Marvin Thomaszik (r.) trifft mit dem Kopf für den VfB Hüls. Florian Glaw (l.) macht später das 2:1 für die Hausherren.
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Das frühe 1:0 des VfB: Marvin Thomaszik (r.) trifft mit dem Kopf. Florian Glaw (l.) macht später das 2:1 für die Hausherren.

Fußball

Fünfter Spieltag in den Bezirksligen 9 und 14: So lief es für die Teams aus dem Kreis

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  • Christine Horn
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Am fünften Spieltag in der Bezirksliga 14 gab es interessante Duelle mit Beteiligung der Teams aus dem Kreis Recklinghausen. So hatte etwa die SG Suderwich Vestia Disteln zu Gast. Der VfB Hüls empfing Genclikspor, Stuckenbusch den VfB Kirchhellen. Auswärts musste der FC Marl bei SF Merfeld ran.

SG Suderwich - SV Vestia Disteln 0:3

Die dunklen Regenwolken zogen gerade erst über die Recklinghäuser Sportanlage an der Lülfstraße, da war es um die gastgebende SG Suderwich längst geschehen. Der SV Vestia Disteln hat bei seinem 3:0 (3:0)-Erfolg früh die Weichen auf Sieg gestellt.
Erst fünf Minuten waren gespielt, als Schiedsrichter Rene Sega pfiff und auf den Elfmeterpunkt zeigte. Rene Vorholt hatte am Trikot seines Gegenspielers gezupft. Philipp Müller legte sich den Ball auf den Punkt und verwandelte sicher zum 0:1.

Max Kadura (M.) kann den Ball zwar über die Linie schieben, Suderwichs Torhüter Jan Schmatzberger zeigt aber an, dass der Distelner im Abseits steht.

Das Breski-Team setzte entschlossen nach, gewann die entscheidenden Zweikämpfe im Mittelfeld und tauchte immer wieder gefährlich vor dem Tor von Suderwichs Keeper Jan Schmatzberger auf. Pech hatte der Keeper, dass der Schuss von Daniel Koseler noch abgefälscht wurde – 0:2 (12.). Auf dem Posten war er aber 120 Sekunden spätzer beim Schuss von Kevin Marc Kenzlers.

Mark Mahlmeister im Tor des SV Vestia erlebte hingegen einen nahezu beschäftigungslosen Nachmittag im Recklinghäuser Osten. Keine Gefahr für das Distelner Tor bestand bei der Direktabnahme von Ahmed Özcan (15.) oder beim Freistoß von Kevin Philippzick, den der Keeper sicher hielt (75.). Brenzliger waren da die Angriffe der Gäste aus Herten. Tim Gilgner kam im Strafraum zum Abschluss und schob flach zum 0:3 ein (20.).

Das Aluminium ihres Tores rettete die Suderwicher vor weiteren Gegentreffern. Erst traf Max Kadura den Querbalken (60.), dann köpfte der eingewechselte Timo Schumski an den Pfosten (61.) und als die SGS den Ball nicht richtig klären konnte, drosch Gilger aus zweiter Reihe den Ball erneut ans Aluminium (62.).

SF Stuckenbusch - VfB Kirchhellen 3:4

Der Blick in der Tabelle geht sorgenvoll nach unten. „Wir müssen zusehen, dass wir in den nächsten Spielen punkten, um nicht ganz unten reinzurutschen“, sagte Pierre Bendig, Trainer der Sportfreunde Stuckenbusch, die zuletzt auch im Nachholspiel gegen Merfeld verloren hatten. Nach der enttäuschenden 3:4 (3:3)-Niederlage gegen den VfB Kirchhellen findet sich seine Mannschaft auf Rang 13 wieder. Dabei finf es gut an für die Hausherren. Justin Kaup brachte von der linken Seite eine Flanke in die Mitte und fand in Fabian Lohmeyer einen dankbaren Abnehmer – 1:0 (3.). Dass die Gäste praktisch im Gegenzug durch Max Bertlich zum Ausgleich kamen, sorgte für keine Sorgenfalten aufs Bendigs Stirn. „Wir hatten das Spiel im Griff“, freute sich der Stuckenbuscher Trainer über eine gute Anfangsphase der Platzherren.

Die belohnten sich mit der erneuten Führung, für die Justus Siebold aus gut 20 Metern sorgte (10.). Die Sportfreunde schienen in der Spur, wurden aber von den Kirchhellenern Fabian Mohs (30.) und Dominik Selm (32.) abgefangen. Noch vor der Pause sorgte Sascha Drepper für den 3:3-Ausgleich (35.) und nährte damit wieder die Hoffnung auf einen Stuckenbuscher Heimsieg. In der zweiten Halbzeit begegneten sich die Gegner zwar auf Augenhöhe. Kirchhellener war aber bei Standards brandgefährlich, was letztlich zum 3:4 abermals durch Bertlich führte (81.).

