VfL Kemminghausen

VfL Kemminghausen gewinnt Hoffnung im Abstiegskampf, verliert aber Torjäger Lmcademali

Dass der VfL Kemminghausen gegen den Tabellenführer der Landesliga FC Frohlinde etwas Zählbares mitnehmen würde, damit konnte niemand rechnen. Doch die Freude wurde deutlich getrübt.

Als der FC Frohlinde am Sonntag in Kemminghausen eintraf, waren die Erwartungen für Außenstehende recht eindeutig. Der Spitzenreiter der Fußball-Landesliga ging als haushoher Favorit in die Partie mit dem Tabellen-15. Alles andere als ein klarer Sieg Frohlindes fiele in die Kategorie "Riesen-Überraschung".

Bednarek sorgt für die Sensation

Doch am Ende kam alles doch ganz anders. Fast das komplette Spiel über blieb auf beiden Seiten die Null stehen, bis Markus Bednarek den VfL in der 87. Minute das Kemminghauser Siegtor schoss. Die Sensation war perfekt.

"Den Tabellenführer zu Hause ohne Gegentor zu schlagen, ist schon etwas Besonderes. Die Stimmung in der Kabine war super, das kann man sich ja vorstellen", sagte VfL-Kapitän Jonas Keimer am Tag danach.

Weniger überrascht vom Erfolg zeigte sich Reza Hassani. "Wir waren ja schon bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft und in der Vorbereitung ziemlich erfolgreich. Klar hatten wir gegen Frohlinde keine drei Punkte einkalkuliert, aber insgeheim hatten wir uns Hoffnung gemacht", sagte der VfL-Trainer. Nach dem guten Einstieg in die zweite Halbserie soll es mit neuer Motivation weitergehen.

In Euphorie verfallen will aber niemand. Und so ist Jonas Keimer bedacht, sich auf dem Sieg gegen Frohlinde nicht zu sehr auszuruhen: "Wir müssen jetzt einen kühlen Kopf bewahren, noch sind wir aus der heißen Zone nicht raus", sagte der Kapitän. Schließlich befindet sich der VfL auch nach dem Sieg immer noch auf einem Abstiegsplatz.

Es geht weiter um den Klassenerhalt

Coach und Kapitän sind sich einig, dass größere Ambitionen wie das einstige Saisonziel "Mittelfeldplatz" erst einmal vergessen werden müssen. "Das Hauptziel ist für uns am Ende der Saison, irgendwie über dem Strich zu landen", sagte Hassani. Die nötige Verbesserung, um den Klassenerhalt zu erreichen, habe er gegen Frohlinde gesehen: "Unser Wille und unsere Kampfbereitschaft waren am Sonntag brutal. Das ist die Einstellung, die in der Hinrunde gefehlt hat."

Dass das fast perfekte Wochenende aus Sicht des VfL Kemminghausen am Ende doch nicht ganz perfekt wurde, hatte einen einfachen Grund: Torjäger Mohamed Lmcademali, der bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft im Januar mit 28 Treffern zum neuen Rekordhalter avancierte, verließ den Platz verletzungsbedingt schon nach 26 Minuten. Am Montag folgte nun die Diagnose: Muskelfaserriss. Lmcademali wird mehrere Wochen ausfallen.

Mit neuer Hoffnung, aber ohne Torjäger "LMC" stellt sich der VfL nun direkt der nächsten Monsteraufgabe: Am heutigen Dienstag (20 Uhr, Schweizer Allee 29a, 44287 Dortmund) steht das Kreispokalduell gegen den Oberligisten ASC 09 an.

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