Philipp Goldyn (Handball SV Westerholt)
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Auch die Westerholter Landesliga-Handballer um Philipp Goldyn müssen sich noch gedulden.

Handball

Bis zum März geht nichts mehr - das plant nun der Handballverband

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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Ohne Flexibilität geht auch im Funktionärswesen gar nichts. Das gilt auch für den Handballverband Westfalen, der nun Szenarien für den Saisonstart entwickelt.

Im Fokus der Planungen beim Handballverband sind dabei natürlich auch Oberliga, Verbands- und Landesliga. Eines steht dabei längst fest: In diesem und im kommenden Monat passiert in Sachen Fortsetzung der Meisterschaft dort gar nichts.

Der Kreis Recklinghausen ist in den drei Männer-Spielklassen mit zahlreichen Teams vertreten. Seien es nun der VfL Gladbeck und der HSC Haltern-Sythen in der Oberliga, die PSV Recklinghausen in der Verbandsliga oder der FC 26 Erkenschwick und der SV Westerholt sowie die Reserve-Teams aus Haltern und Gladbeck in der Landesliga – all sie wissen nun, dass im Februar nichts mehr geht. Gleiches gilt für die Frauen mit dem HSC Haltern-Sythen in der Verbandsliga sowie den Landesligisten PSV RE II, ETG Recklinghausen und VfL Gladbeck. Aber was geschieht im Frühjahr?

Nur noch eine Einfachrunde ist möglich

Die beiden Verbandsverantwortlichen Andreas Tiemann (Spieltechnik) und Bernd Kuropka (stellvertretender Vorsitzender der Technischen Kommission) haben Alternativszenarien erarbeitet, die nun vom Präsidium festgezurrt wurden. Die wichtigste Botschaft: Ober-, Verbands- und Landesligen der Frauen und Männer werden am 1. März aufgenommen und die angefangene Saison durch eine Einfachrunde zu Ende gespielt. Seit November geht im Verbandsgebiet nichts mehr.

Freilich kann es sich dabei nur um ein Szenario handeln. Denn wenn ein Re-Start Anfang März nicht funktioniert, weil eine entsprechende Vorbereitungszeit nicht möglich ist, sollen im April und Mai unter allen aufstiegswilligen und -berechtigten Vereinen die vorgesehenen Aufsteiger in den einzelnen Spielklassen ausgespielt werden. Dazu soll es eine Neuorganisation der Staffeln geben. Absteiger sind nicht vorgesehen.

Sechs Online-Konferenzen zum Jugend-Spielbetrieb

Und auch den Jugendlichen im Verband bleibt weiter nichts anderes übrig als abzuwarten. Patrick Puls, Vorsitzender des Verbands-Jugendausschusses, hat inzwischen sechs Online-Konferenzen mit Vertretern der Vereine hinter sich, um zu erörtern, wie der Nachwuchs-Spielbetrieb überhaupt noch über die Bühne gebracht werden kann. Fest steht jetzt: Eine Fortsetzung ist nur dann möglich, wenn die Saison nicht wie üblich nach Ostern endet, sondern bis zu den Sommerferien verlängert wird.

„Natürlich hat gerade für unsere Jugendlichen die Rückkehr zum Trainingsbetrieb eine große Bedeutung. Die Rückmeldungen zeigen mir jedoch deutlich, dass es so gut wie allen Beteiligten sehr wichtig ist, den Spielern noch eine Perspektive auf eine Spielmöglichkeit für die bestehenden Mannschaften zu geben, die teilweise seit März 2020 nur trainiert haben“, sagt Puls.

Ob dies mit einer verkürzten Meisterschaft oder mit neu gebildeten Kleingruppen möglich ist, hängt auch davon ab, wann wieder gespielt werden kann. „Die Alternative wäre nur, die Saison überhaupt nicht aufzunehmen und beim Wiedereinstieg mit den neuen Jahrgängen zu starten. Damit hätten wir den Jugendlichen ihr Jahr komplett genommen. Das wollen wir verhindern“, so Puls. Aufstiegsrunden könnten dann erneut erst nach den Sommerferien stattfinden.

Auch die 3. Liga pausiert bis Ende Februar

Weiter pausieren ist auch für die Drittliga-Frauen der PSV Recklinghausen angesagt. Präsidium und Vorstand des Deutschen Handballbundes (DHB) haben einstimmig beschlossen, dass sowohl die dritten Ligen als auch die Jugend-Bundesliga bis zum 28. Februar unterbrechen. Damit ist der Ende Oktober und ursprünglich bis 31. Dezember gefasste Beschluss verlängert.

Wie mit der Saison 2020/21 generell weiter verfahren wird, beraten die DHB-Gremien noch in dieser Woche mit den Vereinen in mehreren gemeinsamen Video-Konferenzen.

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