Wickede gelingt der Befreiungsschlag

Westfalia mit furiosem 7:0 gegen Schlusslicht Resse

DORTMUND - Fußball-Westfalenligist Westfalia Wickede legt nach zäher erster Hälfte einen furiosen zweiten Spielabschnitt hin und besiegt Viktoria Resse deutlich mit 7:0.

Wenn sich "alte Wickeder Hasen" zum Platz begeben, um ihrem ehemaligen Verein zuzusehen, muss etwas in der Luft liegen. Vor dem Nachholspiel gegen Viktoria Resse am Mittwochabend war es die Abstiegsangst. Um es vorweg zu nehmen: Sie verflog noch nicht ganz, aber sie wich nach einem furiosen 7:0 (0:0) einer gewissen Erleichterung. Mann des Abends war Benedict Zwahr mit drei Treffern. Folge des Kantersiegs: Jetzt sind es vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Langweiliger erster Durchgang

Marko Schott, Dirk Eitzert, Roman Schymanietz, Sebastian Didion, Andreas Bath, Lukas Homann, Adrian Goly, Thomas Behlke - die Liste der in Wickede bekannten Tribünengäste muss nicht vollständig sein. Sie hatten sich bestimmt einiges zu erzählen. Und dazu hatten sie auch lange genug Zeit.

Denn 45 Minuten bot die durch das 1:2 in Kirchhörde in arge Abstiegsnot geratene Westfalia gegen zehn Resser - Torwart Kingsly Moses sah nach einem Foulspiel gegen Finn-Jona Heinings die Rote Karte (30.) - nicht viel Produktives. Nach einem spielerischen Befreiungsschlag sah das Ganze lange eher nicht aus. Den Zuschauern war langweilig, es sei denn, sie hatten Gesprächsstoff.

Zwahr löst den Knoten

Dann aber durften sich die Ex-Wickeder intensiver dem Spiel widmen. Die Westalia legte los: Ein Tor war schöner als das andere. Den Anfang machte Zwahr (55.) nach Flanke des starken Heinings. Der Bann waren gebrochen. Es dauerte nicht lange, da legte der zuvor glücklose Dieckmann nach Zwahr-Vorarbeit nach (61.). Heinings erhöhte mit dem schönsten Tor auf 3:0. Er ließ die Resser Gegenspieler wie Fahnenstangen stehen, marschierte durch die Abwehr und schloss platziert ab (80.).

Dann durfte auch Verteidiger Chris Herwig mal. Er beendete ein Scheibenschießen auf das Resser Tor innerhalb weniger Sekunden mit dem satten Schuss zum 4:0 (80.). Muhammed Cakir (83.) und noch zweimal Zwahr (85. und 88.) taten noch etwas für das Torverhältnis. "Das ist wie ein weiterer Punkt", stellte Trainer Alexander Gocke erleichtert fest. Denn mit einem Torverhältnis von +8 hebt sich die Westfalia im Tabellenkeller deutlich ab.

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