Burkhard Stankowski, Schalke-Fan
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Schalke ist sein Leben: Burkhard Stankowski, hier auf der Trainerbank, ist als der „Schalke-Burgi“ bekannt. Denkt er an Klaus Fischer, beginnt er zu lächeln. Erzählt er über die Gegenwart, wird die Tonlage dagegen ernster.

Fußball

Es schmerzt in der Fan-Seele - das sagt der „Schalke-Burgi“ zur aktuellen Lage

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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Wenn schon ein Mann wie Burkhard Stankowski nicht mehr so richtig weiß, wie es weitergehen soll, dann ist es arg bestellt um den FC Schalke 04..

Es brodelt an der Basis - an jener nimmermüden Stütze, die einem Verein in guten wie in schlechten Zeiten zur Seite steht, haben viele die Nase voll. Burkhard Stankowski – niemand in seinem Umfeld käme wohl auf die Idee, ihn „Burkhard“ oder gar „Herr Stankowski“ zu nennen – geht es nicht anders. Er ist der „Burgi“ – und „Burgis“ Seelenleben in Bezug auf „sein Schalke“ gerät aktuell gehörig in Schieflage.

Hört man sich bei Fans der Blau-Weißen im Kreis Recklinghausen am Tag nach dem 0:3 gegen Bayer Leverkusen um, bekommen wir einen Antwort-Mix wie folgt präsentiert: „Geh mir weg!“, „Lass uns über was anderes sprechen“ oder „Zweite Liga, ich will gar nicht dran denken.“ Auch „Burgi“, einer jener Fan-Protagonisten, die sonst bei allem dunkelblau-weißen Fußball-Leid meist noch Hoffnung schöpfen, wirkt ratlos. Auf die Einstiegsfrage, was er von der aktuellen Situation hält, meint er nur: „Ich sage mal so: Katastrophe!“ Mit diesen fünf einfachen Worten dürfte auch „Burgi“ kurz und knapp den Gemütszustand zigtausender Fans gut umschrieben haben. Sein zweiter Satz, der nach der „Katastrophe“ fällt, ist ebenfalls ein klares Indiz dafür, was er aktuell von hoch bezahlten und derzeit komplett neben der Spur stehenden Kickern hält: Nicht viel! „Zurzeit könnten wir wohl besser mit der U 23 spielen.“

„Die Nordkurve hätte längst den Platz gestürmt“

Um dann noch einen draufzusetzen: „Die können doch froh sein, dass wir Corona haben. Die Nordkurve hätte längst den Platz gestürmt.“ Und wäre „Burgi“ dann dabei gewesen? Inhaltlich bestimmt. „Aber so fit bin ich dann doch nicht mehr!“ Humor ist auch in Abstiegsangst-Zeiten also, wenn man trotzdem lacht…

Alles am Trainer nun auszumachen, ist aber nicht die Sache von „Burgi“. Er ist kein absoluter Freund von der Arbeit von Manuel Baum. Aber von außen mache es schon den Eindruck, dass der Coach engagiert einwirken wolle. „Nur es will einfach nichts funktionieren!“ Und so sei längst Zeit, den Blick auf die Realität zu richten. Die laute, auch die Zweite Liga im Blick zu haben. Für einen Edelfan wie „Burgi“ eigentlich unvorstellbar, um dann aber folgendes nachzulegen: „Aber mal ganz ehrlich, manchmal denke ich schon darüber nach, ob es nicht doch besser wäre.“

Natürlich hofft er, dass es nicht so weit kommt. Und wenn es Corona irgendwann zulässt, werde er wieder ins Stadion gehen. „Das ist Ehrensache. „Ich bin doch Schalker von Geburt an und habe blaues Blut.“

Engagement auch für Hilfsaktionen

Burkhard Stankowski (59), Ex-Kumpel vom Bergwerk Haard, ist als Mitglied des Fanclubs „Steverknappen Olfen“ ständiger Gast in der Veltins-Arena im Block N4. Er wuchs in Suderwich auf und wohnt seit 25 Jahren in Oer-Erkenschwick.

Seit 2010 befindet sich der gelernte Schlosser im Vorruhestand. Er war auf der OE-Zeche beschäftigt, später auf Auguste Victoria und schließlich als Verfahrensoptimierer in Herne.

Zudem engagiert sich Stankowski auch für die „Blue Charity“-Hilfsaktionen und organisierte hierfür schon eine Veranstaltung auf dem Zechengelände.

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