Spvgg. Erkenschwick feiert den Kreispokalsieg im Mai 2019.
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Vielleicht gibt es in diesem Frühjahr endlich wieder einen Kreispokalsieger: Die Spvgg. Erkenschwick ist dank Corona seit 2019 in Amt und Würden. Im Mai soll es wieder losgehen.

Fußball

Anpfiff am 2. Mai? Westfalen hat einen Plan

  • Thomas Braucks
    vonThomas Braucks
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Es wird ernst. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat einen Zeitplan für einen möglichen Re-Start der Saison im Amateurfußball skizziert. Danach könnten am Sonntag, 2. Mai, die ersten Pflichtspiele angepfiffen werden.

Dies hat FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders in einer Videoschalte des Verbandes mit den westfälischen Oberligisten angekündigt. Ob dieser Termin zu halten ist, hängt an den Corona-Zahlen. Die Hoffnung des Verbandes: Der einschlägige Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen bleibt bis 5. April unter 100. „Dann gewähren wir allen Vereinen in Westfalen eine vierwöchige Vorbereitung. Und am 2. Mai soll es dann überall mit dem Meisterschaftsbetrieb wieder weitergehen“, so Schnieders.

Sollte es so kommen, könnten fast alle Staffeln – auf Kreisebene wie im westfälischen Fußball – die vielzitierte Quote von 50 Prozent der geplanten Spiele erreichen. Und damit könnte der Verband sie für Auf- und Abstieg werten. So hat Klaus Overwien, Staffelleiter der Landesliga 3 sowie der Bezirksligen 9 und 14, schon mal durchgerechnet. In der Landesliga 3 (mit BW Westfalia Langenbochum) sind noch neun Partien nachzuholen, in der Bezirksliga 14 (mit sieben Klubs aus dem Fußballkreis Recklinghausen) sind es acht Spiele. „Hier benötigen wir jeweils zwei Nachholspieltage. Das ist zu schaffen“, sagte der Staffelleiter. Dazu käme das Restprogramm der Hinrunde.

Pflichtspiele, aber am Ende keine Wertung

Wichtig: Auch in den Staffeln, in denen die 50-Prozent-Hürde nicht mehr zu überspringen ist, soll es Pflichtspiele geben – obwohl die Saison am Ende doch annulliert werden muss. Es gäbe dann eben „Meisterschaftsspiele unter Testspielbedingungen“, sagt Manfred Schnieders. Worauf dieses Denkmodell vor allem gemünzt ist, scheint klar: auf die Oberliga Westfalen mit 21 Mannschaften. Dort sind gerade elf von 20 Spieltagen der Hinrunde absolviert. Komplett ausgetragen wurden gerade einmal drei, es hagelte Corona-Absagen. Es gibt Nachholspiele in Hülle und Fülle.

Besonders getroffen hat es einen Klub aus dem Fußballkreis, den SV Schermbeck, der erst sechs Mal aufgelaufen ist. Bis Saisonende müsste der SVS also 14 Partien austragen. Summa summarum müssten in der Klasse noch 123 Partien bis zu einer Wertung gespielt werden. In zwei Monaten. Denn am 30. Juni ist Schluss. An diesem Termin will der FLVW nicht rütteln – anders als in Niedersachsen, wo eine Verlängerung bis zum 21. Juli im Gespräch ist.

Allerdings bleibt der Re-Start in Westfalen eine Rechnung mit Unbekannten. Was, wenn es im Mai oder Juni zu regionalen Corona-Ausbrüchen und Sperren von Sportanlagen käme? „Dafür haben wir noch keine Lösung“, räumt Manfred Schnieders ein.

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