Saisonauftakt gegen den FC Marl: Am ersten Spieltag wird das Stadion des VfB Hüls am Badeweiher voll sein.
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Saisonauftakt gegen den FC Marl: Am ersten Spieltag wird die Tageskasse beim VfB Hüls nicht geöffnet.

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Erkenschwick abgesagt, Sinsen fährt nach Peckeloh: Diese Fußball-Höhepunkte gibt es zum Saisonstart im Kreis

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  • Meike Holz
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  • Sebastian Schneider
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In der Westfalenliga 1 hätte die Spvgg. Erkenschwick am Sonntag gerne bei Westfalia Kinderhaus gespielt. Die Partie ist abgesagt. Ligarivale TuS 05 Sinsen ist in Versmold beim SC Peckeloh am Ball. In Marl fiebern alle dem ausverkauften Derby zwischen VfB Hüls und FC Marl entgegen.

  • Westfalenligist TuS 05 Sinsen muss zum Saisonstart zum SC Peckeloh.
  • Am Marler Badeweiher steigt das Bezirksliga-Derby zwischen VfB Hüls und FC Marl.
  • Die Partie ist mit 300 Zuschauern bereits ausverkauft.

Westfalenliga 1: SC Peckeloh - TuS 05 Sinsen

Falls die Umgruppierung in die Westfalenliga-Staffel 1 aus Sicht des TuS 05 Sinsen einen Vorteil bringen sollte, dann den: Team und Trainer lernen neue Gegner und neue Plätze kennen. Der Auftakt am Sonntag führt die Mannschaft von Trainer Michael Schrank zum SC Peckeloh. Ob das Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger aus Versmold nun ein gutes oder schlechtes werden wird aus Sinsener Sicht, bleibt abzuwarten. Auch der Gegner dürfte den TuS 05 kaum kennen.

Was zum einen daran liegt, dass Sinsen einen ziemlichen Umbruch vollzogen hat. Ein Dutzend Spieler ist neu im Team, etliche gestandene Kräfte sind gegangen. „Die Jungs sind nicht schlecht“, sagt Trainer Schrank über seine Elf. „Aber wenn man einen solchen Umbruch vollzieht, braucht es immer Zeit, bis sich alles einspielt.“ Da dürfte der Auftaktgegner am Sonntag schon ein ganzes Stück weiter sein. Der Sinsener Fußballlehrer erwartet einen angriffslustigen, selbstbewussten Gastgeber. „Ein Aufsteiger verfügt immer über Qualität, Peckeloh ist sicher eine Mannschaft, die sehr engagiert auftreten wird“, sagt Schrank. Gänzlich unbeschrieben ist der Gast für den Fußballlehrer nicht.

Mit Tim Mannek verfügen die Ostwestfalen über einen Akteur mit Drittligaerfahrung (SC Paderborn 07), dazu bietet der SC mit Alban Shabani eine wahre Tormaschine auf: In der abgebrochenen Corona-Saison 2019/2020 brachte es Shabani in 20 Einsätzen in der Landesliga Staffel 1 auf stolze 23 Tore. Michael Schrank hat in den Testspielen erkannt: „Der ist auch jetzt wieder gut drauf.“
Da dürfte einige Arbeit auf die umformierte, im Schnitt auch sehr junge Sinsener Mannschaft zukommen. Auf eine verlässliche Prognose, wer in der Staffel oben mitmischen wird, wie der TuS 05 den Auftakt bestreiten wird, will sich der Marler aber nicht einlassen.

Landesliga: BW W. Langenbochum - DJK Wattenscheid

Durch den Abbruch der Saison 2019/20 ohne Absteiger hat Landesligist Blau-Weiß Westfalia Langenbochum eine zweite Chance bekommen, die die Elf von Trainer Nassir Malyar nutzen will. Alles auf Anfang also. Die Hertener Fußballer haben den Reset-Knopf gedrückt und die zurückliegende, enttäuschende Spielzeit aus ihrem Gedächtnis gelöscht. „Wir fühlen uns wie ein Aufsteiger“, sagt Malyar vor dem morgigen Saisonauftakt gegen die DJK Wattenscheid (15 Uhr, Sportzentrum Herten-Nord, Backumer Straße). Die Blau-Weißen wollen beweisen, „dass wir in diese Liga gehören.“ Jedes Spiel, so führt der Teamchef aus, sei für Langenbochum eine Herausforderung. Und auf die bereiteten sich die Landesliga-Fußballer intensiv vor.

