Innenverteidiger, Mittelfeld, Torjäger oder - wie hier - auf der rechten Außenbahn: Mit Patrick Goecke verliert der TuS 05 einen vielseitigen Spieler.
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Innenverteidiger, Mittelfeld, Torjäger oder - wie hier - auf der rechten Außenbahn: Mit Patrick Goecke verliert der TuS 05 einen vielseitigen Spieler.

Fußball

"Bauchentscheidung": Patrick Goecke verlässt TuS 05 Sinsen

  • Thomas Braucks
    vonThomas Braucks
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Sechs Jahre Sinsen genug: Patrick Goecke wird seinen Vertrag beim Westfalenligisten TuS 05 Sinsen nicht verlängern. Seine Zukunft sieht der 29-Jährige beim Lokalrivalen. 

  • Patrick Goecke verlässt im Sommer den TuS 05 Sinsen.
  • Der 29-Jährige wechselt zum Lokalrivalen FC Marl.
  • "Es war eine Bauchentscheidung."

Beim so wichtigen 3:0-Erfolg gegen den SV Hohenlimburg am vergangenen Sonntag gehörte er zu den Besten beim TuS 05 Sinsen: Patrick Goecke gab der Defensive Halt und sorgte mit dafür, dass beim Westfalenligisten die Null stand. Zum ersten Mal in diesem Jahr. Allerdings: Lange werden sie beim TuS 05 keine Freude mehr an dem 29-Jährigen haben. 

Wie der Spieler auf Nachfrage bestätigt, wird er seinen Vertrag nicht verlängern und im Sommer den Verein verlassen. Sein Ziel: Lokalrivale FC Marl. „Ich gehe nicht im Groll, ich habe mich beim TuS 05 immer sehr wohl gefühlt“, sagt Goecke. „Aber nach sechs Jahren Sinsen will ich mal etwas Neues machen. Mit dem FC Marl hatte ich sehr gute Gespräche.“

FC Marl schnappt sich Hochkaräter aus Sinsen

Das Konzept des Bezirksliga habe ihn überzeugt – und nicht zuletzt die Mannschaft, in der Patrick Goecke wieder mit seinem Bruder Yannick zusammenspielen wird. 

Der Seitenwechsel entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Noch Ende Februar hatte Mahyar Mulai, der Sportliche Leiter des Bezirksligisten, noch vom großen Sinsener Interesse an Spielern seines Klubs berichtet. Jetzt wechselt umgekehrt ein Hochkaräter vom TuS 05 zum FC Marl. 

„Wir lassen Patrick nur sehr, sehr ungern ziehen“, sagt Christos Karaissaridis, Sportlicher Leiter der Sinsener. „So ganz nachvollziehen kann ich seine Entscheidung sportlich nicht. Vor allem wenn ich mir seine Leistung von Sonntag anschaue.“ 

Verein verliert einen vielseitigen Spieler 

Mit Goecke verliert der Klub einen vielseitigen Kicker, der als Innenverteidiger, auf der rechten Außenbahn, im defensiven Mittelfeld oder im Angriff (16 Tore in der abgelaufenen Saison) zum Einsatz kam. Statt in der Westfalenliga wird er demnächst voraussichtlich in die Bezirksliga am Ball sein. 

Patrick Goecke: „Es war eben eine Bauchentscheidung. Ich habe einfach Bock auf die neue Aufgabe.“ Der FC Marl, in der Staffel 9 einer der Mitfavoriten auf den Aufstieg, hat zwölf Spiele vor Ultimo sieben Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Erler SV. „Es wäre natürlich cool, wenn der FC Marl noch in dieser Saison den Aufstieg in die Landesliga schaffen würde. Wenn nicht, dann packen wir’s eben im nächsten Jahr. Ich würde gern noch mal einen Aufstieg feiern.“

Aufstiege mit TSV und Sinsen

Das hat er in der Vergangenheit schon. Mit dem TSV Hüls ist Goecke 2012 in die Westfalenliga aufgestiegen. Nach einem Jahr Oberliga-Jahr beim VfB Hüls 2013/14 wechselte Goecke mit Trainer Martin Schmidt vom Badeweiher zum Landesligisten TuS 05 Sinsen – und schaffte mit dem Klub sofort den Aufstieg in die Westfalenliga. 

„Jetzt will ich mich anständig vom TuS 05 verabschieden.“ Was bedeutet: Mit Sinsen die Klasse halten. Der 3:0-Erfolg gegen den SV Hohenlimburg sei ein großer Schritt gewesen. „Am besten legen wir schon am Sonntag in Erkenschwick nach“, sagt Patrick Goecke. „Noch mal das Derby gewinnen, das wäre doch geil!“

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