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Festtagsstimmung beim TuS Haltern: Der Oberligist feiert den 1:0-Erfolg in Lippstadt.

Fußball

TuS Haltern: Klarer Plan, bessere Chancen

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LIPPSTADT - Ein erfahrener Torjäger weiß, wann er den Ball besser einem Kollegen überlässt. Für Stefan Oerterer war dieser Moment in der 117. Minute des Westfalenpokal-Viertelfinales zwischen dem SV Lippstadt und dem TuS Haltern gekommen.

Drei kapitale Chancen hatte der Halterner Angreifer bereits vergeben. Jetzt, kurz vor Toresschluss, steuerte er bei einem Konter wieder auf den besten Lippstädter zu, auf Torhüter Jannik Erlemann. Statt selbst abzuschließen, bediente Oerterer Yannick Albrecht – und der traf mit einem überlegten Schuss gegen die Laufrichtung des Torhüters zum 0:1 ins Netz. Wenige Minuten später war die Überraschung des Westfalenpokal-Viertelfinales perfekt. „Nach 90 Minuten habe ich gedacht: Das Spiel kannst du nicht mehr gewinnen“, bekannte Stefan Oerterer nach dem Abpfiff mit Blick auf den Halterner Chancenwucher. Der TuS hätte die Partie in 90 Minuten entscheiden können, ja müssen. Ein Klassenunterschied zwischen Regionalligist und Oberligist war zu keiner Zeit zu erkennen. Gastgeber Lippstadt hatte zwar etwas mehr Spielanteile, vor allem in Regionen, in denen es den Gästen nicht wehtat. Der TuS spielte mit der klareren Strategie und arbeitete die besseren Torchancen heraus. Jannis Scheuch vor der Pause, Stefan Oerterer und Yannick Albrecht (jeweils zweimal) nach dem Seitenwechsel scheiterten an Torhüter Erlemann, der glänzend reagierte. Der Regionalligist dagegen hatte in 120 Minuten nicht eine Möglichkeit dieser Güte. Haltern verteidigte, einmal mehr, sehr aufmerksam und clever. Mit Lukas Diericks, Nils Eisen und Cedric Vennemann hatte Trainer Magnus Niemöller drei „Sechser“ aufgeboten, die schon vor der Abwehrkette ganze Arbeit leisteten. TuS-Torhüter Raphael Hester brauchte nur einen Ball zu parieren – bei einem Schuss von Kevin Holz in der 70. Minute. „Die Mannschaft hat eine fantastische Leistung geboten“, lobte Niemöller hinterher. Trotzdem schien sich die miese Chancenverwertung zu rächen, als Stefan Oerterer in der Verlängerung auch seine dritte dicke Chance nicht nutzte. Das Elfmeterschießen drohte. Bis zur 117. Minute: In der rückte Regionalligist SV Lippstadt weit auf, um die Entscheidung zu erzwingen. Als nach einem Ballverlust der Konter anrollte, hatten die Halterner plötzlich ganz viel grüne Wiese vor sich. Oerterer legte ab, Albrecht traf. Das Halbfinale im Westfalenpokal wird wohl am 3./4. April ausgespielt – die Auslosung findet voraussichtlich Ende Januar/Anfang Februar in Kamen-Kaiserau statt.

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