Trainer Nassir Malyar hat die Gäste in der Vorbereitung mehrfach beobachtet und führt deren 6:4 im Testspiel beim VfB Günningfeld exemplarisch an. „Das ist eine Truppe mit sehr guten Einzelspielern in der Offensive“, sagt Malyar. Zu ihnen gehört Kamil Kokoschka, der bereits 2019/20 zu den besten Torjägern der Staffel gehörte. Besagtes Ergebnis zeigt aber auch, dass die Bochumer in der Defensive anfällig sind. „Das wollen wir ausnutzen“, führt der Trainerchef fort. Auch wenn Nassir Malyar fünf, sechs Ausfälle beklagt, „werden wir eine Elf auf dem Platz haben, die in der Lage ist, Wattenscheid zu schlagen.“ Auch wenn die Tagesform ein Rolle spiele. „Vieles hängt auch von dem Zusammenhalt auf dem Platz ab“, betont er.

Bezirksliga: VfB Hüls - FC Marl

Darauf haben die Marler Fußballfreunde lange gewartet: Wenn der VfB Hüls den FC Marl in der Bezirksliga 14 empfängt, findet das höchstklassige Marler Derby statt. Das war auch schon vor ziemlich genau einem Jahr so, und die Partie am 25. August 2019 war denkwürdig. „Daran kann ich mich gut erinnern, das war ein Spiel, das es in den nächsten Jahren nicht mehr geben wird“, sagt FCM-Trainer Mani Mulai im Rückblick über den 8:0-Sieg, den seine Mannschaft damals über die Hülser feierte. Das Ergebnis ließ damals auch über die Stadtgrenzen hinaus aufhorchen. Dieses Bezirksliga-Derby war das bis heute letzte – ein Rückspiel auf eigenem Platz mit der Möglichkeit zur Wiedergutmachung blieb dem VfB verwehrt. Am ursprünglichen Termin wurde die Begegnung wetterbedingt abgesagt, später im April verhinderte Corona sie. Für Mulais Gegenüber spielt das letzte Aufeinandertreffen keine Rolle. „Ich sage den Jungs auch: Wenn dir eine Aktion misslungen ist, kannst du sie nicht mehr verändern, indem du darüber grübelst“, sagt Elvir Saracevic. „Ich beschäftige mich nicht mit dem, was war.“

Bezirksliga: SF Stuckenbusch - Genclikspor RE

Das Pflichtspiel-Debüt von Pierre Bendig ist missglückt. „Das war enttäuschend“, räumt der Stuckenbuscher Trainer nach der Pokal-Niederlage gegen die SG Suderwich offen ein. Diese sei aber abgehakt, versichert er. „Wir haben sehr gut trainiert und die Köpfe freibekommen.“ Pierre Bendig erwartet am Sonntag ein ähnliches Spiel. „Genclikspor wird wie Suderwich etwas defensiver sein, um nicht ins offene Messer zu laufen.“ Yakup Köse, der Genclikspor mit Gürkan Demirdere trainiert, freut sich auf das Derby trotz einiger Ausfälle und Fragezeichen: „Endlich geht es wieder um etwas.“ Der Aufsteiger aus dem Recklinghäuser Süden freut sich auf den ersten Auftritt in der neuen sportlichen Umgebung. Yakup Köse und Gürkan Demirdere stellen ihre Elf auf einen etablierten Bezirksligisten ein, der in der Offensive stark besetzt ist. „Bei solchen Spielen musst du als Trainer nicht aber viel sagen“, weiß Köse aus Erfahrung. Seine Mannschaft ist hoch motiviert. „Es wird ein spannendes Spiel“, ist der Spielertrainer überzeugt. Denn: „Ein Derby verläuft immer nach besonderen Regeln.“ Mit Pierre Bendig und Yakup Köse stehen sich übrigens ehemalige Teamkollegen gegenüber – sie spielten mit dem SV Schermbeck in der Ober- und NRW-Liga.

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