BSV Schüren

Kalpakidis lässt die jungen Wilden von der Leine

Dortmund - Der BSV Schüren hat sich drastisch verjüngt. Dortmunds Aufsteiger in die Fußball-Westfalenliga startet mit elf Neuen in die Vorbereitung. Grün hinter den Ohren sind diese aber nicht.

Der Anblick war doch eher ungewohnt, als Dimitrios Kalpakidis am Sonntag für die Mannschaftsbilder nicht im grünen Trikot erschien. Aus dem Spielertrainer des Landesligisten BSV Schüren ist ein reiner Coach des Westfalenligisten BSV Schüren geworden. In der neuen Liga gibt es die Kommandos nun also von der Seitenlinie.

Elf neue Spieler

"Es hat sich ja kaum was getan", scherzte Kalpakidis in die Runde, als sich die Neuzugänge für ein Foto zusammenstellten. Elf Akteure sind neu, eine ganze Mannschaft also. Dabei sind mit Haris Balihodzic, Alex Schwarz, Martin Striewski, Sundi Gomes und eben Kalpakidis nur fünf Kräfte aus dem Vorjahreskader verschwunden.

Wohin die neue Zusammenstellung führen soll, wird aber schnell klar: "Durch die Abgänge von Sundi und mir ist der Altersdurchschnitt gleich um ein paar Jahre gesunken", sagte Kalpakidis. Dafür hat der Coach viel junges Blut in die Mannschaft gebracht: Bünyamin Ringe, Yannik Benz, Hüzeyfe Güreser, Lukas Meyer, Martin Merkel und Valentin dos Santos kommen allesamt aus dem A-Junioren-Bereich, viele wurden beim Hombrucher SV ausgebildet.

Vorfreudiger Kalpakidis

"Wir galten ja immer als Altherrenteam, das wollten wir nun ändern. Wir haben gute Talente geholt und ich freue mich auf die jungen Bengel", erklärte Kalpakidis, und schob hinterher: "Ich bin gespannt, wer den Schritt in den Seniorenbereich am besten schafft."

Gänzlich grün hinter den Ohren - wenngleich es zum Schürener Dress passen würde - sind aber nicht alle Neuzugänge beim BSV. Torhüter Robin Siebert und Amadeus Piontek lieferten sich noch im Vorjahr als Spieler von Mengede 08/20 zwei packende Landesliga-Derbys mit den Schürenern.

Erfahrung aus der Westfalenliga

Christopher Herwig hat mit Westfalia Wickede sogar schon auf dem neuen Schürener Terrain in der Westfalenliga Erfahrung gesammelt. Hinzu kommen Niklas Scherff vom SC Hennen und Zivko Radojcic, Bruder des BSV-Mittelfeldmanns Pjer Radojcic, die ebenfalls schon einige Seniorenspiele auf dem Buckel haben.

Mit dem Training am Sonntag fiel nun der Startschuss für die Kalpakidis-Elf. "Vorher sollten die Jungs einfach mal genießen, jetzt nutzen wir die Vorbereitung", gibt der Coach die Richtung vor. "Wichtig wird sein, dass sich jetzt eine passende Hierarchie herausbildet und Harmonie im Teamgefüge entsteht."

Viele lernwillige Kräfte

Die Vorfreude auf die sechste Liga ist schon jetzt spürbar. "Unser Kader ist stark genug für diese Liga. Aber den Jungs muss auch klar sein, dass man einen Fehlstart nicht so leicht wettmachen kann, wie noch in der Landesliga." Mit den vielen jungen Talenten hat Kalpakidis aber nun ohnehin viele lernwillige Kräfte im Kader.

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