Parkärger an der Schürener Straße

Anwohner ärgen sich über zugeparkte Gehwege

APLERBECK - Es braucht volle Aufmerksamkeit und ein bisschen Mut, um auf den Straßen von Alt-Schüren unterwegs zu sein. An der Schürener Straße / Am Remberg gilt das für alle Verkehrsteilnehmer. Und umso mehr für die Schwächeren. Eine Einschätzung der Probleme am Übergang von der B 236 in das Wohngebiet.

Zugeparkte GehwegeHorst Kortwittenborg lebt seit 28 Jahren in Schüren. Er ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Doch das Umfeld ist alles andere als barrierefrei. Es kommen sogar neue Barrieren dazu. Auf dem Gehweg direkt vor seiner Wohnung stehen regelmäßig große Autos. An manchen Stellen - ein Besuch vor Ort zeigt das - kommt Horst Kortwittenborg überhaupt nicht durch. "Ich weiche dann auf die Straße aus. Aber die meisten bleiben nicht stehen, die ziehen ihr Ding durch", sagt er.

An anderer Stelle führt der Weg nur durch Brennnesseln und Gestrüpp, will der Rollstuhlfahrer nicht an die Autos stoßen.

Andreas Baeslack, Ortsvereinsvorsitzender der SPD und der AWO, kennt viele ähnliche Beschwerden von älteren Menschen aus dem Stadtteil, aber auch von Familien. Dort, wo viele Eltern mit Kinderwagen zu einem Kinderarzt entlang müssen, gibt es ebenfalls das Problem der zugeparkten Gehwege.

Ein Parkverbot gibt es hier nicht. Allerdings legt die Straßenverkehrsordnung fest, dass ausreichend Platz auf dem Gehweg bleiben muss. Zuletzt hatte die Stadt Dortmund in vergleichbaren Fällen argumentiert, dass sie nicht aktiv werden könne, wenn nur eine schon geltende Regel zu bekräftigen sei. Andreas Baeslack sagt: "Wir können es nicht so belassen wie es ist. Hier muss ein Parkverbot hin."

Situation am KindergartenVor dem Kindergarten Nido in einer Gründerzeitvilla in der Straße Am Remberg ist es besonders unübersichtlich. Vor allem dann, wenn Autos (erlaubterweise) am Straßenrand parken. Das erzeugt eine Engstelle bei gleichzeitig oft schnellem Gegenverkehr aus Richtung B236-Abfahrt, schlechter Sicht durch eine Kurve und Busverkehr. Andreas Baeslack findet diese Situation bedenklich, vor allem, wenn Kinder mit ihren Erziehern hier die Straße überqueren müssen.

Der Schürener SPD-Bezirksvertrteter Wilhelm Rössig wird das Thema in die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Aplerbeck am 19. September (Dienstag) einbringen. Dort wurde die Situation schon mehrfach, zuletzt im November 2016 besprochen - damals gab es den Entschluss, abzuwarten. Gebessert habe sich nichts, eher das Gegenteil sei der Fall, meinen Baeslack und Rössig.

Der Abschluss des Ortstermins bietet beinahe den schrecklichen Beweis dafür. Zwei junge Fahrradfahrer machen einen Fehler, ein Auto schießt zwar zu schnell die Schürener Straße entlang, kann aber gerade noch rechtzeitig bremsen. Wehe, wenn die Aufmerksamkeit mal nachlässt.

Zusatzinfo:

Die Schürener Straße und die Parksituation war in der Vergangenheit immer wieder Thema in der poltitischen Debatte. Mehrere Bürger hatten etwa in der Einwohnerfragestunde ihre Sorgen ume Verkehrssicherheit hier ausgedrückt.

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