Westfalia Wickede

Verstärkungen bringen neue Impulse für das alte Flair

Wickede - Die vergangene Westfalenliga-Saison war für Westfalia Wickede eine zum Vergessen. Rang zehn war deutlich weniger als der eigene Anspruch. Anlass genug, Konsequenzen zu ziehen.

Das stolze schwarze Westfalia-Pferd im Logo des Wickeder Fußball-Westfalenligisten drohte während der vergangenen Saison zu verblassen. Die 1. Mannschaft eines der emotionalsten Vereine der Stadt glich sogar einer grauen Maus. Neue Impulse erhofft sich Trainer Alexander Gocke erstens durch seinen neuen "Co" Daniel Frieg und dann durch die "punktuell sorgfältig ausgewählten Verstärkungen".

Wickede und der "Wunsch nach Ballbesitzfußball"

Frieg ist zwar nicht gleichberechtigt wie Thomas Gerner, mit dem Gocke vergangene Saison ein Gespann bildete. "Er ist aber alles andere als ein Hütchenaufsteller. Daniel bringt wegen seines verletzungsbedingten frühen Karriereendes viel Trainer-Erfahrung mit. Dass er während der ersten Woche beim Hecker-Cup alleine die Verantwortung trägt, zeigt doch, wie sehr sein Wort Gewicht hat", erklärt Gocke, der während dieser Zeit in den Urlaub fährt. Und Frieg (33), zuletzt Trainer in Overberge, bekräftigt: "Wir sprechen viel. Uns eint dabei der Wunsch nach Ballbesitzfußball."

Mit 48 Gegentreffern standen die Wickeder hinten zuletzt ordentlich. Nach vorne aber hat die Westfalia Luft nach oben. Auch ein Knipser fehlte. Der Name Christopher Thomassen dürfte da für viele wie der Schlüssel klingen. Der westfalenligaerfahrene Torjäger, der früher in verschiedenen Trikots auch vielen Dortmunder Verteidigungen Kopfzerbrechen bereitete, kommt vom TuS Altenberge. "Er hat auch eine sehr gute Spielanlage", sagt Gocke.

Christopher Thomassen soll der neue Knipser werden

Thomassen soll vom "Tempofußball" profitieren, den Gocke und Frieg in einem schriftlich fixierten Plan für das Team niederschrieben. Eine gute Rolle könnten dabei der aus der U 19 der Hammer Spielvereinigung gekommene Ismail Icen und Calvin Umerah (Olney Town FC) spielen. "Junge, fleißige, flexible Spieler erhalten bei uns Spielanteile." Gocke plant mit Icen im offensiven Mittelfeld. Auch der "physisch bärenstarke" Umerah soll offensiv agieren.

Hinter ihnen soll Rückkehrer Lukas Homann vom Ex-Regionalligisten Westfalia Rhynern für alte Ordnung sorgen: "Lukas ist der Spielertyp, der uns fehlte." Und dahinter spielt ein weiterer Hochkaräter: Christof Tielker. Der vom ASC 09 gekommene Verteidiger besticht laut Gocke durch seine Flexibilität.

Westfalia Wickede - "Außergewöhnlich familiär"

Dazu kommen weitere Neue, die das alte Westfalia-Flair wiederherstellen sollen. Frieg spürt es schon: "Dieser Verein ist außergewöhnlich familiär." Gocke darf sich beruhigt in den Urlaub verabschieden: "Die Eindrücke sind sehr gut."

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