Tischtennis

Dortmunds Doppelkönig holt erneut Bronze bei den Deutschen Tischtennis-Meisterschaften

Neuer Partner, gleiches Ergebnis: BVB-Spieler Erik Bottroff bringt von den Deutschen Tischtennis-Meisterschaften eine Medaille mit. Die hat er zwar schon viermal zu Hause, freute sich aber trotzdem.

"Sehr müde und sehr gut gelaunt" kam Erik Bottroff aus Wetzlar zurück, im Gepäck eine Bronzemedaille im Doppel. Es ist bereits seine fünfte. 2010, 2013, 2016 und 2018 hatte er bei den Deutschen Tischtennis-Meisterschaften schon den dritten Platz belegt, und auch dieses Jahr endete das Turnier für ihn im Halbfinale. "Die ersten Male war das noch etwas besonderer, aber ich freue mich natürlich trotzdem jedes Mal wieder", erzählt Bottroff als er zurück in Dortmund ist. Nur ein ganz kleiner Teil von ihm hätte gerne mal mehr als Bronze gehabt.

Aus im Halbfinale

Nach starken Partien gegen Julian Mohr und Jens Schabacker im Achtelfinale (3:0) und gegen Jannik Xu und Heye Köpke im Viertelfinale (3:1), war das Halbfinale gegen die Favoriten und späteren Deutschen Meister Dang Qiu und Benedikt Duda (1:3) für Bottroff und seinen Partner Alexander Flemming zu viel.

Ihr Ziel hat das Duo damit aber erreicht: "Man hatte uns vorher an fünfte Stelle gesetzt, den dritten Platz wollten wir aber mindestens erreichen", fasst Bottroff zusammen. Im Einzelwettbewerb lief es für ihn dafür nicht ganz wie verhofft, im Achtelfinale schied die Nummer eins des BVB gegen Kilian Ort vom Erstligisten TSV Bad Königshofen aus.

Das "DDR-Doppel"

"Eine Runde mehr hätte ich da eigentlich gerne rausgeholt", sagt er später, nimmt das Ganze aber gelassen: "Das ist ab dem Achtelfinale schon eine ganz andere Hausnummer, wenn man gegen Nationalspieler ran muss." Außerdem ist Bottroff mittlerweile so etwas wie ein Doppelspezialist geworden. "Im Doppel muss man sich nicht so viel bewegen und man weiß - zumindest bei den ersten Bällen - genau wo man den Ball hinbekommt", erklärt er seine Affinität zum Zwei-gegen-Zwei-Wettbewerb.

Bottroff spielte auch im Mixed: Zusammen mit der erst 15-Jährigen Leonie Berger:

Auch an der Seite seines neuen Mitstreiters - Bottroff und Flemming traten in Wetzlar erstmals zusammen an - konnte der gebürtige Wittenberger in seiner Paradedisziplin glänzen. "Wir haben uns direkt gut verstanden, und erfolgreich waren wir am Ende ja auch", freut sich Bottroff, dass die Chemie stimmte.

"Ein DDR-Doppel"

So ganz unbekannt waren sich die beiden Zweitligisten aber nicht. "Wir sind ja beide gebürtige Ossis, und wir haben auch schon in unserer Jugend zusammen in einer Trainingsgruppe in Leipzig gespielt", erinnert sich Bottroff. Und obwohl die beiden mittlerweile in Dortmund und im Bayrischen Hilpoltstein - also fast 500 Kilometer entfernt von einander - ihre jeweilige Vereinskarriere fortführen, blieben sie in Kontakt. "Dann haben wir für Wetzlar überlegt, uns mal zusammenzutun - ein DDR-Doppel quasi", lacht er.

Auch im nächsten Jahr, bei den 88. Deutschen Meisterschaften, will das dynamische Duo wieder zusammen angreifen: "In Chemnitz wollen wir dann Silber holen, das haben wir noch während der Siegerehrung entschieden", erzählt Bottroff.

"Es fühlrt sich besonders an"

Das wäre wohl die eine Sache, die die Erfahrung für ihn noch schöner machen könnte, alles in allem ist Erik Bottroff von dem Turnier in Wetzlar aber begeistert: "Die Stimmung und Atmosphäre war unglaublich positiv, noch besser als zum Beispiel letztes Jahr in Berlin. Die Deutsche Meisterschaft vor 10.000 Zuschauern fühlt sich einfach besonders an."

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