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Unbeschreiblicher Jubel: Schermbecks Spieler feiern den Siegtorschützen Dennis Grodzik nach dem 3:2.

Fußball

3:2 gegen Wanne-Eickel - SV Schermbeck steigt auf

MARL - Der SV Schermbeck hat seine Westfalenliga-Aufholjagd mit dem Aufstieg in die Oberliga gekrönt. Vor mehr als 1000 Zuschauern auf der Sportanlage an der Hagenstraße in Marl schlug der Vizemeister der Staffel 1 den Vizemeister der Westfalenliga 2, DSC Wanne-Eickel, mit 3:2 nach Verlängerung.

Die Partie war zwar nicht hochklassig, dafür aber hart umkämpft und jederzeit spannend. „Wahnsinn! Dieses Spiel passte zur ganzen Saison. Mit welcher Leidenschaft, mit welchem Willen die Mannschaft heute gekämpft hat, das ist unglaublich!“, sagte SVS-Trainer Thomas Falkowski. Damit hat es der SV Schermbeck wie schon 2015 erneut in der Relegation gepackt. Damals besiegte der SVS im Stadion Hohenhorst Westfalia Wickede überlegen mit 3:0. Diesmal hing der Aufstieg am seidenen Faden. Am Ende war die Mannschaft von Trainer Thomas Falkowski wohl einen Tick cleverer, auf jeden Fall aber etwas glücklicher.

Dawid Ginczek brachte den DSC Wanne-Eickel in Führung (12.), Marc Schröter glich per Kopf umgehend aus (13.). Dem 1:1 ging aber ein Foul des Schermbeckers Marek Klimczok voraus. Doch nicht nur Wanne-Eickel hatte in der ersten Hälfte Grund, mit Schiedsrichter Stefan Tendyck zu hadern. Der zeigte Aldin Hodzic in der 35. Minute die Gelb-Rote Karte, kurz zuvor war der Schermbecker zu Unrecht erstmals verwarnt worden.

Der SV Schermbeck agierte in Unterzahl geschickt, ließ kaum Chancen für den DSC zu und nutzte in der 65. Minute bei einem Standard eine Unaufmerksamkeit in Wannes Defensive zum 2:1 durch Dominik Milaszewski. Kurz darauf traf auch den DSC eine Ampelkarte: Christian Melchner musste nach wiederholtem Foulspiel gehen.

Schermbeck stand weiter recht sicher, einen genialen Moment aber hatte der DSC noch: In der 86. Minute köpfte Dawid Ginczek nach starker Vorarbeit von Peter Rios das 2:2. Und in der Schlussminute hatte der eingewechselte Dzenan Pilica sogar das 3:2 auf dem Fuß. Pilica schob den Ball auf Ginczek weiter, der aber im Abseits stand. Für DSC-Trainer Holger Flossbach die entscheidende Szene: „Da hätte Dzenan selbst schießen müssen.“

In der Verlängerung blieben klare Chancen zunächst Mangelware, dann entschied ein Antritt von Schermbecks Dennis Grodzik die Partie. Der Einwechselspieler überlief in der 112. Minute auf der linken Seite Wannes Abwehr und jagte den Ball ins lange Eck - 3:2. Danach ließ Schermbeck nichts mehr anbrennen. Trainer Thomas Falkowski: „Wahnsinn! Diese Spiel passte zur ganzen Saison. Mit welcher Leidenschaft, mit welchem Willen die Mannschaft heute gekämpft hat, das ist unglaublich!“

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