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Mission erfüllt: Trainer Andre Pawlak (M) feiert in Fürth mit den Kölner Spielern den Aufstieg in die Bundesliga.

Fußball

Eine schöner Abend für den FC und André Pawlak

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FÜRTH - André Pawlaks Mai-Märchen geht weiter: Exakt eine Woche nachdem der Fußball-Lehrer aus Recklinghausen interimsweise als neuer Cheftrainer beim Zweitligisten 1. FC Köln vorgestellt wurde, feierte er mit den Geißböcken die Zweitliga-Meisterschaft und die Rückkehr in die Bundesliga.

Dazu hätte es im Auswärtsspiel bei der SpVgg. Greuther Fürth nur eines Punktes bedurft, doch Pawlaks Elf erfüllte ihr Soll mit einem 4:0-Sieg dermaßen über, dass selbst Fürths Trainer Stefan Leitl anerkannte: „Hätten die immer so gespielt, hätten die schon 100 Tore gemacht.“ Ob’s dem mutlosen Gegner oder dem forschen Auftreten der Gäste geschuldet war, ist vielleicht zu diskutieren. Keine zwei Meinungen aber gab es, dass Pawlak den zuletzt doch recht müden Effzeh wachgeküsst hat, die mitgereisten Anhänger keine Mühe hatten, die Stimmung von Minute eins bis weit nach Spielschluss hochzuhalten. Als allerdings die Fans nur mit Mühe vom totalen Platzsturm abgehalten werden konnten, als die Spieler die vorbereiteten Aufstiegsshirts überzogen und mit Bierduschen feierten, stand André Pawlak mit ein wenig Abstand daneben. Das sei ja nicht seine Meisterschaft, sagte er im kleinen Kreis, kein Titel, für den man 26 oder 34 Spiele ackern müsse. Und dennoch meinte er auch: „Das ist ein guter Tag für den FC.“ Quasi gleichzeitig hatte die U21 mit einem 5:0 über Fortuna Düsseldorf den Klassenerhalt in der Regionalliga West perfekt gemacht, und den darf sich der ad hoc beförderte Recklinghäuser sehr wohl gutschreiben. Immer sei er in Fürth über das Resultat der U21 auf dem Laufenden gewesen, so Pawlak, für den die Mission Klassenerhalt ebenso wichtig war, wie es jetzt seine Interimsstation bei den Profis ist. „Beide Mannschaften haben damit ihr Ziel erreicht.“ Die U21 ist im Übrigen die beste Rückrundenmannschaft der Regionalliga – und die Profis feierten unter dem André Pawlak den höchsten Auswärtssieg in ihrer Zweitliga-Geschichte dazu. Von dem der Trainer – wenn auch nicht von der Höhe, so doch vom Ertrag grundsätzlich – lange überzeugt gewesen war: „Man hat gesehen, was passiert, wenn man Spaß am Fußball zeigt, die Köpfe frei sind und wenn jeder seine Aufgabe erledigt.“ „Das Ziel: alle verbleibende Spiele zu gewinnen“ Was aber nun wird seine Aufgabe in Zukunft sein beim 1. FC Köln? Spekulationen, er habe in Fürth ein Art Bewerbungsschreiben für eine Weiterbeschäftigung bei den Profis – dann in der Bundesliga – verfasst und könne das in den letzten, nun bedeutungslosen Spielen noch untermauern, wischte André Pawlak kurzerhand beiseite. „Wir haben ein Ziel, und das heißt, alle verbleibende Spiele zu gewinnen. Alles Weitere ist heute kein Thema“, sagte der Trainer. Spekulationen um seine Zukunft wolle er keine anstellen. Nur eins wusste er: Der Mannschaftsbus würde Montagnacht nicht zurück nach Köln fahren. „Irgendwas ist hier geplant“, sagte André Pawlak und ließ sich damit selbst von den Feierlichkeiten überraschen. Dort dürfte er wohl mittendrin gelandet sein und nicht nur – wie nach Schlusspfiff in Fürth – etwas abseits gestanden haben. Klassenerhalt und Aufstieg an einem Tag – es war nicht nur ein guter Tag für den 1. FC Köln, sondern auch für André Pawlak.

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