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Wonnemond (l.) geht am Sonntag unter Jockey Bayarsaikhan Ganbat in Dortmund an den Start.

Reitsport: Galopp

Smrczek mit Sieganwärter beim Preis der Wirtschaft

DORTMUND - Ein bisschen ist es immer wie nach Hause kommen – so beschreibt es der Düsseldorfer Galopptrainer Sascha Smrczek, wenn er mit seinen Pferden nach Dortmund kommt. Und der 45-Jährige bringt am Sonntag zum Großen Preis der Wirtschaft Wonnemond mit. Einen Sieganwärter.

„Wonnemond ist ein Traum von einem Pferd“, sagt Smrczek. Als Jährling hat er mit Besitzern aus der Pfalz den heute vierjährigen Wallach in Baden-Baden bei der Auktion ersteigert. Für schmale 9000 Euro. Nur drei Jahre und 13 Rennen später hat Wonnemond schon 141 000 Euro eingaloppiert. Ein wirklich lohnenswertes Investment.

Smrczek spricht bei Wonnemond nicht von einem Investment. Er spricht von einem tollen Pferd, das bisher noch nichts falsch gemacht habe. Sechs seiner 13 Rennen hat Wonnemond gewonnen, hat nur zweimal kein Geld verdient. Der vierjährige Wallach hat sich binnen kürzester Zeit zu einem der deutschen Topmeilern katapultiert. Zu einem Spitzenpferd in Rennen um die 1600 Meter.

150 Meter mehr

Zuletzt war der Wallach in einem Gruppe-II-Rennen über 1600 Meter in Baden-Baden Dritter. „Leider kam er da etwas zu spät auf Touren“, sagt Smrczek. In Dortmund (Rennweg 70) werden am Sonntag in dem Gruppe-III-Rennen 150 Meter mehr verlangt. „Das könnte Wonnemond entgegenkommen“, sagt der Coach.

Smrczek zog als 16-jähriger nach Dortmund, machte auf der Rennbahn seine Ausbildung, arbeitete später als Jockey und stieg 2001 hier ins Trainergeschäft ein, bevor er 2005 in Düsseldorf eine neue Trainingszentrale eröffnete und Dortmund verließ. 608 Rennen haben seine Pferde seit 2001 gewonnen.

"Der richtige Schritt"

„Das war der richtige Schritt damals, Dortmund zu verlassen“, erinnert sich Smrczek. In Dortmund hatte er eine überschaubare Anzahl an Pferden. In Düsseldorf bekam er immer mehr Pferde in seine Obhut, gehört heute zu Deutschlands Top-Ten-Trainern. 55 Vollblüter trainiert er aktuell. Es waren zwischenzeitlich sogar 85. „Die Anzahl der Besitzer in Deutschland wird immer geringer. Das merken wir Trainer natürlich.“

Smrczek ist vor allem dafür bekannt, im Ausland – vor allem in Frankreich – die richtigen und lukrativen Rennen für seine Pferde zu finden. Von den rund 7,5 Millionen Euro, die seine Vierbeiner seit 2001 eingaloppiert haben, kommen 3,8 Millionen Euro aus dem Ausland.

Starkes Feld

Sein aktueller Star im Stall ist Wonnemond, der Sonntag seinen siebten Erfolg anpeilt. Nennungsschluss ist der Donnerstag, aber es deutet sich ein starkes Feld für den Großen Preis der Wirtschaft an. Zehn Pferde sind bisher eingeschrieben, sieben davon mit Jockey. Nicht nur Wonnemond, auch Noor Al Hawa, der Vorjahreszweite aus dem Großen Preis der Wirtschaft.

Später gewann der vierjährige Schützling von Trainer Andreas Wöhler (Ravensberg) in Doha das Qatar-Derby und damit 264 000 Euro. Insgesamt 600 000 Euro hat Noor Al Hawa eingaloppiert. Er wird als Favorit an den Start gehen. Aber es wäre keine Überraschung, wenn für Wonnemond die Sterne aufgehen. Für Smrczek wäre das ein gefühlter Heimsieg.

Der Große Preis der Wirtschaft ist neben dem St. leger der zweite Höhepunkt im Rennkalender des Dortmunder Rennvereins. Das Rennen ist mit insgesamt 55 000 Euro dotiert. Allein 32 000 Euro erhält der Sieger. Der Renntag am Sonntag beginnt um 13.30 Uhr. Insgesamt neun Rennen sind in Planung. Bis gestern lagen 87 Meldungen vor. Eine gute Zahl.

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