Der Ascheplatz am Dattelner Südringweg ist in die Jahre gekommen. Die DJK SF Datteln wollen dort nun mit Hilfe von Fördergeldern und Spenden einen Kunstrasenplatz bauen.
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Der Ascheplatz am Dattelner Südringweg ist in die Jahre gekommen. Die DJK SF Datteln wollen dort nun mit Hilfe von Fördergeldern und Spenden einen Kunstrasenplatz bauen.

Kunstrasen am Südringweg

DJK SF Datteln plant ein Großprojekt: Für 400.000 Euro soll ein Kunstrasenplatz entstehen

  • vonOlaf Nehls
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Der Tennenplatz am Südringweg ist in die Jahre gekommen. Die DJK SF Datteln möchten daraus am liebsten einen Kunstrasen machen. Das ist mit erheblichen Kosten und Mühen verbunden. 

Auf den 1. September freut man sich bei der DJK Sportfreunde Datteln schon jetzt. Der Fusionsverein zieht um in den neuen Sportpark Mitte. Zwei Kunstrasenplätze – einen großen und einen kleinen für den Trainingsbetrieb – gibt es dort. Die Anlage teilen sich die 24 Mannschaften des Vereins jedoch mit Kültürspor Datteln. Der 1. September ist für viele Fußballnostalgiker aber ganz bestimmt auch ein trauriges Datum, wie Dominik Lasarz aus dem geschäftsführenden Vorstand der DJK SF weiß. „Mit dem Tag unseres Umzuges endet nämlich die Zeit im Ostringstadion“, sagt er. 

75-prozentiges Nutzungsrecht im Sportpark Mitte

Das bringe für den Verein auch organisatorische Probleme mit sich. „Wir haben im neuen Sportpark ein 75-prozentiges Nutzungsrecht, dürfen an vier Tagen unter der Woche auf den Platz. Im Ostringstadion hatten wir einen großen Rasenplatz und einen Tennenplatz, die wir beide zu 100 Prozent nutzen konnten“, rechnet Lasarz vor. Der Verein hat aber weiterhin auch die beiden vereinseigenen Sportplätze am Südringweg. Doch vor allem der kleine Ascheplatz dort ist in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden. Und dieses Projekt wollen Lasarz und seine Vereinskollegen jetzt in Angriff nehmen. „Zur Sicherung des Spiel- und Trainingsbetriebes unserer Mannschaften ist eine Sanierung der Spielflächen zwingend notwendig“, erläutert der Funktionär. 

Umgestaltung des alten Tennenplatzes

Im Fokus stehe dabei die Umgestaltung des Ascheplatzes in einen Kunstrasenplatz. „Weil die von der Stadt Datteln zur Verfügung gestellten Platzkapazitäten im Sportpark Mitte nicht ausreichend sind und wir den Rasen und Ascheplatz am Südring nicht ganzjährig nutzen können, haben wir nach einer anderen Lösung gesucht“, sagt Lasarz. Schon Anfang des Jahres wurde daher eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Vorstandes gegründet, die die Machbarkeit und Realisierung des Projektes „Kunstrasenplatz Südringweg“ geprüft hat. „Die Ergebnisse wollten wir den Mitgliedern eigentlich bei der Jahreshauptversammlung im März vorstellen“, sagt Dominik Lasarz. Die Versammlung fiel wegen Corona aus. Hinter den Kulissen haben die Verantwortlichen aber bereits Anträge gestellt und nach anderen Geldquellen gesucht. „Sponsoren zu finden, die das Projekt unterstützen, ist aktuell nicht ganz einfach. Die meisten haben derzeit andere Sorgen“, weiß auch Dominik Lasaraz. 

Fördermittel sind beantragt

Vielversprechender sei der Weg über öffentliche Förderprogramme, wie das des Landes NRW mit dem Namen „Moderne Sportstätten 2022“, das die Modernisierung vereinseigener Sportanlagen mit rund 300 Millionen Euro fördert. „Unser Hauptplatz soll die Anlage am Südringweg sein. Dauerhaft ist hierzu aber die Aufwertung der Platzanlage mit einem Kunstrasen notwendig. Der Sportpark Mitte ist eine notwendige Ergänzung. Ein Vereinsleben ist dort aber wegen der Infrastruktur nur schwer möglich“, sagt Lasarz, der mit Kosten in Höhe von rund 400.000 Euro rechnet. „Doch wir werden nicht nur eine gesunde Finanzierung brauchen, um das Projekt zu realisieren. Wir benötigen auch tatkräftige Unterstützung und helfende Hände, weil vieles in Eigenregie erledigt werden soll. Es wird in jeglicher Hinsicht ein echter Kraftakt“, weiß Lasarz.

Der neue Sportpark Mitte in Datteln ist eröffnet

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