Bernd Gröne (ehemaliger Radsport-Profi)
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„Das wird eine spannende Herausforderung“, sagt Bernd Gröne zu seiner Stiftungs-Tätigkeit.

Radsport

Job mit Sinnstiftung - das macht der „Silber-Junge von Seoul“ heute

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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1988 sorgte Radsportler Bernd Gröne mit Olympia-Silber für Furore. Ab sofort arbeitet er nun für die Stiftung „KinderHerz“.

Der „Lange“, wie er schon zu aktiven Zeiten im internationalen Radsport genannt wurde, sattelt zwar nicht komplett um. Doch wer in diesen Tagen mit Bernd Gröne ins Gespräch kommt, der plaudert mit ihm nicht unbedingt sofort über Olympia-Silber 1988. Denn seine Arbeitstage sind aktuell durchaus eng getaktet: Wegen einer neuen Herausforderung, die im wahrsten Sinne des Wortes irgendwie sinnstiftend ist.

Gröne (57), einer der erfolgreichsten Protagonisten der Recklinghäuser Sportgeschichte, ist ab sofort Projektleiter, Eventmanager und Beauftragter für Kooperationen bei der Essener Stiftung „KinderHerz“. Nach Gesprächen unter anderem mit Sylvia Paul vom Stiftungsvorstand sei ihm schnell klar geworden, dass das eine spannende Herausforderung sei, erzählt der ehemalige Rad-Profi. Er soll nun mit seinem Netzwerk Veranstaltungen organisieren, um die Ziele von „KinderHerz“ umzusetzen: Sei es die optimale Behandlung von herzkranken Kindern, eine bundesweite Vernetzung von Kliniken oder die Förderung von Forschungsprojekten. Denn die Stiftung forciert einen kontinuierlichen Austausch zwischen Medizin sowie der forschenden und herstellenden Industrie.

Nur Olaf Ludwig war im Sprint schneller

Es gibt also reichlich Arbeit für Gröne, der den 27. September 1988 natürlich immer in Erinnerung behalten wird. Olympische Spiele in Seoul: Der Recklinghäuser nimmt im Norden der südkoreanischen Hauptstadt den insgesamt 196,8 Kilometer langen Rundkurs in Angriff. Auf eine Medaille für den „Langen“ muss man aufgrund des fast durchgehend flachen Terrains nicht unbedingt sofort wetten. Olaf Ludwig (DDR) oder Dschamolidin Abduschaparow (Sowjetunion) gelten nämlich als vorzügliche Sprinter und somit als große Favoriten. Doch nach etwas mehr als viereinhalb Stunden Rennen macht Gröne im Zielsprint Ernst und kann zumindest Abduschaparow in Schach halten. Nur Ludwig ist zu stark, holt mit drei Sekunden Vorsprung Gold. Dahinter Gröne, der ganze Kreis Recklinghausen frohlockt. Und Christian Henn als Dritter komplettiert den deutschen Radsport-Triumph.

Schön war die Zeit, indes auch lange her. Rad fährt Gröne immer noch. Aber längst nur noch aus Spaß an der Freude. Bevorzugte Ziele: Die Haard oder rund um die Halde Hoheward.

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