Handball-Verbandsliga

Westfalia Hombruch entzaubert den OSC Dortmund im Lokalduell

Der Aufsteiger entscheidet das Derby vor 400 Zuschauern nach tollem Schlussspurt gegen den Titelaspiranten völlig verdient mit 29:27 für sich.

Der Außenseiter zeigte dem Favoriten die Grenzen auf. Westfalia Hombruch entschied das mit Spannung erwartete Lokalderby am gestrigen Abend vor 400 Zuschauern in Renninghausen nach einer dramatischen Schlussphase mit 29:27 (11:14) völlig verdient für sich.

Während das Team von OSC-Trainer Alexander Maystrenko dadurch den Anschluss zum Spitzenreiter HSC Haltern/Sythen verlor, stellte die Sieben von Westfalia Coach Marc Lauritsch den Kontakt zum oberen Drittel her.

Die Partie wurde durch eine spektakuläre Flugeinlage von Ole Sasse eröffnet. Im Nachsetzen brachte er die Hausherren in Führung. Die weiteren Akzente in den nächsten Minuten setzte dann allerdings OSC-Schlussmann Julian Stumpf, der Westfalias Linksaußen Jannik Thüs den Zahn zog und zwei Siebenmeter von Sasse parierte. Damit legte er den Grundstock zum 4:2 für die Gäste.

Hombruch konnte zwar nochmals zum 4:4 ausgleichen, danach allerdings übernahm der Tabellenzweite mehr und mehr die Initiative. Die Abwehr zeigte sich gut eingestellt, entwickelte sich dank ihrer körperlichen Präsenz zu einem fast unüberwindlichen Hindernis. Die Westfalia fand vorübergehend kaum Lösungen.

Alexander Mazur dreht nach seiner Einwechslung auf

Und in der Offensive zeigte der mittlerweile eingewechselte Alexander Mazur aus dem Rückraum seine Durchschlagskraft. Er war maßgeblich am Ausbau der Führung auf 13:8 beteiligt. Erst gegen Ende der ersten Hälfte fand die Westfalia, vornehmlich durch Marcel Vogler besser ins Spiel, brachte sich Sekunden vor dem Seitenwechsel durch Rechtsaußen Tobias Böck mit 11:14 wieder heran.

Und das Team von Trainer Marc Lauritsch blieb auch nach dem Seitenwechsel am Ball. Es wurde eng, die Spannung nahm zu. Hombruchs Spielmacher Alex Müller lief warm, traf nach Belieben, so auch zum 18:19. Das Geschehen stand auf der Kippe. Doch der OSC brach nicht ein, konterte und erspielte sich bis zehn Minuten vor Ende wieder eine 24:21-Führung.

Die baute Nikita Maystrenko weiter aus. Die Vorentscheidung schien gefallen. Doch Hombruch ließ nicht locker, nutzte die OSC-Nachlässigkeiten und glich zum 25:25 aus. Zudem machte Torwart Benny Hoffmann seinen Laden dicht. Ansgar Heunmann brachte die Westfalia mit 26:25 in Führung. Den Rest besorgte Marcel Vogler. Die Überraschung war perfekt. Hombruchs Party konnte starten.

Hombruch: Humberg, B. Hoffmann; Schatten, Berghoff, Bothmann Vogler (9/2), Puttkammer, T. Sasse, Hobrock, Aßhoff, Heunemann (5), J. Sasse, O. Sasse (2), Thüs (3), Böck (4), Müller (6), Feldmann, LauberOSC: Stumpf, Walter; Trost (2), Bardischewski (2), Maystrenko (5/2), Lommel, Runkel (3), Kloppenburg (4), Mazur (7), Brauckmann (3), Neuser, Kähle (1)

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