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Wettlauf gegen die Zeit: Sinsens angeschlagener Angreifer Marius Speker (r.) will gegen seinen Ex-Klub Lüner SV unbedingt auflaufen.

Fußball

Heißes Pflaster

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MARL - Die „Kampfbahn Schwansbell“ gehört in dieser Saison zu den heißesten Pflastern im Amateurfußball. Vier Siege in vier Heimspielen lautet die lupenreine Westfalenliga-Bilanz des Lüner SV. Dazu kommen Westfalenpokal-Siege gegen die Oberligisten Holzwickeder SC (1:0) und Hammer SpVg (2:1).

„Das wird eine harte Nuss“, sagt Toni Kotziampassis, der mit dem TuS 05 Sinsen am Sonntag in Lünen gastiert. „Der Gegner hat sicher das Potenzial, oben mitzuspielen. Ich finde sie richtig stark in der Offensive und erkenne nur wenige Schwächen.“

Schlüsselspieler bei den Rot-Weißen ist Marcel Ramsey. „Ein raffinierter Spieler, der die 1:1-Duelle sucht und den Unterschied ausmachen kann“, analysiert der Sinsener Trainer, der trotz des Respekts vor dem Gegner Zuversicht ausstrahlt.

„Wir sind auch nicht schlecht“, betont Kotziampassis. Die Ausgangslage seiner Elf müsse kein Nachteil sein. „Unsere junge Mannschaft hat nicht die Ambitionen des Lüner SV.“ Anders ausgedrückt: Der Druck lastet auf den Hausherren. Nach dem Sieg über Hamm dürfte die Erwartungshaltung noch einmal gestiegen sein.

Während die Gastgeber eine englische Woche abschließen, liegt hinter dem TuS 05 ein spielplanbedingtes freies Wochenende. Vor- oder Nachteil? „Weder noch“, meint der 45-Jährige. „Wir waren darauf eingestellt. Damit muss jede Mannschaft in der Liga klarkommen.“

Die angeschlagenen Spieler haben die Pause genutzt, um die Wehwehchen auszukurieren. Nur hinter dem Einsatz von Marius Speker steht ein Fragezeichen. „Er ist umgeknickt“, berichtet sein Trainer. „Es wird eng.“

Der 19-Jährige wird alles dafür tun, um auflaufen zu können. Schließlich hat der Castrop-Rauxeler in der Rückrunde der vergangenen Saison für den Lüner SV gestürmt. Speker gehört zu den gut ausgebildeten Sinsenern, hat in der A- und B-Junioren-Bundesliga gespielt.

Sicher fällt Luciano Sabellek aus. Der 27-jährige Offensivmann muss am Sonntag dem Beruf den Vorzug geben.

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