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Nicht immer war der Weg frei für die starke Lina Hovenjürgen: Die Recklinghäuser Rückraumspielerin rennt sich hier in der Aplerbecker Deckung fest.

Frauenhandball - Oberliga Westfalen

27:27 - PSV mit Primus ASC auf Augenhöhe

RECKLINGHAUSEN - Angetreten waren die Handballerinnen der PSV Recklinghausen im Spitzenspiel gegen Tabellenführer ASC Dortmund 09, um die Liga wieder spannend zu machen.

Doch auch wenn dieses Vorhaben durch das 27:27 (14:15)-Unentschieden nicht vollends erfüllt werden konnte, eine packende Partie boten die „Polizistinnen“ den 348 Zuschauern in der Sporthalle Nord auf alle Fälle.

„Wir haben gegen den absoluten Aufstiegsfavoriten 60 Minuten mitgehalten“, stellte PSV-Trainer Dominik Schlechter fest und attestierte seinem Team zu Recht, „einen weiteren Schritt nach vorne“ gemacht zu haben. Leisteten sich die Recklinghäuserinnen in den vergangenen Begegnungen stets frühzeitig längere Schwächephasen, spielten sie diesmal nahezu konstant ihren Streifen runter. Mit dem zweiten ihrer neun Treffer untermauerte die starke Lina Hovenjürgen beim 5:3 die Ambitionen, mit denen die Hausherrinnen ins Spiel gegangen waren.

Zwar konnten die Gäste aus Dortmund angetrieben von der groß gewachsenen Rückraumspielerin Carolin Hohloch kurz vor der Pause die Partie bis auf 14:11 zu ihren Gunsten wenden (27.). Abschütteln ließen sich die Veststädterinnen allerdings nicht. Bis zum 19:21 (43.) blieben die Gastgeberinnen zumindest auf Tuchfühlung mit den Aplerbeckerinnen, die mit zunehmender Spieldauer immer mehr Probleme hatten, gegen die 5:1-Deckung der PSV zu guten Tormöglichkeiten zu kommen.

Leonie Schmidhuber läutete von Linksaußen mit ihrem Treffer zum 22:22 die spannende Schlussviertelstunde ein. Als die Partie zugunsten der Recklinghäuserinnen hätte kippen können, verlor die junge Recklinghäuser Mannschaft aber ein wenig den Kopf. Lautstark mahnte Trainer Schlechter von außen an, „wir müssen jetzt auch mal in Führung gehen!“ Gelingen wollte das der PSV beim 23:23 (47.) allerdings ebenso wenig wie beim 24:24 (52.).

„Da hat man gesehen, was uns noch fehlt“, ärgerte sich der Coach über zwei technische Fehler und zwei überhastete Abschlüsse. Nichtsdestotrotz gingen die Gastgeberinnen doch noch in Führung: Viola Klüsener schlängelte sich auf der rechten Seite durch die Deckung des ASC und traf zum 27:26 (58.).

Mit einem letzten Kraftakt stellte Hohloch postwendend das 27:27-Remis wieder her. Den „Lucky Punch“ im jeweils letzten Angriff der Partie verpassten dann beide Teams. Die PSV durch einen vermeintlichen Schrittfehler von Lina Hovenjürgen.

PSV Recklinghausen: Pape, Longo; Schmidhuber (1), Peters, Klüsener (1), Benthaus (3), Heieck (1), Janz (5/3), König, Hovenjürgen (9), Püntmann (4/3), Stens (3), Kurzeja.

Der ASC mit einem vom Mittelblock geblockten Wurf aus dem Rückraum. Mit dem Unentschieden kann PSV-Trainer Schlechter gut leben: „Das ist ein gerechtes Ergebnis und für uns ein gewonnener Punkt.“

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