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Fußball

230 statt 190 - Vestische Bezirksligisten müssen sich auf viele neue Gegner einstellen

  • vonOlaf Nehls
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Die Einteilung der Bezirksligen für die Saison 20/21 wird eine Herkulesaufgabe für die sechs Mitglieder des Verbands-Fußball-Ausschusses. Einige Kreis-Duelle könnten wegfallen.

  • In der kommenden Saison spielen statt 190 stolze 230 Mannschaften in der Bezirksliga
  • Für die Klubs aus dem Kreis kommen sehr wahrscheinlich neue Gegner hinzu
  • Größere Ligen, weitere Anfahrten - die Funktionäre stehen vor einer Herkulesaufgabe
In der kommenden Woche wird der Fußball- und Leichtathletik (FLVW) die aktuell nur unterbrochene Saison wohl abbrechen. Durch die Empfehlung des Verbands-Fußball-Ausschusses (VFA), der einen Abbruch mit Aufsteigern und ohne Absteiger favorisiert, kommen in den nächsten Tagen und Wochen auf die Funktionäre beim Verband wichtige Entscheidungen zu.

Dadurch gehen in der Landes- und Bezirksliga deutlich mehr Vereine an den Start als noch in den Spielzeiten zuvor. Zum VFA gehört auch Klaus Overwien, Staffelleiter der Landesliga 3 und Bezirksliga 9.

Der Waltroper Klaus Overwien (63) ist Mitglied des Verbands-Fußball-Ausschusses und Staffelleiter.


Der 63-jährige Waltroper ist sich sicher, dass es bei der Einteilung Härtefälle geben wird. „Die Vereine müssen sich darauf einstellen, dass sie vor allem in der Bezirksliga auf viele neue Gegner treffen werden“, sagt Overwien.

Die Auf- und Abstiegsregelung sorgt schließlich für einen deutlichen Anstieg der Mannschaften in den Bezirksligen. Wo in der Saison 19/20 noch 190 Vereine in zwölf Staffeln an den Start gingen, dürften es nun rund 230 Teams sein – vorausgesetzt, dass alle auch für die Bezirksligen melden werden.

Zahl der Bezirksligisten steigt von 190 auf 230

Aus den 29 Kreisen des FLVW steigen nämlich zur neuen Spielzeit statt der üblichen 36, weit über 50 auf. „Ich rechne sogar mit knapp 60 Aufsteigern zur Bezirksliga“, sagt Overwien. Dazu gehören aus dem Kreis Recklinghausen die Meister VfL Ramsdorf (Kreisliga A1) und Genclikspor Recklinghausen (Kreisliga A2).

Zur Saison 20/21, wann immer diese auch beginnen mag, wird die Zahl der Bezirksliga-Staffeln daher von zwölf auf 14 erhöht. In den Landesligen ist noch nicht sicher, ob zusätzlich eine fünfte Staffel benötigt wird. „Hier sind es aktuell 76 Mannschaften. Das wären vier 19er-Staffeln“, rechnet Overwien vor.

Neuordnung der geografischen Grenzen

Zwangsläufig müssen aber regionale Zugehörigkeiten neu geordnet, geografische Grenzen verschoben werden. Ob die Kreis-Vereine Teutonia SuS Waltrop, SV Vestia Disteln, VfB Hüls, FC Marl, SF Stuckenbusch, SG Suderwich oder Genclikspor Recklinghausen gemeinsam in einer Staffel an den Start gehen können oder Adler Weseke, RC Borken-Hoxfeld, SC Reken und SV Lippramsdorf weiterhin Gegner sind, ist ungewiss. Auch in den Landesligen (hier vertreten BW Westfalia Langenbochum, SV Dorsten-Hardt und Westfalia Gemen den Fußballkreis Recklinghausen) sind Verschiebungen denkbar.

„Das hängt auch stark davon ab, ob Mannschaften vielleicht verzichten. In der Westfalenliga 1 haben Roland Beckum und aktuell der SV Spexard aus Gütersloh bereits angekündigt, dass sie wieder auf Kreisebene spielen wollen. Wenn sich Teams aus der Landesliga zurückziehen, kommen wir dort mit vier Staffeln aus“, erklärt Klaus Overwien.

Ein Bezirksliga-Duell zwischen dem VfB Hüls (rot)  gegen Teutonia SuS Waltrop - hier eine Szene aus dem Aufeinandertreffen im November 2019 - könnte in der kommenden Saison aus geografischen Gründen entfallen.

Eine Frist für die Vereine, die Mannschaften für die entsprechenden Spielklassen zu melden, gibt es noch nicht. „Auch dieser Termin wird sicher in den nächsten Tagen bekannt gegeben“, vermutet der Waltroper. „Die Staffeln werden ausschließlich nach geografischen Gesichtspunkten eingeteilt“, sagt Overwien.

„Bei der Bezirksliga kann man sich das so vorstellen, dass wir zunächst alle Aufsteiger mit bunten Nadeln auf einer großen Landkarte Westfalens zu den anderen Vereinen stecken – von Lübbecke im Norden bis runter nach Siegen/Wittgenstein. Und dann wird durchgezählt und bei Bedarf aufgeteilt“, sagt Overwien. In den Bezirksligen sollen möglichst 16, nicht mehr als 18 Mannschaften in einer Staffel spielen.

Entspannte Lage in den Kreisliga-Staffeln

Während bei den Bezirks- und (vielleicht) Landesligen zusätzliche Staffeln gebildet werden müssen, ist die Lage in den Kreisligen im Kreis Recklinghausen entspannt. Die beiden A-Kreisliga-Staffeln werden vermutlich mit 17 statt 16 Mannschaften an den Start gehen. Aus den Kreisligen B steigen fünf Teams (mit ETuS Haltern und TuS Sythen zwei aus der B2) auf. Die Kreisliga A verlassen die Meister Genclikspor Recklinghausen und VfL Ramsdorf in Richtung Bezirksliga. Absteiger gibt es bekanntlich keine, sodass es zur neuen Saison 34 A-Ligisten geben dürfte.

Auch oberhalb der Landesligen in den Westfalenligen und der Oberliga wird ein Saisonabbruch kaum Probleme bereiten.

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