Ein Fußballer macht einen Corona-Test
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Erst testen, dann kicken? Das ist eine Möglichkeit, um den Amateurfußball wieder in Schwung zu bringen.

Fußball

Lockerungen für den Amateursport: Kehren die Fußballer noch einmal auf den Platz zurück?

  • Thomas Braucks
    vonThomas Braucks
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  • Olaf Nehls
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Gibt es doch eine Chance auf Amateurfußball in diesem Frühjahr? Die von der Politik verabredeten Lockerungen für den Hobbysport haben zumindest für Gesprächsstoff gesorgt. So bewerten die Funktionäre des Kreisvorstandes die aktuelle Lage.

Für den Fußball besonders interessant: die sogenannten Öffnungsschritte vier (22. März) und fünf (5. April) aus dem Corona-Lockdown. Ab dem 22. März könnte demnach bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 bis 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern Kontaktsport draußen erlaubt sein – wenn alle Teilnehmer einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen. Unter einer Inzidenz von 50 wird ohne Tests gekickt.

Inzidenzwert ist eine weitere Größe für die Planung

Ab 4. April soll bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 Kontaktsport im Freien auch ohne Tests möglich sein. Bei einer Inzidenz unter 50 könnte es sogar Kontaktsport in Hallen geben. Zu den Problemen um Corona-Fälle und Mannschaften in Quarantäne, die im Herbst die Spielpläne kräftig durcheinanderwirbelten, kommt damit eine weitere Größe für die Planung der Saison: der Inzidenzwert.

Testspiele nach Ostern wieder möglich?

„Einfacher wird es für uns damit sicher nicht“, fürchtet Klaus Overwien. Der Waltroper führt als Staffeleiter die Bezirksligen 9 und 14 sowie die Landesliga 3 und ist Mitglied im Verbandsfußballausschuss. Der wird in der kommenden Woche wieder tagen. An den Entscheidungen des Verbandes hängt auch der Fußball im Kreis. Andreas Mermann, der Vorsitzende im Kreisfußballausschuss, hat die Vorgaben der Politik angesehen. Seine Einschätzung: verhalten optimistisch. „Für mich bleiben da noch eine Reihe von offenen Fragen, etwa zu den Tests, von denen die Rede ist. Aber nach dem vierten Öffnungsschritt am 22. März scheint wieder einiges möglich.“ Und nach Ostern könnten sogar die ersten Testspiele angepfiffen werden. Kontrovers diskutiert hatten die Kapitäne einiger Kreisligisten über eine mögliche Saisonfortsetzung.

Re-Start nur in Absprache mit den Vereinen

Mehr Klarheit erhofft sich Mermann durch die neueste Fassung der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. Fest steht aber: Der Fußballkreis will einen möglichen Re-Start nur in enger Absprache mit seinen Vereinen planen. Deswegen wollen sich Andreas Mermann, Fußballkreischef Hans-Otto Matthey und ihre Kollegen im Kreisvorstand in der kommenden Woche einen Überblick über die Stimmung verschaffen. Digital, versteht sich. Für Mittwochabend, 19 Uhr, hat der Fußballkreis alle Klubs zu einer Videoschalte eingeladen.

Ohne Zuschauer lohnt es sich nicht

In der Hoffnung auf rege Teilnahme und eine lebhafte Diskussion. Fragen, die den Vereinen auf den Nägeln brennen, dürfte es genug geben. Zum Beispiel die, wer die Zeche für einen möglichen Spielbetrieb im Frühjahr zahlt. „Dass sich Vereine Sorgen machen, kann ich verstehen. Wenn nicht mindestens 50 Zuschauer zu einem Spiel auf die Anlage dürfen, lohnt es sich nicht“, sagt Hans-Otto Matthey. Die Klubs hätten schließlich Kosten. Spätestens nach dem Abpfiff, wenn der Schiedsrichter ins Geschäftszimmer kommt und seinen Einsatz abrechnet.

Zuletzt hatten die Vereine über die Verbandsabgaben diskutiert. Der Verband hatte sich sogar für die Art und Weise, wie er die Rechnung geschickt hatte, entschuldigt.

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