Handball-Verbandsliga

28:22-Sieg gegen Hombruch: OSC ist die Nummer eins in Dortmund

Derbysieg, Nummer eins der Stadt und eine gelungene Verabschiedung für ein halbes Dutzend Spieler und Trainer Alexander Maystrenko. Der OSC schlägt am Freitagabend Westfalia Hombruch 28:22.

Als Julian Stumpf den letzten Siebenmeter der Hombrucher parierte, entlud sich schon wenige Minuten vor dem Ende die Freude bei allen OSC-Akteuren. 25:20-Führung und noch drei Minuten auf der Uhr bei der doppelter Unterzahl. Diese Parade war wichtig - und letzte brannte nichts mehr an.

"Ich bin absolut zufrieden. Einen schöneren Abschied, als einen Derbysieg im letzten Heimspiel kann man sich nicht wünschen", erklärte Trainer Alexander Maystrenko, der ebenso wie Torhüter Niklas Walter, Patrick Müller, Marc Bardischewski, Fabio Runkel, Mattis Kloppenburg und Ole Kähler zum letzten Mal eine Heimpartie mit dem OSC spielten. Eine kuriose, wohlgemerkt.

Eben kurios war, was die Zuschauer in der ersten Halbzeit erlebten. Mit 16:6 lagen die Hausherren zur Pause klar und deutlich auf der Siegerstraße. Dabei war es nicht der Angriff, der so glänzend aufspielte. Es war vor allem Niklas Walter, der Torhüter des OSC, der eine Vielzahl an Bällen parierte, den ersten Gegentreffer gar erst nach acht Minuten hinnehmen musste. "Niklas hat klasse gehalten, die ganze Abwehr hat einfach super gearbeitet", lobte Maystrenko.

Humberg hält seine Mannschaft im Spiel

Weil Walters Gegenüber im Tor, Kevin Humberg, aber eine ebenso starke erste Viertelstunde erwischte, hielt sich das Ergebnis bis dahin noch in Grenzen. Erst nach dem 4:2 (12.) entwickelte es sich in eine Richtung, die Hombruch-Coach Marc Lauritsch überhaupt nicht schmeckte.

Die Gastgeber profitierten von leichten Ballgewinnen und erspielten sich eine 7:0-Serie zum 11:2 (20.). Lauritschs wütende Ansage an die Spieler auf dem Feld, mit dem Zeigefinger Richtung Anzeigetafel "Guckt doch mal da oben hin!"

Da auch Humberg im Tor nicht mehr die Finger an die wichtigen Bälle bekam, tauschten die Gäste zwischen den Pfosten. Und Philipp Steinhauer verhinderte mit einigen Paraden, darunter einem gehaltenen Siebenmeter, noch Schlimmeres zur Pause. Dennoch zwar der Zug da schon quasi abgefahren. "Der Abstand war zu groß. Wir waren eine Halbzeit lang überhaupt nicht wach, nichts hat geklappt", urteilte Lauritsch hinterher.

Nach Wiederanpfiff glänzt Steinhauer

Doch dann wendete sich das Blatt doch noch, zumindest ein bisschen. Denn nach Wiederanpfiff war es plötzlich Steinhauer, der die großen Paraden im Tor zeigte, während der OSC geschlagene 17 Minuten nur drei Tore zustande brachte. Die Hombrucher schnupperten an der Überraschung, verkürzten gar auf 20:23 (55.).

"Sie haben ein wenig gewankt, sind aber nicht gefallen und haben verdient gewonnen", sagte Lauritsch. Und Maystrenko hatte eine Erklärung für die schwache zweite Halbzeit parat: "Ich denke, es war absolute Kopfsache. Dadurch hat die Konzentration und Ruhe in den Abschlüssen gefehlt." Doch am Ende reichte dem OSC eine sehr kuriose erste Halbzeit - weil die zweite nicht ganz so kurios war.

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