+
Ab durch die Mitte: Nazzerano Ciccarelli setzt sich gegen die Langenbochumer Maurice Herold (r.) und Dennis Bachmann durch.

Fußball

Der Favorit gibt sich keine Blöße

Herten - Oberligist Westfalia Herne ist am Donnerstagabend mit einem souveränen 4:1-Erfolg bei Bezirksligist Blau-Weiß Westfalia Langenbochum in die zweite Runde des Westfalenpokals eingezogen.

Hernes Trainer Christian Knappmann bescheinigte seiner Mannschaft eine sehr gute Leistung. „Das Gegentor ist allerdings sehr ärgerlich. Durch den Anschlusstreffer mussten wir mehr Körner verbrennen, als wir vorhatten.“

Die erste Chance verbuchte allerdings der Außenseiter. Yannik Außem stürmte nach 180 Sekunden frei auf das Tor von Schlussmann Ricardo Seifried zu, der die Gelegenheit jedoch zunichte machte und direkt den Konter einleitete, der prompt zum ersten Tor der Partie führte: Gianluca Marzullo drückte den Ball nach einer scharfen Hereingabe von Kai Hatano aus kurzer Distanz zur Führung über die Linie – 0:1 (4.).

Keine 60 Sekunden später musste Langenbochums Torhüter Max Ronneburg zum zweiten Mal hinter sich greifen. Nazzareno Ciccarelli versenkte einen wuchtigen Kopfball sicher zum 0:2 (5.). Bis zum Pausenpfiff hätte das Spiel eigentlich entschieden sein müssen. „Wenn wir die Dinger reinmachen, wird das Spiel in der zweiten Halbzeit ein Schaulaufen“, vermutete SC-Trainer Knappmann, der für die Gastgeber jedoch ausschließlich gute Worte übrig hatte. „Langenbochum ist kein normaler Bezirksligist. Die haben schon richtig Qualität.“

Die Qualität der Hausherren spiegelte sich gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit wider. Da erwischten die Hertener den besseren Start und kamen zu einigen guten Einschusschancen. Leroy Stemmer entwischte kurz nach Wiederanpfiff seinem Bewacher und brachte den Tabellenführer der Bezirksliga mit einem schönen Heber zurück ins Spiel – 1:2 (51.). Tobias Portmann hatte kurze Zeit später den Ausgleich auf dem Fuß. Seinen Distanzschuss konnten die Herner allerdings noch von der Linie kratzen (60.).

Das Privatduell zwischen Hernes Stürmer Marzullo und BWWL-Schlussmann Ronneburg wurde auch in den zweiten 45 Minuten fortgeführt. Nach dem Seitenwechsel behielt Marzullo allerdings klar die Oberhand. Durch seine Tore zwei und drei (75., 89.) machte er den Einzug in die zweite Pokalrunde perfekt.

„Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben gut dagegengehalten und zu keiner Sekunde aufgesteckt. Wenn wir das 1:0 machen, läuft das Spiel eventuell anders. Aber das ist natürlich nur Spekulation. Gratulation an Herne. Die Jungs haben richtig Qualität“, befand Langenbochums Trainer Mirko Talaga abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Zugverbindung Berlin - Recklinghausen kommt ab Montag - es gibt nur einen Haken
Zugverbindung Berlin - Recklinghausen kommt ab Montag - es gibt nur einen Haken
Heftiger Wetterumschwung zieht heran: Sturm, Schnee und spiegelglatte Straßen? DWD warnt bereits
Heftiger Wetterumschwung zieht heran: Sturm, Schnee und spiegelglatte Straßen? DWD warnt bereits
Männer mit Schusswaffe wollten offenbar "Netto" überfallen - doch es gab ein Hindernis
Männer mit Schusswaffe wollten offenbar "Netto" überfallen - doch es gab ein Hindernis
Neue Blitzersäule am Autobahnzubringer: Entscheidendes Detail fehlt aber noch 
Neue Blitzersäule am Autobahnzubringer: Entscheidendes Detail fehlt aber noch 
Hertener Stadtstreicher sitzt jetzt hinter Gittern - aber nicht wegen der grünen Flüssigkeit
Hertener Stadtstreicher sitzt jetzt hinter Gittern - aber nicht wegen der grünen Flüssigkeit

Kommentare