Nico Wolters im Interview

Linksverteidiger des ASC 09: Bin nicht der Techniker

Dortmund - Nico Wolters (19) ist nicht der Lautsprecher im Erfolgsteam des ASC 09 Dortmund. Der Linksverteidiger des Oberliga-Spitzenreiters überzeugt lieber mit Einsatz auf dem Platz und konstant guten Leistungen. Im Interview schildert der 19-Jährige seine Erfahrungen.

Sie schwimmen mit dem ASC derzeit auf einer Erfolgswelle. War der Wechsel der richtige Schritt? Ja, besser hätte ich es nicht antreffen können. Dass ich mich nicht in den prominenten Jugendklubs durchgesetzt habe, lag an Hüftproblemen und anderen Verletzungen. So habe ich die Erfahrung gemacht, wie schnell eine Fußballer-Karriere beendet sein kann und lege Wert auf meine berufliche Ausbildung. Ich bin absolut glücklich.

Was macht Sie so glücklich? Ich habe mich noch nie in einem Verein so wohlgefühlt wie im ASC. Die Mannschaft ist super, der Verein und unser Trainer Adrian Alipour, der uns junge Spieler so fördert. Ich war von Anfang an, seit den ersten Gesprächen mit Samir Habibovic und Adrian Alipour, von der ASC-Philosophie überzeugt. Daher war der Wechsel eine logische Konsequenz.

Einige Beobachter dachten zu Beginn, Sie seien der Zwillingsbruder Ihres Vorgängers Claas Heinze. Optisch und fußballerisch. Zunächst zu Claas: Ich bin oft auf ihn angesprochen worden, kann darüber lachen. Da er ja offenbar ein guter Spieler war, ist auch da eine Ähnlichkeit nicht das Schlechteste.

Und wie lief die Integration? Die fiel mir leicht. Routiniers wie Kevin Brümmer, Marcel Münzel oder Philipp Rosenkranz unterstützen uns junge Spieler. Sie bauen uns auf, verpassen uns auch mal einen Einlauf.

Was macht Ihren Spielstil so erfolgreich? Ich weiß selbst, dass ich nicht der feinste Techniker bin. Dafür haben wir andere im Team. Was ich kann, ist kämpfen und laufen.

Warum ist das Team so erfolgreich? In erster Linie ist es der Zusammenhalt. Er macht Erfolge möglich. Wir sprechen alles an. Jeder rennt für jeden. Keiner fühlt sich angegriffen, die Mannschaft steht über allem. Dann passt auch die Mischung: Wir haben Edeltechniker wie Kevin Brümmer, Sprinter wie Ermias Simatos oder Kämpfer wie Philipp Rosenkranz.

Denken Sie an den Aufstieg? Nein, der ist aktuell kein Thema bei uns. Das wäre auch viel zu früh. Die Tabelle ist wegen der vielen Ausfälle auch total verzehrt. Wir denken nur an den nächsten Gegner. Am Donnerstag treten wir in Paderborn an.

Belasten Sie die vielen Englischen Wochen? Die Belastung ist schon höher. Das sagen die älteren Spieler auch. Durch die gute Trainingssteuerung kriegen wir das aber gut hin. Und gerade wir jüngeren Spieler können laufen. Ich komme damit gut klar.

Liebäugeln Sie doch noch mit dem Profibereich? Damit befasse ich mich nicht. Ich denke nicht in Jahren, sondern von Tag zu Tag. Wie erwähnt, ich musste ja selbst die Erfahrung machen, wie schnell Verletzungen einen zurückwerfen können. Ich bin glücklich in Aplerbeck. Daher habe ich auch aus voller Überzeugung meinen Vertrag verlängert.

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