Sportler des Jahres

Dortmunder Kandidaten auf glattem Parkett unterwegs

DORTMUND - Dortmund sucht seit einigen Tagen seine "Sportler des Jahres 2017". Einige unserer Kandidaten ließen am Wochenende erneut aufhorchen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die nominierten Kandidaten und stimmen Sie ab!

Abgestimmt werden kann bis zum 14. Januar 2018

Eine besondere Auszeichnung erhielten zum Beispiel die Ruderer des Deutschland-Achters, die als erste deutsche Herren-Mannschaft in London vom Weltruderverband den FISA-Award "Male Crew of the Year" verliehen bekamen. Team-Routinier Richard Schmidt war stolz: "Es ist eine sehr große Ehre, den Preis zu bekommen. Das gab es ja noch nie, dass eine Achter-Mannschaft den Award erhalten hat. Das ist eine große Wertschätzung unserer Leistungen. Darauf können wir stolz sein, dürfen uns darauf aber nicht ausruhen."

Weber glänzt im Eiskanal

Während die Riemen-Recken im feinen Zwirn ihre Auszeichnungen entgegennahmen, feierte Bob-Anschieber Christopher Weber am Wochenende in Winterberg im engen Sportdress. Es war ein verrücktes Wochenende im Eiskanal. Der Anschieber von Johannes Lochner landete am Samstag im Zweier nur auf Platz 16. Zweimal patzte Lochner beim Start: "Im ersten Lauf bin ich beim Einstieg ausgerutscht, im zweiten war der Einstieg besser, doch dann war das Lenkseil weg."

Viel besser lief es am Sonntag im Viererbob. Hier gewann Christopher Weber im Bob von Lochner. Nach dem ersten Lauf lag das Team schon auf Rang eins, der im zweiten souverän verteidigt wurde. Im zweiten Lauf explodierte das Team förmlich am Start. 5,06 Sekunden war die zweitschnellste Tagesbestzeit. Das Team liegt damit weiter an der Spitze der Weltcupwertung.

"Der Samstag war natürlich eine Katastrophe, umso geiler war der Sonntag. Wir sind mit der schnellsten Abgang-Geschwindigkeit in die erste Kurve gegangen. Das war schon ein richtiges Ausrufezeichen Richtung Olympia", sagte Weber, der jetzt weiterreist nach Innsbruck. Am 22. Dezember fällt für die Bob-Crews die Entscheidung über die Olympia-Fahrkarten.

Rückschlag für Müller/Dieck

Auf dem glatten Parkett war auch Dortmunds Eistanz-Paar Katharina Müller/Tim Dieck am Wochenende unterwegs, bei der 50. Auflage des "Golden Spin of Zagreb" ging es um weitere Punkte für die Olympia-Qualifikation. Nach starkem Kurzprogramm zu Samba-Rhythmen, das Müller/Dieck auf den siebten Platz unter 19 Paaren brachte, wurde ihre "Bodyguard"-Kür vom Preisgericht nur mit der zwölftbesten Wertung bedacht, in der Endabrechnung stand der elfte Platz.

Zusätzlich ärgerlich: Ihre nationalen Konkurrenten um das einzige Pyeongchang-Ticket, Kavita Lorenz/Joti Polizoakis, wurden in beiden Kategorien Zehnte, und am Ende stand für sie in Warschau Rang neun, allerdings nur hauchdünne 1,4 Punkte vor den zweifachen deutschen Vizemeistern aus Dortmund. Am nächsten Wochenende kommt es in Frankfurt am Main bei den "Deutschen" zum finalen Countdown der Paare zwischen den amtierenden Meistern und ihren Herausforderern von der Strobelallee.

Drei Mal Dortmund für NRW

Drei Kandidaten unserer Sportlerwahl sind auch nominiert für die Wahl zum NRW-Sportler, dort werden am Freitag in Düsseldorf die Preisträger gekürt. Eine Kandidatin für den "Felix" ist Sprint-Königin Gina Lückenkemper, die im vergangenen Jahr auch in Dortmund die Trophäe absahnte. Auch wenn die 21-Jährige inzwischen ihren Wechsel zu Bayer Leverkusen bekanntgegeben hat - ihren größten Erfolg (10,95 Sekunden über 100 Meter bei der WM in London) errang sie noch im Trikot der LG Olympia Dortmund.

Der Deutschland-Achter ist in der Kategorie "Mannschaft des Jahres" nominiert, und bei den Behindertensportlern erhofft sich Paralympics-Sieger Hans-Peter Durst, der in diesem Jahr im Paracycling die WM-Titel im Zeitfahren und auf der Straße holte, den Sprung aufs Felix-Podium.

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