Scharnhorst vor dem Aufstieg

Der erste Schritt Richtung Bezirksliga ist getan

Dortmund - Fußball-Kreisligist Alemannia Scharnhorst besiegt Germania mit 2:1. Jetzt trifft die Alemannia in der Relegation zur Bezirksliga auf den TSC Kamen, das um einen verstorbenen Spieler trauert.

Durch einen glücklichen 2:1-Erfolg wahrte Alemannia Scharnhorst seine Chancen auf den Aufstieg in die Bezirksliga. RW Germania scheiterte zum zweiten Mal in Serie in der Relegation der Tabellenzweiten der Fußball-Kreisliga A. Die Scharnhorster müssen nun gegen den TSC Kamen noch zwei Spiele bestreiten. Der Sieger dieser beiden Spiele sichert sich den Bezirksliga-Aufstieg.

Trauer in Kamen

Doch den Kamenern ist kaum nach Fußball zumute, sie betrauern den überraschenden Tod ihres Spielers Fatih Dündar, der nach dem Aufstiegsspiel gegen IG Bönen (2:3 n.V.) nach Hause fuhr, dort zusammenbrach und später im Krankenhaus im Alter von nur 26 Jahren verstarb.

Angesetzt waren die beiden Spiele zunächst für Freitag und Sonntag kommender Woche. Kamens Vorsitzender Oktay Sönmez erklärte allerdings gegenüber dem Westfälischen Anzeiger, er könne sich nicht vorstellen, bereits am Donnerstag wieder zu spielen. Am Freitagnachmittag einigten sich dann der Staffelleiter und die beiden Vereine darauf, das Hinspiel am Freitag, 19 Uhr, in Kamen auszutragen. Das Rückspiel findet dann am Sonntag um 15 Uhr in Scharnhorst statt.

Flotter Beginn

In der der Partie der beiden Dortmunder Teams sahen am Donnerstag in Barop mehr als 500 Zuschauer einen flotten Beginn beider Teams. Alemannias Halil Akarsu traf nach drei Minuten den Pfosten. Allerdings wurde die Aktion wegen einer Abseitsstellung abgepfiffen. Akarsu vergab in der 30. Minute dann die größte Möglichkeit zur Scharnhorster Führung. Nach einem feinen Rückpass von Mathias Bergner verfehlte er aus elf Metern das Tor deutlich. In der zweiten Hälfte gingen die Rot-Weißen nach einer Standardsituation in Führung. Eine Ecke von Fabian Ostrowski köpfte Raphael Meißner zum 1:0 ein (48.).

Ein Handelfmeter, der vom Scharnhorster Patrick Wedemann souverän verwandelt wurde, sorgte für den 1:1-Ausgleich. Vorausgegangen war ein vermeintliches Handspiel eines Germania-Akteurs, das von Schiedsrichter Andreas Braun mit Strafstoß geahndet wurde (64.). "Der Elfer war eine Frechheit und hat das Spiel kippen lassen. Uns hat das nötige Glück gefehlt", ärgerte sich RW-Trainer Frank Eigenwillig.

Ausgleich wie aus dem Nichts

Nur sechs Minuten nach dem Ausgleich fiel der Siegtreffer der Alemannia wie aus dem Nichts: Halil Akarsu fand keine Anspielstation und hielt aus fast 40 Metern einfach mal drauf. Zum Entsetzen von Germania-Torhüter Fabian Leppert senkte sich der Ball zum 2:1 für die Alemannia ins Tor.

In der Schlussphase setzten die Rot-Weißen alles auf eine Karte. Nach einer Flanke von Eduard Sprenger wollte Heinrich Wottschel den Ball mit der Hacke ins Tor bugsieren, statt ihn einfach über die Linie zu schieben (81.). Weil er sich dabei den Ball an den eigenen Fuß schoss, durfte am Ende die Alemannia jubeln.

Wedemann: "Etwas bessere Tagesform"

Der Scharnhorster Fatih Kekic wurde in der Nachspielzeit noch mit Rot des Feldes verwiesen. "Hut ab vor der Leistung meiner Mannschaft, die nach dem 0:1 zurück gekommen ist. Wir hatten die etwas bessere Tagesform", freute sich Alemannias Trainer Markus Wedemann.

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