ASC verliert Topspiel in Kaan-Marienborn

Für Aplerbeck ist es eine verschmerzbare Niederlage

Kaan-Marienborn - Der ASC 09 Dortmund verliert mit 1:2 (1:0) in Kaan-Marienborn, hat im Aufstiegskampf der Oberliga Westfalen aber nach wie vor alle Fäden selbst in der Hand.

Es musste irgendwann passieren, und es geschah am Sonntagnachmittag vor 397 Zuschauern in der Herkules-Arena von Kaan-Marienborn. Nach elf Spielen ohne Niederlage hat der ASC 09 mit dem 1:2 (1:0) beim gastgebenden 1. FC in der Oberliga mal wieder ein Spiel verloren. Für die Spannung im Aufstiegskampf ist das ein Gewinn, für die Nerven der ASC-Fans sicher nicht. Mit einem Sieg im Breitenbachtal hätte der ASC neun Punkte Vorsprung auf den Zweiten gehabt.

Adrian Alipour blieb nach der knappen Niederlage entspannt. "Dadurch ändert sich für uns nichts", sagte der ASC-Trainer, "wir spielen immer noch eine unfassbare Saison und können ja nicht davon ausgehen, dass wir jedes Spiel gewinnen." Natürlich sei die Enttäuschung groß, "aber morgen werden wir den Fokus schon wieder auf das Spiel am Mittwoch richten." Dann steht das nächste Topspiel, dieses Mal bei der Hammer Spielvereinigung (Mittwoch, 19 Uhr) an. Es dürfte wieder ein enges Duell werden, wie es das auch in Kaan-Marienborn war.

Viel Mittelfeldgeplänkel

Zu Beginn spielte sich das Topspiel zwischen dem Tabellenführer und dem direkten Verfolger ausschließlich im Mittelfeld ab. Sinnbildlich dafür waren die ersten beiden Chancen für beide Teams jeweils Fernschüsse von Pierre Szymaniak und Daniel Waldrich, die das Tor knapp verfehlten. Doch als die Phase des Abtastens nach 15 Minuten endete, merkte man, wer in diesem Spiel mehr unter Druck stand, weil er den Atem der Verfolger im Nacken spürte: Die Käner näherten sich mit mehr Nachdruck dem ASC-Tor an als umgekehrt.

Vor allem der überall zu findende Waldrich sorgte für Gefahr. "Für ihn habe ich in diesem Spiel extra eine neue Position erfunden", erklärte Kaan-Coach Thorsten Nehrbauer und meinte ein Hybrid aus Mittelfeldspieler, Stoß- und Außenstürmer.

ASC-Führung in der Käner Drangphase

Doch mitten in die Käner Drangphase hinein stand es plötzlich 1:0 für den ASC, weil Maximilian Podehl aus dem Getümmel heraus nach einer Ecke am schnellsten reagierte und sein 19. Saisontor erzielte. Es war die einzige wirklich gefährliche Offensiv-Aktion des ASC vor der Pause, der auf der anderen Seite bei einem Buckesfeld-Handspiel und einem Foul zweimal Glück hatte, dass der Schiedsrichter nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Buckesfeld rettete kurz vor der Pause auch in letzter Sekunde nach einer Unsicherheit von Torhüter Jan Held (45.).

Nach der Pause kamen die Gastgeber mit noch mehr Druck aus der Kabine und stellten schon nach sieben Minuten auf 1:1, als Verteidiger Toni Gänge in Podehl-Manier zuschlug (52.). Der ASC schaffte es in dieser Phase nicht, für Entlastung zu sorgen. Nach einer Stunde versuchte es der engagierte, aber dieses Mal glücklose Kevin Brümmer zwar mal aus 50 Metern, verzog aber komplett.

Waldrich erzielt verdiente Führung

Stattdessen erzielten die Käner durch den überragenden Waldrich das verdiente 2:1 (61.). "Das verteidigen wir fahrlässig, daran müssen wir arbeiten", sagte Alipour, der mit Daniel Schaffer (75.) und Michael Seifert (77.) offensiv noch einmal Impulse setzen wollte. Allein: Bis auf einen Drehschuss von Pierre Szymaniak, den Kaan-Keeper Florian Hammel um den Pfosten lenkte (72.), und eine gefährlichen Hereingabe von Schaffer, die Podehl verpasste (76.), kam nicht viel herum. Norman Wermes vergab im Eins-gegen-Eins gegen Held sogar die Entscheidung (80.).

Der ASC trat die Heimreise schließlich ohne Punkte und mit der Erkenntnis an, dass der Aufstieg noch ein hartes Stück Arbeit ist. Auch wenn Nehrbauer mit viel Respekt sagte: "Topfavorit bleibt für mich der ASC 09 Dortmund."

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