Malte Jakschick, Christian Ahlmann, Franziska Kampmann und Charlotte Becker aus dem Kreis Recklinghausen hoffen auf eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.
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Malte Jakschick, Christian Ahlmann, Franziska Kampmann und Charlotte Becker aus dem Kreis Recklinghausen hoffen auf eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

Olympische Spiele

Vier fürs Vest - diese Sportlerinnen und Sportler hoffen auf Tokio 2020

  • Olaf Krimpmann
    vonOlaf Krimpmann
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Die Olympischen Sommerspiele in Tokio vom 24. Juli bis 9. August sind das Sportereignis in diesem Sommer. Einige Athleten aus dem Kreis Recklinghausen werden mit Sicherheit dabei sein, einige hoffen auf eine Teilnahme. Wer hofft, wer bangt:

  •  Die Weltmetropole Tokio ist zum zweiten Mal nach 1964 Ausrichter von Olympischen Sommerspielen. 1940 wurden die Wettbewerbe wegen des Krieges nicht durchgeführt.
  •  Die Wettkämpfe finden im Zeitraum vom 24. Juli bis 9. August statt, Mittelpunkt ist das 68.000 Zuschauer fassende Olympiastadion.
  •  Sportlerinnen und Sportler aus 140 Ländern sind bereits qualifiziert. In Deutschland laufen die Nominierungen.

Das sind die Kandidaten aus dem Kreis und ihre Chancen

Malte Jakschik (RV Rauxel/Rudern):  Bundestrainer Uwe Bender hat den Kader für den Deutschlandachter (Homepage)  bereits nominiert. Für Malte  Jakschik, Maschinenbaustudent aus Datteln, soll sich beim Finale am 31. Juli ein Traum erfüllen. Nach Silber 2016 in Rio will der heute 26-Jährige seine Karriere mit Olympiagold krönen. Jakschik, der mit seinem Zweierpartner Richard Schmidt den internen Ausscheid erneut dominierte, gilt als klar gesetzt.

Malte Jakschik (stehend 2. v. l.) jubelte 2016 über Olympia-Silber.

Christian Ahlmann (ZRFV Marl/Springreiten): Über absolute Weltklasse-Springreiter verfügt Bundestrainer Otto Becker nur über drei: Daniel Deußer, Marcus Ehning und Christian Ahlmann. Sie bilden das Gerüst für Tokio, eine Nominierung dürfte nur Formsache sein. Für den jetzt jetzt 45-jährigen Ahlmann wären Tokio die fünften Spiele nach Athen 2004, Hongkong 2008, London 2012 und Rio de Janeiro 2016. In Rio feierte der Marler, der Anfang März für eine Hengstpräsentiation in seiner Heimatstadt Marl erwartet wird, den Gewinn von Mannschaftsbronze, auch diesmal ist Edelmetall (Einzel/Mannschaft) möglich.


Christian Ahlmann gewann in Rio de Janeiro Team-Bronze.


Franziska Kampmann (RV Waltrop/Rudern): „Tokio ist ein Ziel, das langsam in greifbare Nähe rückt“, sagt Kampmann nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Ourense (Spanien). In der letzten Saison gehörte die Diplom-Landwirtin zur Stammbesetzung des Doppelvierers, der Europameister wurde und das Weltcuprennen in Rotterdam gewann. Nominiert wird nach weiteren Tests erst Mitte März (Team Deutschland; die Liste aller Nominierten gibt es hier). Sollte Franziska Kampmann in Tokio im Doppelvierer an den Start gehen, gibt es eine Medaillenchance. Favorit ist das Boot aber nicht.

Franziska Kampmann (2. v. r.) jubelte im vergangenen Jahr bereits im Weltcup.

Charlotte Becker (Waltrop, Berlin/Bahnrad): Ausgerechnet in ihrer letzten Saison im Rad-Sattel ist die Waltroperin, die in Berlin lebt, ins Hintertreffen geraten. Zwar trug die heute 36-Jährige maßgeblich dazu bei, dass der Bahnvierer der Frauen den Anschluss an die Weltspitze erreicht hat und damit die Olympia-Qualifikation sicherte.In den letzten Rennen, in denen die Deutschen Rekorde purzelten, gehörte sie nicht zur Stammbesetzung (Link zur Verbandshomepage). Bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Berlin Ende des Monats hofft Becker dabei sein zu können. Sie gehört zum vorläufigen Kader, aus dem aber noch Athleten gestrichen werden. Auch ohne WM-Teilnahme sagt sie: „Bis Tokio kann noch viel passieren, die Chance wäre nicht vertan.“

Charlotte Becker (vorne) war 2012 schon dabei, für 2020 bangt die Waltroperin noch.

Christopher Reinhardt (RV Dorsten/Rudern) muss im Vierer in die Nach-Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio.

LeichtgewichtsrudererJason Osborne (Dorsten/Mainz) hat sein Ticket in der Tasche. Der 25-jährige Azubi, der das Rudern beim RC Marl erlernte, wurde bereits nach der Weltmeisterschaft im vergangenen August in Linz mit seinem Zweierpartner Jonathan Rommelmann (Crefelder Ruder-Club) nominiert. In Österreich feierte das Duo den Gewinn der Bronzemedaille.   (Verbandshomapege) 

Der gebürtige Dattelner Schwimmer Marius Kusch, der formstark ist über 100m Schmetterling (Bestenliste DSV), besitzt ebenfalls beste Chancen aufs Tokio-Ticket. 

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