. Die Wickeder, bei denen sich Verteidiger Andreas Lüder mit fünf Toren in der Zwischenrunde in herausragender Form präsentierte, haben einige Blessuren zu bekämpfen. Unter anderem plagt sich Marcel Großkreutz mit Rückenproblemen herum und Kapitän Anil Konya hat sich unter der Woche im Training leicht gezerrt.

Gerner hofft auf eine rechtzeitige Rückkehr des Innenverteidiger-Duos zum Auftaktspiel gegen den ASC 09. Eben so bei Robin Dieckmann, der am zweiten Zwischenrundentag pausierte und unter der Woche nur spärlich mittrainieren konnte. Die Urania aus Lütgendortmund kann morgen aus dem Vollen schöpfen

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