Juniorenfußball Deutsche Meisterschaft

Borussia Dortmunds U19 schenkt Sieg im Derby gegen Schalke leichtfertig her

Borussia Dortmund hat den Sieg im Derby gegen Schalke 04 in der Nachspielzeit leichtfertig hergeschenkt. Im Hinspiel um den Einzug ins Finale um die Deutsche U19-Meisterschaft hieß es 2:2.

Das Tor zum Einzug ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft stand für die schwarzgelben U19-Talente schon ein Stück weit offen. Doch ein Leistungsabfall und Konzentrationsmängel in der Schlussphase kosteten die Elf von Trainer Benjamin Hoffmann am gestrigen Abend vor 5300 Zuschauern im Oberhausener Stadion Niederrhein den schon sicher geglaubten Sieg.

"Das wirft uns nicht um"

In der Nachspielzeit gelang den Schalkern der etwas schmeichelhafte Ausgleich zum 2:2 (1:1). Die Borussen schenkten eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am nächsten Montag um 18.45 Uhr im Stadion Rote Erde leichtfertig her.

"Das Ergebnis ist ärgerlich, wirft uns aber nicht um. Abgesehen von den letzten hektischen Minuten hat die Mannschaft kämpferisch und spielerisch überzeugt, sich durch die schwache Chancenverwertung aber nicht belohnt", resümierte Dortmunds Coach Benjamin Hoffmann.

Intensives Derby von Beginn an

Von Beginn an entwickelte sich zwischen den beiden Revierrivalen die erwartete intensive und mit viel Laufbereitschaft versehene Auseinandersetzung. Die Gastgeber verbuchten anfangs die etwas größeren Spielanteile, der BVB durch Robin Kehr und Emre Aydinel die besseren Chancen. Nach einer Viertelstunde pendelte sich das Geschehen ein.

Zwei Strafstoßentscheidungen bescherten die Höhepunkte bis zur Halbzeit. Erst wurde Dortmunds Alaa Bakir in der 21. Minute vom Schalker Schlussmann Erem Canpolat unstrittig von den Beinen geholt. Tobias Raschl scheiterte, konnte im Nachschuss aber doch noch zum 1:0 für die Schwarzgelben einschieben. Nicht ganz so eindeutig war das Vergehen von Borussias Kehr an Joselpho Barnes (37.). S04-Kapitän Görkem Can ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen, verwandelte sicher zum Ausgleich.

Im zweiten Abschnitt dann gewann der BVB gegen tief stehende Schalker immer mehr Kontrolle. Im Mittelfeld zogen Raschl und Patrick Osterhage, dessen Einsatz sich erst kurzfristig entschieden hatte, geschickt die Fäden. Die Defensive stand sicher, ließ nichts zu. Schalkes Jungstar Ahmed Kutucu blieb blass.

Aydinel trifft per Freistoß aus 25 Metern

Der wachsenden Überlegenheit drückte Emre Aydinel schließlich mit dem umjubelten 2:1 (62.) den Stempel auf. Nach einem Foul an Raschl zirkelte der Torjäger den Freistoß aus 25 Metern unhaltbar ins Schalker Gehäuse. Die Führung ging absolut in Ordnung. Der BVB hatte alles im Griff. Der dritte Treffer schien nur noch eine Frage der Zeit. Reda Khadra, kurz zuvor eingewechselt, traf nach schöner Einzelleitung nur den Pfosten. Doch dann kam alle ganz anders.

Schalke, in Hälfte zwei bis dahin ohne Möglichkeit und Zug zum Tor, setzte noch einmal alles auf eine Karte. Der BVB verlor nun unverständlicherweise etwas die Orientierung und wurde in der vierten Minute der Nachspielzeit geschockt.

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