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Siebenmeter für die PSV: Arnsbergs Mariella Schröder greift Kreisläuferin Zoe Stens in den Wurfarm.

Frauenhandball - Oberliga

Arnsberg ist für die PSV kein Maßstab

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RECKLINGHAUSEN - Die Oberliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen haben die Pflicht erfüllt und ihr Heimspiel gegen den TV Arnsberg mit 36:21 (22:11) gewonnen. Die Sieben von Trainer Dominik Schlechter entledigte sich der Pflicht relativ humorlos.

„Wir haben schon bessere Spiele gemacht“, befand der Übungsleiter, der allerdings wusste: Das ist Jammern auf hohem Niveau. Zur Begründung führte der B-Lizenzinhaber aus: „Unser Spiel ist auf Tempo ausgerichtet, da hatten wir heute nicht die besten Voraussetzungen, das hat man auch gesehen. Da schlichen sich einige Fehler ein. Wenn man allerdings das Spiel dann trotzdem so hoch gewinnt, dann gibt es eigentlich keinen Grund zu klagen.“

Sollten die Gäste aus dem Sauerland mit der Absicht in die Halle Nord gefahren sein, nach dem erfolgreichen Hinspiel auch das Rückspiel für sich zu entscheiden, so wurde die Hoffnung binnen weniger Minuten geradezu pulverisiert. Recklinghausen erwischte einen perfekten Start, erlaubte dem Gast erst nach sechs Minuten den ersten Treffer – da war die PSV bereits auf 6:0 davon gezogen.

Und diesen Vorsprung verwaltete die Mannschaft von Dominik Schlechter mal mehr, mal weniger souverän. Ernsthaft in Gefahr geriet der Sieg nie, dazu war Recklinghausen zu überlegen. Sehr zur Überraschung des eigenen Trainers: Drei Spielerinnen hatten am Vormittag noch in der A-Jugend auf dem Feld gestanden, Viola Klüsener fehlte. Carina Püntmann und Malin Benthaus kamen gerade aus einer krankheitsbedingten Pause zurück, mussten dennoch weite Strecken des Spiels bestreiten, da Alternativen im Rückraum rar waren an diesem Nachmittag.

Zur Halbzeit bei einer 22:11-Führung sah alles nach einem noch deutlicheren Erfolg aus, doch nach der Pause ließ die PSV etliche freie Bälle liegen. Das überfällige 30. Tor erzielte Geburtstagskind Lina Hovenjürgen (wurde am Sonntag 19) erst in der 47. Minute.

Nach dem Punktverlust des ASC Dortmund (17:17 in Bergkamen) und der Niederlage von Everswinkel in Minden (22:21), ist das Spitzenquintett noch enger zusammengerückt, Recklinghausen machte einen Platz gut und liegt auf Rang vier.

PSV RE: Pape, Longo; Schmidhuber (2), Benthaus (2), Heieck (4), Janz (11/4), König (1), Hovenjürgen (7), Püntmann (3), Stens (4), Kurzeja (2).

Nach der Karnevalspause geht es für die Schlechter-Sieben am 10. März in Everswinkel gleich mit einer Spitzenpartie weiter.

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