Leichtathletik

Weitsprung-Generalprobe für die DM in Dortmund

DORTMUND - Erst die Deutschen Meisterschaften in Dortmund, dann die WM in Birmingham und schließlich im August die Europameisterschaft in Berlin: Weitspringerin Alexandra Wester startet mit hohen Zielen ins neue Jahr und will gleich zum Saisonauftakt am Sonntag beim Indoor Meeting in Dortmund ganz nach oben aufs Treppchen springen.

"Ich habe im Training zuletzt alles auf den Kopf gestellt", sagt die 23-jährige Athletin vom ASV Köln und spricht von einer "180-Grad-Wende", die sie vollzogen habe. Konkret heißt das: Wester veränderte ihre Anlaufstruktur, stellte das Krafttraining um und legte den Fokus verstärkt auf Schnelligkeit. Alles ausgerichtet auf die Hallenweltmeisterschaft in Birmingham Anfang März. "Dort will ich meine beste Leistung bringen", sagt Wester, deren weitester Sprung bislang bei 6,95 Meter gemessen wurde. Langfristig, und daraus macht die 23-Jährige keinen Hehl, bleibe das erklärte Ziel ein Sprung über sieben Meter.

Starke Konkurrenz

So weit wird es am Sonntag in Dortmund wohl noch nicht gehen. Aber eine Einstiegsweite von über 6,50 Meter dürfe es schon sein, sagt die Weitspringerin. "Dann wäre ich happy." Ob ein solcher Sprung am Ende dann auch für Platz eins reichen wird, bleibt abzuwarten. Die Konkurrenz beim Indoor Meeting ist stark.

Malaika Mihambo (LG Kurpfalz), die im vergangenen Jahr lange mit Verletzungen zu kämpfen hatte und jetzt wieder fit ist, startete bei einem Hallen-Meeting in Mannheim mit einer Weite von 6,54 Meter ins EM-Jahr. "Meine Sprungkraft ist so gut wie nie", sagt die 23-Jährige. Favoritin auf den Titel dürfte aber die Dritte im Bunde sein: Sosthene Moguenara. Die 28-Jährige kehrte nach zwei Jahren beim SV Saar 05 Saarbrücken Ende des vergangenen Jahres zurück zum TV Wattenscheid 01, wo sie einst ihre Karriere begann. "Im Herzen war ich nicht richtig weg", erklärte Moguenara, die 2017 mit einer Weite von 7,16 Metern für Aufsehen gesorgt hatte. Es war der drittweiteste Satz einer deutschen Weitspringerin aller Zeiten.

An die Anlage gewöhnen

Alexandra Wester weiß um die Stärke ihrer Konkurrentinnen, gibt sich für den Sonntag aber selbstbewusst. "Malaika und Sosthene sind zwar super drauf, aber natürlich will ich in Dortmund gewinnen", sagt die 23-Jährige. Der Wettkampf verspreche "echten Nervenkitzel" - und dürfte ein erster Vorgeschmack auf die Deutschen Hallenmeisterschaften sein, die am 17. und 18. Februar an selber Stelle ebenfalls in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle stattfinden. Wester sieht das als durchaus positiven Nebeneffekt an. "Man kann sich schon mal an die Anlage gewöhnen", sagt die Athletin des ASV Köln.

Das Ziel bei den nationalen Meisterschaften hat sie klar formuliert. Der Titel soll es sein, sagt Wester, "natürlich". Und darüber hinaus die Qualifikation für die Hallen-Weltmeisterschaft in Birmingham (1. bis 4. März). Dann vielleicht ja mit einem Sprung über die sieben Meter.

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