Auch im Kreis Recklinghausen trauern viele Fußball-Fans um Diego Maradona. Für manche war er schlicht und einfach auch der beste Kicker aller Zeiten.
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Auch im Kreis Recklinghausen trauern viele Fußball-Fans um Diego Maradona. Für manche war er schlicht und einfach auch der beste Kicker aller Zeiten.

Fußball

Tod von Maradona bewegt auch die Experten im Kreis: War er wirklich der größte Fußballer aller Zeiten?

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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  • Olaf Nehls
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Der Tod von Diego Maradona wirft eine Frage auf. War er der beste Kicker, den wir jemals erleben durften? Die Fußballexperten an der Basis sind sich einig.

Ist es die „Hand Gottes“ oder der „Kaiser“? Oder doch gar dieser „Messi(as)“? Unweigerlich wird nach dem Tod von Diego Maradona auch bei vielen Fußball-Experten im Kreis Recklinghausen die Frage diskutiert, wer denn nun den Status des weltbesten Fußballers aller Zeiten einnehmen kann. Was sagt die Basis?

Holger Flossbach kann für sich schon einmal eine gewisse Parallele mit Maradona in Anspruch nehmen. Beide feierten erst im vergangenen Monat ihren 60. Geburtstag – Flossbach zwölf Tage vor dem am Mittwoch verstorbenen argentinische Superstar. „Für mich“, sagt der Marler, „ist und bleibt Maradona der Allergrößte.“ Die Begründung schießt Flossbach, der selbst Jahrzehnte den Fußball im Kreis als Spieler, später als Trainer geprägt hat, gleich hinterher: „Er hat Argentinien quasi im Alleingang 1986 zum Weltmeister gemacht. Das hat er einem Messi voraus.“ Keine Frage, für Holger Flossbach gehören natürlich auch Spieler wie Lionel Messi, Pelé oder Franz Beckenbauer zu den Besten der Besten. „Aber Maradona war ein Phänomen“, sagt Flossbach – und nimmt dem in seiner Heimat als „El Pibe de Oro“ (der Goldjunge) verehrten Fußballstar auch spätere private Fehltritte nicht krumm.

„Bin auch für Boris Becker nachts aufgestanden“

„Das muss man ganz klar trennen. Da zählt für mich nur die überragende Qualität, die er als Sportler hat. Ich bin früher auch für Boris Becker nachts aufgestanden. Was der später aus seinem Leben gemacht, hat mit dem Sport nichts zu tun“, sagt Flossbach. „Die schwierigsten Typen sind sowieso meistens die Besseren“, hat der 60-Jährige selbst in seiner langen Zeit als Trainer festgestellt.
Vor allem die Bilder beim WM-Spiel 1986 in Mexiko gegen England bleiben auch ihm für immer im Kopf: „Erst macht er die Bude zum 1:0 mit der Hand Gottes und dann setzt er beim zweiten Tor zum Dribbling über den ganzen Platz an und tanzt die komplette englische Hintermannschaft inklusive Torwart Peter Shilton aus. Das konnte kein anderer wie er.“ Nicht zuletzt daher steht für Holger Flossbach fest: „Mit Diego Maradona hat die Fußball-Welt ihren Allergrößten verloren.“

„Bin quasi mit Maradona groß geworden“

Diese Meinung vertritt auch Rabih Such, Trainer des A-Kreisligisten FC/JS Hillerheide aus Recklinghausen. „Ich bin ja in einem Alter, wo man quasi mit Diego Maradona groß geworden ist“, sagt der 43-Jährige, der ebenfalls Mitte der 1980er-Jahre von den Qualitäten des argentinischen Superstars begeistert war: Auf die Frage, ob auch er Maradona als den besten Spieler aller Zeiten sieht, antwortet Such spontan: „Ja, auf jeden Fall!“ Jede Zeit hätte große Spieler hervorgebracht wie Pelé oder Messi. „Aber Maradona, das war für seine große Zeit schon ein ganz besonderer Spieler mit einem außergewöhnlichen sportlichen Werdegang.“

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