Marcel Peters (Trainer Borussia Ahsen)
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Ahsens Trainer Marcel Peters bangt um die Gesundheit seiner Spieler.

Fußball

Saison-Fortsetzung im Mai und Ende im Juni? Für diesen Trainer ist das „ein Unding“

  • Peter Koopmann
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Die Unsicherheit im Amateurfußball bleibt. Kann die Saison wirklich einigermaßen ordentlich fortgesetzt werden?

Der Plan steht: Im April können die Fußballvereine wieder ihr Training aufnehmen, am 2. Mai soll es mit der Saison weitergehen, die am 13. Juni beendet sein soll. Für Marcel Peters, Trainer des A-Kreisligisten SV Borussia Ahsen, ein Unding. Seine Mannschaft hat erst fünf der bisher acht Spieltage absolviert, muss also noch drei Partien nachholen. In dem gleichen Dilemma stecken SuS Concordia Flaesheim und FC/JS Hillerheide. Noch schlechter dran ist DTSG Herten. Hier stehen erst vier Spiele zu Buche.

„Auf Biegen und Brechen will man die Saison zu Ende bringen“

„Meine grundsätzliche Meinung ist, dass man wieder Gesellschaft in die Pandemie bringen sollte“, sagt Peters. „Mit zehn, zwölf Leuten könnte man anfangen, natürlich auf Distanz. Hauptsache, die Jungs sehen sich mal wieder.“ Den Zeitrahmen, den der Verband vorgegeben hat, sieht er jedoch sehr kritisch: „Auf Biegen und Brechen will man hier eine Saison zu Ende bringen. Ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Spieler zu nehmen.“

So sieht er es: „Wenn die Spieler Individualtraining gemacht haben, dann sind sie in den letzten vier Monaten laufen gegangen.“ Nach 23, 24 Wochen Lockdown, so meint er, könne man nicht innerhalb von vier Wochen Training eine funktionierende Mannschaft formen. Und da, so führt er weiter aus, sei er sich mit vielen Trainerkollegen einig. Für Borussia Ahsen sieht er die Situation so: „Nach vier Monaten Lockdown müssen alle vier Wochen lang Gas geben. Dabei ist das Verletzungsrisiko riesig, wenn wieder fußballspezifische Bewegungen trainiert werden. Und dann gibt es für uns bis Saisonende nur englische Wochen. Nach der dritten, vierten Woche sind die Jungs dann kaputt.“

„Wer soll die Kosten tragen?“

Theoretisch bestünde für die Ahsener die Möglichkeit, schon am 22. März den Trainingsbetrieb wieder aufzunehmen. „Dann müssen die Spieler aber zu jedem Training einen tagesaktuellen Corona-Test vorweisen, der negativ ist“, erläutert Peters. „Die Jungs haben sich erkundigt: Der erste Test ist kostenlos, jeder weitere kostet 30 Euro. Beim Selbsttest kosten fünf Stück 21 Euro. Wer soll die Kosten tragen?“

Er sieht aber noch eine weitere Frage, die unbeantwortet bleibt: „Was ist, wenn eine Mannschaft zwei Wochen in Quarantäne muss? Werden die Spiele dann auch nachgeholt?“ Für seine Borussia, so unkt der Coach, bedeute dies: „Dann können wir dreimal die Woche spielen.“ Für die beste Lösung hält er: „Die Saison sollte bis in den August verlängert werden.“ ko

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