VfB Hüls - Genclikspor RE 2:4

Der VfB Hüls steckt nach dem 2:4 (2:2) gegen Genclikspor Recklinghausen im Tabellenkeller fest. Die Gastgeber verloren dabei auch Torhüter Nils Martens durch eine Verletzung sowie Philipp Jedlicka und Moussa Sangare durch Gelb-Rote Karten. Die Hülser Trainer Elvir Saracevic und Marco Jedlicka waren sauer auf den unter Beobachtung stehenden Schiedsrichter Hermann Schmidt (Herten), dem die Karten locker in der Tasche saßen. Nicht nur bei der Verteilung der zehn Verwarnungen unterstellten sie ihm fehlendes Fingerspitzengefühl und einseitige Entscheidungen.

Kurios die Ampelkarte für Trainer-Sohn Philipp Jedlicka: Er erhielt sie unmittelbar nach seiner Auswechselung für einen angeblichen Kommentar, den Vater Marco auf seine Kappe nahm. Auch Sangare (88.) sei vom Schiedsrichter gewarnt worden – allerdings durfte der junge Außenbahnspieler auch nicht so engagiert in den Zweikampf gegen Taner Erel gehen. Die Gäste entschieden die Begegnung in der Schlussphase für sich. Ismail Viran bugsierte eine scharfe Hereingabe von Hakan Cayirli zum 3:2 ins Hülser Tor (86.); drei Minuten später zirkelte Kapitän Cayirli den aus dem Foul von Sangare resultierenden Freistoß in die Maschen des Hülser Tores.

Gemessen an der ersten Viertelstunde war der Ausgang überraschend, denn die Hausherren hatten wie die Feuerwehr losgelegt und Genclikspor überrannt. Jedlicka wurde im letzten Moment abgeblockt (2.). Torwart Hüseyin Takim hatte Mühe mit einem Schuss von Marvin Thomaszik (4.), der keine 60 Sekunden später auf Flanke von Dennis Kündig das 1:0 köpfte (6.). Hüls setzte sich nicht entschlossen genug nach. Die Gäste fanden durch lange Ballstafetten ihre Linie. In der 12. Minute versprang VfB-Keeper Martens der Ball. Viran setzte sich aber nach Meinung des Schiedsrichters unfair ein, sein Treffer zählte nicht. Aber der Hülser Torsteher war durch den Zusammenprall fortan gehandikapt.

Beim Ausgleich ließ der VfB die Recklinghäuser in aller Ruhe kombinieren. Sülyeman Demirci hatte leichtes Spiel (17.). Zwei Minuten später jubelte wieder der Gastgeber. Genclikspor bekam den Ball nach einer Ecke nicht weg. Kündig brachte ihn noch einmal scharf in die Mitte, wo Florian Glaw am langen Pfosten zur Stelle war (19.). Postwendend das 2:2: Martens unterlief eine Flanke, von der erneut Demirci profitierte (20.). Fast wäre dem Angreifer der Hattrick gelungen, aber der VfB-Keeper blieb kurz vor der Pause Sieger.
In der zweiten Hälfte blieb es durch den Schiedsrichter farbig; die Begegnung selbst plätscherte vor sich hin. Hüls hatte zwei Halbchancen durch Thomaszik, Viran verpasste frei mit einem Flugkopfball den dritten Treffer für seine Farben (74.). Als die meisten der 135 Zuschauer schon mit einem Remis rechneten, schlug Genclikspor entscheidend zu.

SF Merfeld - FC Marl 0:2

Bei den Sportfreunden Merfeld hatte der FC Marl mehrere Großchancen, die Entscheidung beim 2:0 (0:0)-Sieg fiel aber erst kurz vor Schluss. Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit drang Dario Gedenk von der linken Seite in den Merfelder Strafraum ein und versenkte den Ball im kurzen Eck (89.). Das 2:0 war die Erlösung für die Gäste nach einer umkämpften Partie. „Es gab viele Nickeligkeiten, dadurch kam ein wenig Unruhe auf. Wir haben uns zwar ein wenig davon anstecken lassen, aber gut dagegengehalten“, sagte Marls Co-Trainer Saiffidin El Batal.

Dass der Sieg erst so spät unter Dach und Fach gebracht wurde, war unnötig, denn gute Einschussmöglichkeiten hatten die Gäste viele. Schon in der ersten Halbzeit hätten Yannick Goecke oder Ahmed Bakare den FCM in Führung bringen können. Die besten Gelegenheiten hatte aber Dario Gedenk. Zunächst parierte Merfelds Torhüter aber seinen Handelfmeter (25.), und wenig später wurde der Außenspieler in die Tiefe geschickt, verstolperte den Ball aber (30.).

