34. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Stache: Das Spiel wird schneller und interessanter

Dortmund - Die neuen Regeln bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft haben für Umstellungen des Spiels gesorgt. Der Torhüter hat weniger Zeit, Zeitspiel in der letzten Minute ist unmöglich. Was Trainer, Torhüter und Schiedsrichter davon halten.

Ein höheres Spieltempo und weniger Zeitspiel hat sich der Fußballkreis Dortmund von den neuen Regeländerungen zur 34. Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft erwünscht - ein erstes Zwischenfazit nach den ersten beiden Vorrundentagen fällt sowohl bei den beteiligten Trainern und Spielern, als auch den Schiedsrichtern, durchaus positiv aus.

Sölde ist erster Nutznießer

Einen ersten Nutznießer des neuen Regelwerks gab es bereits am zweiten Tag der Vorrunde mit dem VfR Sölde. Durch das Anhalten der Zeit in der letzten Spielminute gelangen dem Bezirksligisten gegen den B-Ligisten SuS Derne noch drei Tore in der letzten Schlussminute, was dazu führte, dass der VfR wegen der besseren Tordifferenz vor Alemannia Scharnhorst als Tabellenerster in die Zwischenrunde eingezogen ist, ohne den Umweg über das Entscheidungsspiel der Gruppenzweiten nehmen zu müssen.

"Ich glaube bei knappen und sehr engen Spielen machen die neuen Regeln extrem viel Sinn, weil man dadurch das Zeitspiel unterbinden kann", gab der Sölder Trainer Maik Kortzak zu. Doch nicht nur dem Anhalten der Spielzeit in der letzten Minute konnte Kortzak positive Effekte auf das Spiel abgewinnen - auch die Vier-Sekunden Regel für die Torhüter sieht er als positiven Einfluss auf die Intensität des Spiels: "Das Spiel wird intensiver, man muss sich mehr bewegen, mehr Räume schaffen und mehr Angebote machen, damit der Torwart Möglichkeiten hat, Leute anzuspielen. Vorher konnte der Torhüter noch warten und sich die beste Situation raussuchen - jetzt muss er die erste Situation nehmen, das heißt für die Spieler und den Torwart ist einiges mehr Druck dabei."

Druck auf Torhüter

Diesen Druck hatte auch Torwart Patrick Stache von der SG Alemannia Scharnhorst, Tabellenführer der Kreisliga A, einige Male gespürt, wie er im Nachhinein erzählte: "Für den Torwart ist es halt kacke, wenn die Vorderleute sich nicht bewegen, da man den Ball dann unkontrolliert wegbolzen muss." Die Veränderungen auf die Spiele nahm Stache aber sehr positiv wahr. "Dem Spiel tut es gut. Es wird dadurch schneller und schneller", befand er.

Leon Broda, Torwart vom Oberligisten ASC 09, hatte zu Beginn noch leichte Startschwierigkeiten mit dem neuen Regelwerk. "Am Anfang war es halt etwas ungewohnt und schwierig. Man guckt dann auch nicht immer zum Schiedsrichter, um zu wissen wie lange man noch hat", musste Broda eingestehen. Trotzdem fällt das Resümee für ihn positiv aus: "Jetzt in der Vorrunde hat man es auf jeden Fall gut hingekriegt. Dadurch, dass der Torwart vor ein paar Jahren noch sehr weit raus durfte, konnte man sehr viel hin und her spielen. Mit den neuen Regeln ist es jetzt auf jeden Fall schneller und interessanter."

Schiedsrichter mit positivem Zwischenfazit

Auch für die Schiedsrichter waren die neuen Bestimmungen zu Beginn eine Umstellung, wie Timo Gansloweit zugeben musste: "Mit der Vier-Sekunden Regel muss man etwas reinkommen, da muss man immer auf dem Schirm haben den Torwart anzuzählen. Ab und an ist das erst verspätet oder gar nicht passiert, aber eigentlich hat die Umsetzung gut geklappt." Das neue Regelwerk ist für ihn aber ein Erfolg für den Hallenfußball, der den Schiedsrichtern auch den Job erleichtert. "Die Vier-Sekunden Regel wurde trotzdem gut umgesetzt und ist eine Errungenschaft, die dem Fußball in der Halle guttut. Auch das Abstoppen der Zeit ist für uns eine Riesen-Erleichterung, da kein Zeitspiel mehr betrieben werden kann und es so auch weniger Unsportlichkeiten so wie Zwei-Minuten-Strafen gibt. Das sorgt für weniger Hektik und lässt die Schlussphase für uns ruhiger werden", stellte auch Gansloweit den neuen Regeln ein positives Zwischenfazit aus.

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