Auch nach dem Seitenwechsel wurde die Chancenverwertung zunächst nicht besser, wieder ließen Goecke und Bakare Möglichkeiten aus. Kapitän Yannick Goecke sorgte dann mit dem 1:0 aber für den ersten Schritt in Richtung Sieg. Nach einer mustergültigen Flanke von Fabian Kudlek köpfte der Stürmer die Gäste in Führung. Zwar bekam Torhüter Sven Jürgens bei seinem Comeback nach Fingerbruch kaum etwas zu tun, aber sicher konnten sich die Marler des Sieges erst nach Gedenks Treffer sein.

TuS Stockum - Teutonia SuS Waltrop: 0:1

Als sich Teutonen-Trainer Tim Braun unter der Woche von seinem geliebten Offensivfußball verabschiedete und für das Auswärtsspiel beim TuS Stockum ein weitaus defensiveres System anordnete, tat er das schweren Herzens. Nach den 90 Minuten stellte er gestern jedoch fest: Die taktische Umstellung war von Erfolg gekrönt. Denn seine Mannschaft gewann beim Tabellenneunten verdient mit 1:0 (0:0).

Gut, dass Kapitän und Innenverteidiger Eike Stöve für 70 Minuten auflaufen konnte. Gemeinsam mit Florian Sulzbacher war er immer auch der verbale Antreiber. Auffallend: Diesmal hörten die Teamkollegen auch zu. Sie spielten diszipliniert in ihren Ketten und starteten nur gewagte Aktionen, wenn es die Gesamtsituation erlaubte. Es war kein Vergleich zu den beiden vorherigen Spielen. In der 16. Minute hätte Moritz Wember die Teutonen eigentlich in Führung bringen müssen. Doch er war beim Abschluss zu unentschlossen, und so konnte Stockums Torwart Sebastian Decker den Ball parieren.

Dann war es Henrik Sommer, der mit einem langen Ball Niko Poslednik bediente. Es war einer der wenigen Schüsse, der wegen des recht starken Rückenwindes gezielt in der Offensive ankam. Doch konnte der Stürmer den Ball nicht erfolgreich verwerten. Besser, wenngleich auch nicht effektiver, die Szene in der 37. Minute. Poslednik setzte sich erstklassig gegen Yassin Bourima und Leander Dreßel durch, doch sein Schuss ging Millimeter am linken Pfosten vorbei.

Gute Möglichkeiten auf Gastgeberseite gab es nicht zu notieren. Einzig der Drehschuss von Alexander Fabis barg etwas Gefahr. Und auch nur zunächst: Denn er drosch den Ball letztlich in den blauen Stockumer Himmel. Die Null stand also, als die Teutonen nach der Pause zurück aufs Feld kamen. Zunächst Glück für die Waltroper (47.): Der starke Michalis Kakoulidis schickte Bourima auf die Reise, doch dieser schoss knapp vorbei

Acht Minuten später erkämpfte sich Moritz Wember den Ball im Mittelfeld, schickte Poslednik auf die Reise, dessen Spurt jedoch wegen Abseits’ abgepfiffen wurde. Nur eine Minute danach wusste sich Stockums Daniel Bittorf nicht anders zu helfen, als Poslednik per Notbremse zu stoppen (56.). Dafür sah er die Rote Karte. Dann ging es Schlag auf Schlag: Beim Freistoß von Luca Gennermann reklamierten alle Waltroper Spieler ein Handspiel des Gegners. Doch es gab Ecke. Diese trat Hopp, und schon wieder schallte es „Hand!“ durchs Stadion. Doch Schiri Torsten Malke ließ erneut weiterspielen.

Kurz darauf steckte Wember den Ball durch auf Poslednik, der vergab (59.). Zwei Minuten später dann eine Top-Reaktion von Hendrik Köster: Er führte einen Freistoß so schnell aus, dass noch so gut wie niemand auf seinem Posten war. Nur Alex Schröer, der zum 1:0 traf. In Unterzahl versuchten die Gastgeber alles, um zumindest noch den Ausgleich zu erzielen. Doch die Teutonen brachten den knappen Vorsprung erfolgreich über die Zeit. „Es war klar, dass Schönspielerei hier heute nicht angesagt war. Letztlich war es ein Arbeitssieg, der wegen der besseren Chancen auch verdient war“, so Braun.

So liefen der dritte und vierte Spieltag in der Bezirksliga.

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